Zwei vom alten Schlag (2013) Filmkritik

Filmherum:3/53 von 5 Sterne von Dominik
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Man nehme eine Portion „Rocky Balboa“, einen Tropfen „The Expandables“ und heraus kommt „Zwei vom alten Schlag“, ein Film, der auf alte(rnde) Tugenden setzt. In diesem Streifen treffen nach über 30 Jahren Auszeit 2 Boxlegenden „endlich“ wieder aufeinander. Der eine, Billy „The Kid“ McDonnen (Robert De Niro), völlig begeistert von der Idee des Opakampfs, der andere, Henry „Razor“ Sharp (Sylvester Stallone), mehr als nur entsetzt darüber. Doch nach ein bisschen Gewedel mit Geldscheinen seitens des extrem nervigen Dante Slate, Jr. (Kevin Hart) lässt sich der gute Herr Razor dann doch in Richtung Ring bewegen.

„Zwei vom alten Schlag“ ist witzig. Danke, Alan Arkin. Als scheintoter Trainer Razors sorgt er mit den coolsten Sprüchen für die perfekte Portion Witz, die dann aber dennoch irgendwie unterzugehen droht. Denn zwischen seinen bissigen Lebensweisheiten ist viel Platz für seichtes Familiendrama und etwas zähe Boxaction. Dabei machen unsere zwei Titelhelden zwar immer noch eine – für ihre Verhältnisse – gute Figur, können das etwas lahme Drehbuch aber dennoch nicht retten. So ist Kim Basinger als Sylvester Stallones Flamme im Film mehr nettes Beiwerk und Robert De Niros Filmsohn der coole Junge von Nebenan mit einem Herz aus Zuckersirup.

Ich denke, dass mich vor allem diese vermutlich sogar erwünschte Vertrautheit seitens der Macher gestört hat. Frische Ideen sucht man hier vergeblich. Anstatt dessen gibt es Oldie-Action, die mehr als nur einmal auf den in Mode kommenden Spruch setzt, dass jemand wohl endgültig „zu alt für diesen Scheiß“ wäre. Schön hingegen gefielen mir ein paar gut platzierte Hommagen, beispielsweise auf die Rocky-Filme.

„Zwei vom alten Schlag“ war im Nachhinein echt nett, aber bei reifer Überlegung nichts anderes als „Rocky Balboa“ inkl. Robert De Niro. Wenigstens konnte dann der Endkampf im wahrsten Sinn des Wortes etwas reinhauen und mit einer vorhersehbaren Wendung die Tränendrüse streicheln.

Fazit

Hat man einen Stallone gesehen, kennt man sie alle. Irgendwie schien er auch hier hin und wieder seinen Hintern auf dem Regiestuhl platziert zu haben. So wirken der Stil, die Charaktere und vor allem auch die Geschichte inkl. Ausgang letztendlich viel zu vertraut, sodass man nach (oder während) dem Abspann mit einem „nett“ auf den Lippen den Ausknopf der Fernbedienung ansteuert.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan… Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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