Warm Bodies (2013) Filmkritik

Filmherum:3.5/53.5 von 5 Sterne von Dominik
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3,00 von 5 Sterne (1 Bewertung(en))

„Warm Bodies“ gibt es nun seit dem 11.07. auf Blu-ray und DVD. Grund genug, dem etwas anderen Zombiefilm einen Besuch abzustatten.

In „Warm Bodies“ verliebt sich Zombie R, der eh schon immer anders war als die anderen, in Julie, deren Freund sein Gehirn er sich einverleibt. Daraufhin werden seine Gefühle immer stärker und das Zombiedasein weicht mehr dem menschlichen Kern, der sich immer deutlicher nach außen hin abzeichnet.

Mjam

Lecker, Gehirn. Ich erinnere mich noch genau. Im Vorfeld waren die Unkenrufe äußerst laut, dass es sich um einen Twilight-Abklatsch mit Zombies handelt. Von wegen. „Warm Bodies“ unterscheidet sich grundlegend von der Glitzervampir-Saga, setzt geschickt auf Zombie-Tugenden, ist witzig und natürlich auch ein klein wenig romantisch. Müsste man es allerdings zusammenfassen, könnte man den Film als gelungenen Käse bezeichnen. Denn allein Nicholas Hoult’s Interpretation eines liebesbedürftigen Zombies ist so genial wie dämlich.

Ach ja, das „Mjam“ in der Überschrift steht natürlich für die leckeren Gehirne, die in diesem Film sogar einen Sinn haben. Durch das Verspeisen nimmt man also die Erinnerungen der Vorbesitzer auf. Nett! Und auch wenn es sich hier eigentlich nur um einen nicht weiter bebauten Grundstein handelt, so weiß dieser zu gefallen. Ebenso wie die – zum Teil – gelungene Atmosphäre. Was mich hingegen gestört hat, waren mehrere Längen, die scheinbar für Situationskomik sorgen sollten – taten sie aber nicht. Zudem wurde ich beständig das Gefühl nicht los, ein B-Movie zu sehen. Alles wirkt so roh und unfertig, obgleich – vermutlich genau deshalb – charmant.

Und dann war da noch John Malkovich, den wir hier in einer Nebenrolle sehen, wie man sie nur aus B-Movies kennt. Dementsprechend spielt er diese auch und sorgt dadurch lediglich für seinen Namen auf dem Cover. Die weiteren Darsteller tun es ihm gleich, mit Ausnahme der beiden Hauptdarsteller, die besorgniserregend besonders spielen. Hier gilt wohl das Motto, entweder es gefällt, oder nicht.

Fazit

Laute, zum Teil fetzige Musik, eine angenehme Geschichte und irgendwie nichts dahinter. „Warm Bodies“ hat mich persönlich gut unterhalten, vermutlich aber auch nur, weil ich dem Genre nicht abgeneigt bin. Und allgemein bin ich der Meinung, dass man für diesen Film ein wahrer Tausendsassa in Sachen Filmvorlieben sein sollte. Sprich, offen für alles und zugleich nichts.

Auf die Frage, ob der Film gut ist, antwortet man einfach mit einem zutreffenden und sich oft wiederholenden Zitat aus dem Film:

Nicht sicher.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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5 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    Ja, da kommt wieder mein Problem durch, dass ich in letzter Zeit vorher immer die Bücher lese. Ich fand den Film auch nicht schlecht, nur bleibt er halt weit hinter seinen Möglichkeiten… da gefiel mir das Buch echt besser.

    • Ich mache es genau anders herum, wenn überhaupt. Ich sehe mir erst die Filme an, und wenn mir der eine oder andere sehr gut gefällt, greife ich hin und wieder zum Buch. So macht sich die Enttäuschung gar nicht oder erst im Nachhinein breit. Mir persönlich geht es aber zumeist so, dass ich das Buch dann als sinnvolle Ergänzung ansehe – mal unabhängig davon, dass es vorher erschienen ist.

  2. donpozuelo sagt:

    Ja, ich glaube auch, dass das eine bessere Methode ist 😉 Vielleicht werde ich das demnächst auch mal so machen.

  3. … was ich an dem Film grossartig fand (ich bin auch offen für alles), war:

    er bringt der Zombie Story eine neue Perspektive, die ich so nicht kannte.

    Mensch liebt Zombie – grossartig – und die „Schminkszene“ mit „Pretty Woman“ im Soundtrack – ich lag am Boden vor lachen…

    Für mich ein Film mit andauerndem Augenzwinkern, der mich – bis auf das kitischige Ende – gut unterhalten hat.

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