Wer’s glaubt, wird selig – Salvation Boulevard (2011) Filmkritik

Filmherum:2.5/52.5 von 5 Sterne von Dominik
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Pastor Dan Day (Pierce Brosnan), ein charismatischer Diener Gottes, hat mit seinem Charme eine komplette Kleinstadt erobert. Dank ihm ist die Kirche populär wie nie zuvor. Auch Vorzeigeehemann Carl (Greg Kinnear) ist seiner Frau Gwen (Jennifer Connelly) zuliebe konvertiert und somit nun Teil dieser Gemeinde. Doch seine heile Welt gerät unverhofft ins Wanken, als er unfreiwillig Zeuge eines Mordes wird: Dr. Paul Blaylock (Ed Harris) wird erschossen … von niemand Geringerem als Pastor Dan Day höchst persönlich. Ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt, denn eines ist klar: die Wahrheit darf niemals ans Licht gelangen!

„Wer’s glaubt, wird selig“ ist eine der Komödien, die gar nicht erst versucht mit Nachdruck für Lacher zu sorgen. Dementsprechend schwer wird sich so manch einer tun, den Film amüsant zu finden, obwohl die Grundidee richtig gut ist. Die „Überchristlichkeit“ wird geschickt an den Pranger gestellt, ohne dabei ins Lächerliche gezogen zu werden.

Pierce Brosnan als Pastor, der hauptsächlich sich selbst dient, verkörpert gekonnt das Böse in scheinheiliger Hülle. Ed Harris ist, zumindest bis er erschossen wird, für mich der Höhepunkt des Films. Er spielt seine Rolle mit viel Hingabe und einem liebenswert dämlichen Grinsen. Greg Kinnear als tragischer „Held“ der Geschichte weiß zumindest, wie man mehrere dumme Gesichtszüge aneinander reiht.

Der Film ist keine Komödie im eigentlichen Sinne, sondern eine bitterböse und etwas dahinplätschernde Kritik an der amerikanischen Kirche. Ich fand den Film interessant, aber nicht überragend. Lachen konnte ich leider nur selten, auch wenn ich eigentlich ein großer Fan des schwarzen Humors bin. Ansehen würde ich mir den Film nicht noch einmal.

Fazit

„Wer’s glaubt, wird selig“ ist passabel gespielt und stellt eine gelungene Kritik am übertriebenen Glauben dar, enttäuscht aber etwas durch seine Langatmigkeit, die er dem lediglich im Unterton vorhandenen Humor zu verdanken hat.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan… Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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