X-Men: Zukunft ist Vergangenheit (2014) Filmkritik

Filmherum:4.5/54.5 von 5 Sterne von Dominik
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(4 votes, average: 4,00 out of 5)

Der etwas irreführende Titel ist weniger irreführend, wenn man bedenkt, dass er auf auf die gleichnamige Comicvorlage zurückzuführen ist. Obwohl, selbst dann nicht. Wie auch immer, in der Vorlage schicken die übrig gebliebenen X-Men in einer nicht allzu fernen Zukunft, um genau zu sein dem Jahr 2013, Kitty Pryde zurück in die Vergangenheit um die Zukunft zu ändern. Im Film hingegen ist Wolverine der Zeitreisende, wohl dem Umstand geschuldet, dass er beim Publikum schlichtweg gut ankommt. Und in der Tat ist Hugh Jackman in seiner Paraderolle als übellauniges Muskelpaket mit widerspenstiger Haarlocke eines der zahlreichen Zugpferde dieses Films. Denn neben ihm wissen vor allem Jennifer Lawrence als Mystique, James McAvoy als Charles (Jr.) und Michael Fassbender als Magneto (Jr.) zu begeistern.

„X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ ist sozusagen die Quintessenz aller X-Men-Filme und zahlreicher Comicvorlagen. Ein gut geschnürtes Gesamtpaket, verpackt in (endlich mal) sehenswertem 3D, garniert mit feinsten Effekten. Dabei achtete Regisseur Bryan Singer allerdings auch haargenau darauf, die X-Men-typische Erzählweise beizubehalten und damit mehr auf packende Dramatik als Effektoverflow zu setzen.

Effekte, Story, Effekte

50 Jahre nach 1973 liegt die Welt in Schutt und Asche. Die anpassungsfähigen Mutantenkiller, genannt Sentinels, machen Jagd auf alle mutierten und voraussichtlich bald mutierenden. So wird die Menschheit nach und nach dezimiert und ein Pack blutdurstiger Roboter hält Wache auf dem Häufchen Elend, das sich einst einmal Erde nannte. Diese Sentinels entstammen unzähligen X-Men-Comics und machen ihrem Namen alle Ehre. Die ersten Minuten sind geilste Effekthascherei mit Sentinels, die nicht genialer hätten sein können. Doch schon kurz nach dem wirklich spektakulären Einstiegskampf reist Wolverine zurück in die Zeit der Schlaghosen und nur selten werden X-Men-Kräfte offensichtlich eingesetzt. Nun steht die Entwicklung zahlreicher Charaktere im Vordergrund, darunter auch die meines heimlichen Helden des Geschehens, Pietro Maximoff, auch Quicksilver genannt. Seine (leider Gottes) allzu kurze Screentime macht er durch die wohl großartigste Szene im gesamten Film wieder wett. Lasst euch überraschen!

Nun sind wir also in der Vergangenheit, die junge Charles-Variante kann wieder laufen und auch sonst tue ich mich schwer die Geschehnisse zeittechnisch zwischen all den bisher erschienenen X-Men-Filmen einzuordnen. Doch nach und nach gelingt mir das zu einem gewissen Teil, sodass etwaige Logiklöcher, die Zeitreisen nun einmal so mit sich bringen, schnell wieder vergessen sind.

Überraschenderweise nimmt Mystique im Film eine beachtlich große Rolle ein und Jennifer Lawrence weiß diese natürlich auch perfekt auszufüllen. Schlussendlich ist sie es, die die Entstehung der Sentinels eher unfreiwillig vorantreibt. Dazu ein kleiner Hinweis am Rande: Grob orientierte man sich auch hier an der Comicvorlage in Einklang mit den bisherigen Geschehnissen vorangegangener X-Men-Filme. Toll gelöst!

Irgendwann ist man dann auch schon beim „Endkampf“ angekommen, der uns durch die Rettung oder den Untergang in letzter Minute noch einmal so richtig in den Kinosessel drückt. Irgendwie konstruiert, aber immerhin packend!

Fazit

„X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ ist auf gewisse Art und Weise der eierlegende Wollmilchmutant. Der Film kann alles und macht viel, krankt aber dennoch hier und da ein ganz klein wenig. So werden vor allem Comicabstinenzler nicht unbedingt glücklich über die eine oder andere Szene sein, Comicleser hingegen Bryan Singers Umsetzung durchaus zu schätzen wissen.

PS: Zum Glück steht mit „X-Men: Apocalypse“ am 19.05.2016 bereits der nächste Teil an, der nach dem Abspann sogar schon angeteasert wird.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan… Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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2 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    Na da bin ich ja mal gespannt. Ich sehe den heute und freu mich schon sehr 😀

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