WarGames – Kriegsspiele Filmkritik

wargames
Filmherum:4/54 von 5 Sterne von Dominik
Besucher: 1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne 4,00 von 5 Sterne bei 1 Bewertung(en)

Ich bin ja ein Kind der 80er, Jahrgang 83. Und seit jeher höre ich gerne die Musik der 80er, zuletzt vor allem ganz viel Synthwave. Auch die Spiele der 80er haben es mir heute noch angetan. Und so war es gar nicht einmal so abwegig, als ich mir das Hörbuch „Ready Player One“ aussuchte, das nicht nur von einer dystopischen Zukunft handelt, sondern in einer eigens dafür geschaffenen virtuellen Welt mit unzähligen Referenzen auf die goldene Zeit um sich wirft.

Der Film „WarGames“ treibt unter anderem die Story des Buches voran, was ich freilich neugierig machte, schließlich kannte ich den Film bis dato nicht. Und Streamingdiensten sei Dank, „WarGames“ konnte ich mir noch dieses Wochenende ansehen. Diese 2 Stunden Unterhaltung bestanden aus Faszination, Gefallen und herzlichen (Aus-)Lachen. Schließlich ist es heutzutage zu komisch zu sehen, wie man sich damals Supercomputer vorstellte.

Der Computer „WOPR“ im Film ist ein großer grauer Kasten, auf dem unzählige Lichtlein in unterschiedlicher Reihenfolge blinken. Es geht sogar soweit, dass eine Wissenschaftlerin mit Klemmbrett davor auf und ab läuft und sich Notizen macht – köstlich. 🙂 Aber abseits davon, denkt man einmal an die Zeit damals zurück, besaß der Film eine Brisanz wie kein Zweiter. Der kalte Krieg war allgegenwärtig und die Computer waren auf dem Vormarsch. Auch die Geschichte mit dem jungen Hacker, der eigentlich nur Videospiele spielen wollte, scheint schlüssig und nachvollziehbar erzählt. Matthew Broderick in der Rolle dieses Hackers ist dabei ein absoluter Goldjunge mit ahnungslosem Blick und verstecktem Übermut. Seine Filmpartnerin Ally Sheedy ergänzt ihn in seinem Tun hervorragend. Auch sonst sind die Darsteller für damalige Verhältnisse gut gewählt.

„WarGames“ mag heutzutage niemanden mehr vom Hocker reißen. Große 5,25 Zoll Disketten und Telefonhörer zur Datenübertragung? Erzählt das mal der Smartphone-Generation. Doch wie gesagt, die Prämisse des Weltuntergangs wird heute wie damals einwandfrei eingefangen und wiedergegeben. Man muss sich dafür nur in die damalige Zeit hineinversetzen können.

Ich hatte durchaus meinen Spaß und fühlte mich während des gesamten Films in meine doch sehr schöne Kindheit zurückversetzt. So wünsche ich mir das, und so habe ich auch beschlossen 2016 zu meinem persönlichen 80er-Jahr zu machen. Ich werde zahlreiche 80er-Streifen nachholen oder noch einmal sichten und auch gerne darüber schreiben. In diesem Sinne: Solltet ihr Geheimtipps abseits der wirklich großen Blockbuster aus diesem Jahrzehnt für mich haben – immer her damit!

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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2 Responses

  1. phyxius sagt:

    Ha, die Idee vom 83er-Filmejahr hatte ich vor einiger Zeit auch schon und „Wargames“ war auch einer der ersten Filme, die ich dafür gucken wollte. Deine Rezension macht darauf gleich noch mehr Lust.
    Ich habe in den Jahreslisten schon rumgesucht, weil ich aus 1983 bis auf „Star Wars VI“ nicht viel kenne. Allerdings kann ich „The Day After“ empfehlen. Das ist zwar kein Gutelaunefilm, weil er ganz ähnlich wie „Wargames“ die Eskalation des kalten Kriegs beschreibt und sich ausmalt, wie die Welt kurz nach einem Atomschlag so aussieht. Aber gerade wenn dich das politische Geschehen interessiert, kannst du den gut gucken.

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