True Detective Staffel 1 (Stückel-Review – now finished!)

Filmherum:4.5/54.5 von 5 Sterne von Dominik
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(2 votes, average: 4,00 out of 5)

Obwohl True Detective gerade einmal 8 Episoden beinhaltet, habe ich bis heute nur 2 davon geschafft. Die Zeit… 🙁 Aber gut dachte ich mir, machen wir eben mal ein kleines Stückel-Review, damit zumindest in etwa Zeitnah zum Release (jup, ich bin eh schon zu spät dran) ein paar würdige Worte zur Serie in Erscheinung treten.

Gefeiert wird True Detective als indirekter Breaking Bad-Nachfolger. Wo auch immer ich etwas über die Serie lese, wird Breaking Bad mindestens 1x erwähnt. Und da ich nun einmal Breaking Bad vergötterte, freute ich mich umso mehr auf die Serie True Detective, die interessanterweise mal sowas von nicht Breaking Bad ist, zumindest nicht die ersten beiden Episoden.

True Detective lebt von zwei ungleichen Detectives, die wie so oft zusammengewürfelt werden. Nach kurzer, wenngleich erfolgloser Eingewöhnungszeit müssen sie einen perfiden Fall lösen, der beide an die Grenzen ihrer selbst bringt. Der eine, Detective Rust Cohle (Matthew McConaughey), ein ruheloser und in sich gekehrtes Genie auf seinem Fachgebiet, der andere Detective Marty Hart (Woody Harrelson), ein angesehener Detective mit Familie. Zusammen ergeben sie eine Art altes Ehepaar, ständig am Necken, aber verbunden durch ihr Tun.

Erzählt wird die Geschichte in Rückblenden. So werden beide getrennt voneinander interviewt, der eine runder und kahler geworden, der andere dafür zottelig-versoffen. Was ist in den letzten Jahren passiert? Nun, genau darum geht es. Was ist passiert? Nach und nach weicht der Nebel, offenbart bis dato aber nur düsterstes Drama.

True Detective ist auf den ersten Blick ein reinrassiges Drama mit bitterbösem Hintergrund. Die geschaffenen Charaktere werden hervorragend von den Darstellern verkörpert, allen voran Matthew McConaughey, der mich nach dem großartigen Dallas Buyers Club einmal mehr zu begeistern weiß. So gibt er eine derart undurchschaubare Person, dass einem Angst und Bange wird. Abseits davon allerdings langweilt mich die Serie im Augenblick noch etwas. Die Minuten ziehen sich wie Stunden und die Cliffhanger am Ende jeder Episode animieren mich kaum zum Weitergucken.

Ich hoffe wirklich sehr (und vermute auch), dass True Detective zum Ende hin deutlich an Fahrt aufnimmt. Im Augenblick jedenfalls empfinde ich den Vergleich mit Breaking Bad als unangebracht, seien es nun der Stil, die Charaktere oder die zugrunde liegende Idee.

… more to come

Update 11.09.2014: Episode 3 & 4

Und wieder zwei Episoden, getreu dem Motto mühsam nährt sich das Eichhörnchen. Und mühsam ist es in der Tat. Woran es liegt, dass ich mich etwas schwer mit der Serie tue, kann ich noch nicht genau sagen, aber langsam und sicher komme ich der Auflösung hierzu auf die Spur, sowie die Detectives ihrem Mörder.

Es ist die Thematik. Vermutlich. Ich werde einfach nicht warm mit dem Geschehen. Immer noch kommt mir die Stunde je Episode vor wie 2, 3 oder 4 Stunden. Ja, das Geschehen innerhalb dieser Zeit ist immer noch bemerkenswert, wenngleich es mich persönlich eher selten bis gar nicht tangiert. Themaverfehlung nennt man das in der Schule.

Matthew McConaughey und Woody Harrelson spielen zu jeder Zeit herausragend, daran gibt es nichts zu rütteln. Zudem wachsen ihre Charaktere an ihren Herausforderungen. Neue Facetten erscheinen von Episode zu Episode und die Liebe-/Hass-Beziehung zwischen den beiden schreitet stets voran. Die gelungen triste Optik tut zum depressiv-gruseligen Geschehen ihr übriges. Dazu gesellen sich mittlerweile mehrere Nebendarsteller die immer mehr ins Geschehen finden und ihren Teil dazu beitragen.

Weiterkämpfen ist angesagt! Ich werde diese erste Staffel bis zum Ende sehen. Und wenn es das letzte ist, was ich tue. 😉 Und immer noch hoffe ich, dass sie mich zum Ende hin aus den Socken gerissen hat, wenngleich ich aktuell die Hoffnung verliere. Ich erinnere mich einfach an Serien wie Breaking Bad, Lost oder Prison Break, die mich schon mit Episode 1 an sich gefesselt hatten. Dies schaffte True Detective mit insgesamt 4 Episoden (noch) nicht.

… more to come

Update 23.09.2014: This is the end,…

Nach meinem letzten Update wäre es nur logisch gewesen, mit Episode 5 & 6 fortzufahren. Anstatt dessen ließ ich diese als eigenständigen Eintrag aus und übermittle meine Erfahrungen zum Rest der Serie, sowie der Serie als Ganzes.

Geschafft! Für mich zähe und quälende Stunden sind vorüber. Die Serie True Detective konnte mich wider Erwarten nicht in ihren Bann ziehen. Bis zum Ende wussten mich die Charaktere, die Optik und die Grundidee zu begeistern, doch die Geschichte an sich schlich sich nicht in mein Herz, sondern machte einen großen Bogen darum. Den Grund dafür kann ich mir nicht erklären. Eigentlich wollte mir die Serie von Beginn an gefallen. Ich wusste die Leistungen der Darsteller stets zu schätzen und auch sonst gibt es kaum etwas an der Serie auszusetzen. Es ist schlichtweg die Thematik, die mich nicht ansprach. Punkt und Ende. Grundsätzlich verdient die Serie die hier ausgegebene Wertung. Nur ich persönlich würde mir diese nicht noch einmal ansehen. Schade, aber auch in Ordnung, wenn man bedenkt, wie viele großartige Serien nur darauf warten verschlungen zu werden.

Fazit

Großartig, aber definitiv nicht für jedermann.

PS: Staffel 2 steht bereits in den Startlöchern und mittlerweile ist bekannt, dass Colin Farrell und Vince Vaughn die Hauptrollen darin übernehmen werden. Bei den ersten beiden Episoden wird Justin Lin Regie führen.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan… Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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7 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    Mmh… den Vergleich mit „Breaking Bad“ sehe ich auch überhaupt nicht. Eher würde ich „True Detective“ ja noch mit „American Horror Story“ in Verbindung bringen… und das auch nur, weil beide Serien das gleiche Konzept verfolgen, dass nach jeder Staffel eine komplett neue Geschichte erzählt wird.

    Zur Serie selbst kann ich nur sagen, dass ich sie wahnsinnig gut fand. Ich werde sie mir jetzt auch noch mal in Ruhe anschauen… und dann meine Review schreiben… Auf jeden Fall habe ich sie beim ersten Mal an einem Stück durchgeguckt. Ich fand’s super, find’s super… alles super.

    Ich hoffe, sie findet auch bei dir Anklang 😉

    • Dominik sagt:

      *bam* – und wieder 2 Episoden, kaum Besserung in Sicht. 🙁

    • donpozuelo sagt:

      Ja, schade. Aber witzig ist, dass wir wohl gerade (und auch etwa im gleichen Tempo) die Serie zusammen schauen. Ich guck sie auch gerade noch einmal, bevor ich was dazu schreibe. Und mir gefällt’s nach wie vor echt gut.

      Ich weiß nicht, ob ich von Themaverfehlung sprechen würde, aber ich kann dich durchaus verstehen. Die Serie nimmt sich extreeeeeeeeeeeeeem viel Zeit, springt immer mal wieder hierhin und dahin… aber es entwickelt sich alles noch.

      Ich gebe die Hoffnung noch nicht auf, dass die „Detectives“ dich noch fesseln! 😀

    • Dominik sagt:

      Ende Gelände. Geschafft, in jeglicher Hinsicht. 🙁

  2. donpozuelo sagt:

    Mmh… schade. Ich hab sie jetzt auch durch (schon zum zweiten Mal) und ich finde sie nach wie vor toll… ich kann aber nach der zweiten Sichtung durchaus verstehen, warum sie bei dir vielleicht nicht angekommen ist.

    Naja… vielleicht erwischen sie dich ja mit Staffel 2 😀

  3. Ich habe es nach zwei Episoden geschmissen. Das „feeling“ stimmte einfach nicht.

  1. 24. September 2015

    […] Filmherum / Medienjournal (10/10) / Singende Lehrerin (10/10) / Tonight is Gonna Be a Large One 10/10 / Xanders Blog (9/10) […]

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