Wolfman Filmkritik

Filmherum:3/53 von 5 Sterne von Dominik
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Werwölfe und Vampire sind nicht erst seit „Twilight“ in aller Munde. Schon vorher gab es hervorragende Filme wie „Interview mit einem Vampir“ oder „American Werewolf“. Der neueste Ableger namens „Wolfman“ mit Benicio Del Toro und Anthony Hopkins in den Hauptrollen, zeigt, wie man die alte Tradition annähernd gut weiterführt.

Die Story ist schnell erzählt: In irgendeinem Wäldchen macht ein Tier die Runde, das die Angewohnheit hat, Menschen äußerst blutig das Fell über die Ohren zu ziehen. Als dann der Bruder von Lawrence Talbot (Benicio Del Toro) von diesem misteriösen Tier umgebracht wird, verschlägt es Lawrence zurück an den Ort des Schreckens. Kurz darauf geht dieser auf die Jagd, wird selbst gebissen und verwandelt sich fortan in einen Werwolf, was der ortsansässigen Bevölkerung so gar nicht in den Kragen passt. Nebenbei versucht Lawrence aber krampfhaft den Mörder seines Bruders zu finden.

Die Geschichte hört sich leider genau so langweilig an, wie sie auch wirklich ist. Der Film ist ziemlich vorhersehbar, punktet aber umso mehr mit Schockmomenten und blutigen Einlagen. Entweder war ich früher nicht so leicht zu erschrecken, oder der Film hat es wirklich in sich. Nicht selten kam es vor, dass so mancher Kinobesucher einen kleinen Sprung vollführte. In Szene gesetzt wird das durch altbekannte Mittelchen wie sehr hohe Lautstärke bei Effekten oder plötzlich erscheinende „böse“ Bilder. Respekt, das hätte ich nicht erwartet. Anspannung war zumindest dadurch geboten. (Bitte Lockerungsübungen für danach einprägen oder mitnehmen!)

There will be blood…

Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber was mir da an blutigen Geschnetzel geboten wurde – ich wusste nicht mehr, ob ich wirklich in einem FSK 16 Film sitze. Es fallen Gedärme heraus, es werden einzelne Finger abgerissen, Körperteile abgetrennt, Blut spritzt, usw. Heiliger Strohsack! Für Fans solcher Genres ein Muss! Der Werwolf geht wirklich nicht zimperlich zur Sache. Vor allem hat er in diesem Film keinerlei Skrupel. In anderen Werwolf-Filmen spielt ja gelegentlich die gute Seele mit rein. Nicht so hier! Alles was zerfleischt werden kann, wird auch zerfleischt!

Über die Darsteller braucht man nicht viel zu sagen. Die Hauptdarsteller und auch viele Nebendarsteller machen ihre Sache gut. Benicio Del Toro, sowieso mit einem recht traurigen Gesicht ausgestattet, kauft man den inneren Konflikt sofort ab. Anthony Hopkins, am Anfang noch undurchschaubar, später von Gleichgültigkeit und Brutalität gezeichnet – sehr gut gespielt! Hier gibt es nichts auszusetzen. Lediglich, dass die schauspielerischen Fähigkeiten nicht vollends zur Geltung kommen. Liegt es nun an der kurzen Laufzeit oder dem etwas schwachen Drehbuch, es ist fast zu vernachlässigen.

Ganz kurz…

Die Filmmusik fand ich sehr passend. Düster, fesselnd, anspannend. Das Setting, die Kostüme oder die Bärte der Darsteller fingen die Atmosphäre perfekt ein. Nichts sah billig aus. So auch die Effekte, die allerdings zu kurz geraten sind. Die Verwandlungsszenen haben mir sehr gut gefallen, sind aber in wenigen Schnitten abgeschlossen. Einfach mal richtig draufhalten mit der Kamera und von Anfang bis Ende beobachten, was genau passiert – das fehlt hier einfach!

Fazit

Wolfman ist ein guter Werwolf-Film, den ich Fans des Genres empfehlen kann. Für einen gemütlichen Kino- oder Filmeabend ist der Film nicht geeignet. Um einfach mal wieder Horroratmosphäre und blutige Einlagen zu erleben aber schon! Ein Must-Have ist dieser Film nicht. Nach 1x Ansehen dürften die meisten bedient sein.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan… Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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