Zorn der Titanen (2012) Filmkritik

Filmherum:3/53 von 5 Sterne von Dominik
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3,67 von 5 Sterne (3 Bewertung(en))

Die Story ist so schnell erzählt, wie der Film vorbei ist. Perseus (Sam Worthington) hat den Kraken in Teil 1 besiegt, freut sich 10 Jahre später mit dem Sohnemann auf ein ruhiges Leben als Fischer, wird dann aber böse aus dem gelebten Traum geweckt, als sich die Titanen gegen die Götter erheben, da Hades (Ralph Fiennes) einmal mehr keine Lust auf Zeus (Liam Neeson) hat. Dem Film nach eine logische Konsequenz: Nur Perseus, ein Halbgott, kann gegen den mächtigsten aller Titanen bestehen.

Ich habe mich wirklich auf „Zorn der Titanen“ gefreut, da ich einer der wenigen Menschen bin, denen „Kampf der Titanen“ gefallen hat. Das lag vielleicht nicht an der überschaubaren Story, mehr aber an den eingesetzten Sagengestalten, den tollen Effekten und massig sinnfreier Action. Mit derselben Einstellung ging ich also ins Kino und wurde vor allem mit Action und einmal mehr grandiosen Effekten bedient. Schade ist, dass man es geschafft hat, die kaum vorhandene Story des Erstlingswerks auf ein Minimum zu reduzieren. Und genau das kommt dem Film entgegen meiner Erwartung nicht zugute. „Zorn der Titanen“ ist immer noch gutes Popcornkino, soviel steht fest. Allerdings sollte man dieses mal wirklich mit enorm wenig Anspruch an die Sache herangehen.

Zorn der Drehbuchautoren

Da anscheinend viel zu viel Wert auf den Einsatz von Computern gelegt wurde, vernachlässigte man wohl das Drehbuch und somit die Charaktere. Zeus, oder vor allem Hades, wirkten unglaublich flach. Und das, obwohl Hades in Teil 1 so herrlich böse war. Da gab das Drehbuch wohl nicht wirklich viel Platz für ein gelungenes Spiel her. Ebenso sind manche Wendungen einfach überzogen unrealistisch. Gehe ich wieder auf meinen Liebling Hades ein, so ist sein Sinneswandel mitten Film absolut nicht nachvollziehbar. Ein Mann/Gott, den man nun mehrere Male verbannt hat und der im ersten Teil nichts für seinen Bruder übrig hatte, kämpft urplötzlich mit seinem Gewissen, obwohl er selbst den wohl zähflüssigsten Titanen aller Zeiten heraufbeschwört hat? Wie unglaubwürdig.

„Zorn der Titanen“ ist leider nur ein Actionfeuerwerk mit gelungenem CGI-Einsatz. Und selbst dabei möchte ich behaupten, dass „Kampf der Titanen“ besser war. Vielleicht auch deshalb, weil es dort die cooleren Sagengestalten gab.

Fazit

Enttäuschung macht sich bei einem Film breit, bei dem man eh nicht viel erwartet hat. Gibt es etwas schlimmeres? „Zorn der Titanen“ ist flachstes Popcornkino, das sich zu sehr auf die überaus gelungenen Effekte konzentriert und die Story des Erstlings nicht wirklich sinnvoll, dafür aber gelungen unglaubwürdig, fortsetzt.

2011 Warner Bros. Ent. (Poster)

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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4 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    Klingt für mich alles zu sehr nach Teil 1 und der hat mir schon nicht so gut gefallen.

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