Wir kaufen einen Zoo (2011) Filmkritik

Filmherum:3.5/53.5 von 5 Sterne von Dominik
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4,00 von 5 Sterne (3 Bewertung(en))

„Wir kaufen einen Zoo“ sitzt, wackelt und hat Luft. So sagt man doch für etwas, das schlichtweg passt. Oder etwa nicht? Denn als der Abspann über meinen Fernseher lief, verblieb eine gewisse Heiterkeit innerlich und äußerlich, sowie ein fragendes Etwas, das mich nicht los ließ: Wie kann man bei soviel Kitsch derart glücklich sein?

„Wir kaufen einen Zoo“ basiert auf einer wahren Geschichte in der eine Familie, bestehend aus einem übermütigen Papa, dem Möchtegern-Emo-Sohn und der zuckersüßen Tochter, einen Zoo kauft. Und nach ein paar Anlaufschwierigkeiten, die dank Zuckerguss zu absolut keiner Zeit wie Schwierigkeiten wirken, läuft das Ding wie eine Eins!

Matt Damon, Scarlett Johansson und Thomas Haden Church – 3 Namen, die zu gefallen wissen. Und in der Tat hat mich vor allem Scarlett Johansson überrascht, die einmal mehr mit einer ungewohnten Figur zu überzeugen weiß. Matt Damon hingegen gibt gekonnt den trauernden Helden und Thomas Haden Church hält die besten Sprüche parat. Insgesamt wirkt das Schauspiel innerhalb und außerhalb dieser Gruppe äußerst stimmig, führt letztendlich aber auch nur zu Wohlgefallen. Denn wie gesagt, Drama ist hier nicht. Dafür wurde die Geschichte zu schön ausgeschmückt und wirklich dramatische Momente werden stets mit einem lockeren Spruch aufgelockert. Aber irgendwie muss der FSK-0-Sticker ja seine Daseinsberechtigung haben, nicht wahr?

Würde also nicht der gesamte Film mit der Zuckerstange versuchen, Heiterkeit in einen zu prügeln, könnte man die annehmbare Story schlucken wie ein Bonbon. So aber scheint ihre Daseinsberechtigung begrenzt – leider. Man spürt zu jeder Sekunde, dass der Film vor allem auch für Kinder gemacht ist und einen wichtigen Punkt, den beispielsweise Pixar seit Jahren versteht, außer Acht lässt: Unterhaltung für alle Altersgruppen. Ergo bleibt einem nichts anders übrig, als hier und da und dort und auch da immer wieder ein Auge zuzudrücken. Denn nur so entpuppt sich der Film als heiterer Feel-Good-Movie.

Das Fazit fällt recht einfach aus: „Wir kaufen einen Zoo“ ist so zuckersüß wie kitschig.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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2 Responses

  1. Feel-Good-Movie mit 3.5/5 trifft es gut. Leichte Kost auch für große Kinder wenn es mal unkompliziert sein soll.

  2. bullion sagt:

    Halt einfach nur schön. Braucht es eben auch manchmal. Habe den sehr gerne gesehen und freue mich, dass ihn zumindest noch jemand in der filmischen Blogosphäre kennt und zu schätzen weiß 🙂

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