X-Men: Erste Entscheidung (2011) Filmkritik

Filmherum:3.5/53.5 von 5 Sterne von Dominik
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(4 votes, average: 4,25 out of 5)

Voller Erwartungen stürzte ich mich gestern in meinen roten Kinosessel, ließ 20 Minuten Werbung und Trailer auf mich wirken, stellte fest, dass ich in einem Kino mit Digitalprojektor sitze und erlebte kurz danach ein Déjà-vu.

Wir beobachten Eric Lehnsherr, wie er als Kind von seinen Eltern getrennt wird und das dem Anschein nach massive Metalltor einzig mit seiner Hand und Tränen übersähtem Gesicht verbiegt. Kommt uns das nicht irgendwie bekannt vor? Sollte es auch! Denn die Szene ist herausragend der Ur-Szene aus X-Men 1 nachgestellt. Und glücklicherweise lief kurz darauf nicht der Film aus dem Jahr 2000, sondern weitere Szenen zu Erics ersten Jahren in Auschwitz. Und schnell wurde mir klar – der Film ist düster!

Binnen weniger Minuten erleben wir, warum Eric zu Magneto wurde und wieso er von einer darartigen Wut angetrieben wird. Wir erleben, wie Charles ihm zu helfen versucht und beide gute Freunde werden. Und natürlich erleben wir auch das Ende dieser Freundschaft. X-Men: Erste Entscheidung ist ein Film über die Beziehung zweier Männer, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Hervorragend verkörpert von James McAvoy als Charles Xavier (Professor X) und Michael Fassbender als Erik Lehnsherr (Magneto).

Diese Beziehungskiste ist derart gut ausgearbeitet, dass alles andere in den Schatten gestellt wird. Die „neuen“ X-Men wie z. B. Banshee sind sowas wie Kanonenfutter. Sie sind halt einfach da. Einzig vielleicht Mystique und Hank sind noch interessant, da man auch von ihnen etwas mehr erfährt.

Loben muss ich den treibenden Score mit seinem einprägsamen Main-Theme, die vielen gelungenen Verknüpfungen zu den alten Filmen, und dass trotz der 131 Minuten Laufzeit keine Langeweile aufkommt.

Fazit

Mir hat der Film sehr gut gefallen! Er ist interessant, bietet tolle Actionszenen, erstklassige Effekte, überzeugende Hauptdarsteller, einen tollen Score, einige Insidergags und viele wichtige Momente, die Nicht-Comic-Leser bisher nur erahnen konnten. So z. B. wie Charles eigentlich in den Rollstuhl kam. Selbstverständlich stimmt das nicht 1:1 mit den Comics überein, fügt sich aber perfekt in die Filmreihe ein.

Wo Sonne ist, ist aber auch Schatten. Es gibt so einige Logiklöcher, über die man großzügig hinweg sehen sollte. Die jungen X-Men unter Charles sind weder stark präsent, noch gut besetzt oder gar interessant. Auch der Endgegner sowie der Endkampf sind mehr schlecht als recht. Es geht eben hauptsächlich um Magneto und Professor X. Und genau dieses Beziehungsdrama ist sehr gut ausgearbeitet!

Mehr zu „X-Men: Erste Entscheidung“:

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan… Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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2 Responses

  1. Riemy sagt:

    Gute Kritik!
    Stimme den ganzen fast 1:1 zu!
    Sehr guter X-Men Streifen (vielleicht mit Teil 2 der Beste!).
    Vaughn mausert sich zu einem meiner Lieblingsregisseure (Kick Ass war ja auch schon toll).

  2. Steffen sagt:

    Ja also mir hat der Film auch sehr gut gefallen – durch den relativ jungen Cast hat man mal ganz neue Gesichter in der Story gesehen

    @Riemy: Ja, ich finde Vaughn macht echt gute Arbeit – ich war von KICK ASS auch sehr begeistert.

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