The Ghost in the Shell

Filmherum:5/55 von 5 Sterne von Dominik
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Noch in dieser Woche startet „Ghost in the Shell“ mit Scarlett Johansson in der Hauptrolle und damit die erste große „Real-„Verfilmung zur längst zum Kult avancierten Manga- und Anime-Reihe.

Mit dem Manga setzte Masamune Shirow im Jahr 1989 den Startschuss für eine außergewöhnliche und seiner Zeit eigentlich weit vorauseilende Reihe. „The Ghost in the Shell“ ist ein Paradebeispiel für die extreme Qualität und Wirkung von Mangas. So versetzt uns die Geschichte in das Jahr 2029, in dem viele Menschen Cyborgs sind. Zahlreiche Körperteile werden durch künstliche Implantate ersetzt, so zuweilen auch das Gehirn. Die sog. Cyberbrains werden dann nur noch durch den Shell gestützt. Eine Biokapsel, die letztendlich die übrig gebliebenen, menschlichen Gehirnzellen mitsamt dem Ghost (Geist) beinhaltet.

Heute aktueller denn je

Die Thematik von Cyborgs, allen voran von künstlichen Gehirnen und der allgegenwärtigen Vernetzung ist heute aktueller denn je. Doch damals schon war man sich der Gefahren bewusst. Vernetzung sorgt immer auch dafür, dass man angreifbar wird. So taucht im Manga der Puppetmaster auf, ein Hacker, der die extremen Sicherheitsbarrieren der Shell zu überwinden weiß und seine Opfer in gedanken- und identitätslose Lakaien umschreibt.

Der Manga handelt, wie der darauffolgende Anime und die kommende Verfilmung auch, zum Großteil von Major Motoko Kusanagi. Sie arbeitet für die streng geheime Sektion 9 und hat den Auftrag den Puppetmaster zu finden. Dabei muss sie allerdings mit äußerster Vorsicht vorgehen. Ihr letzter, noch menschlicher Part ist ihr Ghost, während alle sonstigen Körperteile durch künstliche ersetzt wurden.

Der Puppetmaster ist nicht aufzufinden und gefährlicher als jede Bedrohung zuvor. Bis Sektion 9 allerdings auf ihn trifft, erfährt diese eine spannende Einführung. Man lernt die Hauptfiguren mit all ihren Eigenheiten kennen und lieben. Da wäre, wie bereits erwähnt, Major Motoko Kusanagi, die mit bester Laune ihrer Aggressivität freien Lauf lässt. Batou ist ihr Kollege und bester Freund. Nur ihm vertraut sie ihre Geheimnisse an, und wie sie ist auch er ein vollständiger Cyborg.

Großartige Neuauflage

Die fantastische Neuauflage des ersten Bandes, die alle 11 Kapitel (uncut) beinhaltet, kommt im Hardcover in der original Leserichtung daher. Zahlreiche Kapitel starten mit farbigen Zeichnungen, die oft nach nur wenigen Seiten langsam aber fließend zu schwarzweiß übergehen. Optisch fand ich beide Seiten der Münze ansprechend. Die farbigen Panels wirken einfach ganz anders als die ohne Farbe. So heben sich allen voran die mitunter erschreckend brutalen Panels mit roter Farbe deutlich von den darauf folgenden ab. Andererseits sind die Zeichnung grundsätzlich derart detailliert und aufregend, dass die Kolorierung zwar nicht unbedingt stört, aber genauso wenig notwendig gewesen wäre.

„The Ghost in the Shell“ ist nicht nur knallhart und ehrlich, sondern auch mit dem Manga-typischen Humor in Wort und Bild durchzogen. Doch damit nicht genug: Visuell aufreizende Sexszenen offerieren mit Nachdruck, dass dieses Buch NICHT in Kinderhände gehört.

Die Hauptgeschichte ist packend und wird durch eng miteinander verzweigte Nebengeschichten aufgelockert. Im Gegensatz zum Anime bietet die Mangavorlage das eine oder andere Detail, das für die (alte) Filmauswertung leider Federn lassen musste. Und genau diese machen „The Ghost in the Shell“ zu einem Pflichtkauf für Fans des Animes sowie Mangafans im Allgemeinen. Masamune Shirow schuf etwas sowohl unterhaltsames als auch außerordentlich nachdenklich stimmendes. Etwas, das heute aktueller ist denn je. Kein Wunder also, dass die Grundidee endlich auch in Hollywood Wurzeln schlagen konnte.

Werde ich das Manga noch einmal lesen? Nein, noch viel öfter!

„Ghost in the Shell“ startet am 30. März 2017 im Kino. Ich bin schon sehr auf die Umsetzung gespannt, freue mich allerdings auch darauf, euch schon bald vom 2. Manga zur Reihe berichten zu können.

Und bevor ich es vergesse: Der Anime hat es nun endlich auch zu iTunes und Co. geschafft. Für gerade einmal 10 EUR bekommt ihr den Film in HD!

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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2 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    Sehr cool. Danke. Ich grübele schon die ganze Zeit, ob ich mir den mal holen soll. Jetzt werde ich das wohl tatsächlich mal machen.

  2. Na das klingt ja mächtig gut. Obwohl ich alle GitS Filme und die meisten Serienableger gesehen habe und ein großer Fan bin, war ich mir allerdings nie sicher, ob ich das auch vom Manga würde sagen können wegen des Levels an Gewalt und Sex, das vermute ich mal das im Film gesehene bei weitem übersteigt …

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