Van Damme gegen den Rest der Welt (2011) Filmkritik

Filmherum:3.5/53.5 von 5 Sterne von Dominik
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Eine Serie über das Leben von Jean-Claude van Damme. Ja, warum eigentlich nicht? B-Movie-Darsteller verdienen eben auch etwas Aufmerksamkeit. Zudem durfte der Belgier vor kurzem ja auch in „The Expendables 2“ seine Fältchen zeigen.

Fünf Monate begleitete die Kamera Jean-Claude van Damme auf Schritt und Tritt und zeigt angeblich sein ungefiltertes Leben. Man sieht die „Muscles from Brussels“ stark, schwach, genervt und gut aufgelegt. Die große Frage nur ist: Muss man das? Selbst als Jean-Claude-Fan wird man von dieser Doku nicht übermäßig begeistert sein, auch wenn man angeblich alle Facetten des Schauspielers im Aufwind geboten bekommt.

Mein größtes Problem mit der Serie ist, dass ich vieles als zu gekünstelt empfand, auch wenn es angeblich authentisch und ungeschnitten gezeigt wird. Dennoch ist es interessant, van Damme bei seinen Drehs hinter den Kulissen zu beobachten, ihn in Dubai am Strand liegen oder mit seinen unzähligen Hunden spielen zu sehen. Einen Einblick in sein Leben erhält man nämlich tatsächlich. Man erfährt, dass er – zumindest jetzt – ein liebender Familienmensch ist, drogenabhängig war(!) und gerne Komödien drehen möchte. Zudem wird nicht verheimlicht, dass er eine Partysau ist und wirklich im Ring kämpfen und vor allem auch gewinnen möchte. Denn laut eigener Aussage wüsste er nicht, was er tun würde, wenn er nicht der Gewinner wäre. Beinahe scheint es so, als wäre dann sein Leben zu Ende.

Eines kann man Jean-Claude van Damme nicht absprechen: Er weiß zu unterhalten. Er ist ein lustiger Kerl, dem es letztendlich so ergeht, wie jedem ernsthaften Schauspieler oder zumindest denen, die es sein wollen. Er hat kaum Zeit für ein Privatleben, was sich natürlich auch bei seinem Aussehen bemerkbar macht. So sagt er mehr als nur einmal in der Maske, dass zu auffällige Falten schattiert werden sollen. Witzig, aber auch traurig. Denn das Rauchen und Trinken will er irgendwie nicht aufgeben.

Ja, „Van Damme gegen den Rest der Welt“ ist ungeschönt, aber dennoch nicht perfekt. Die Doku weist Lücken auf und scheint einige Einblicke zu verwehren. Trotzdem sieht der Fan Jean-Claude van Damme im Auto pupsen oder vor einer Kirche weinen. In bester Schauspiel-Manier eben. Doch ob gekünstelt oder nicht, die 4-teilige Doku kann man sich, ohne Folgeschäden befürchten zu müssen, problemlos einmal ansehen.

PS: Die DVD erscheint am 26. Oktober 2012.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan… Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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