Unsichtbar – Zwischen zwei Welten Filmkritik

Filmherum:4.5/54.5 von 5 Sterne von Dominik
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Eine Auseinandersetzung mit der Schulgang endet für Streber Nicklas tödlich. Oder doch nicht? Denn am nächsten Tag scheint er wieder quicklebendig und kann in die Schule gehen. Doch da nimmt ihn niemand wahr. Er ist unsichtbar, gefangen in einer Zwischenwelt, weder richtig tot noch lebend. Mit Hilfe einer Mitschülerin, die ihn als einzige wahrnehmen kann, macht er sich daran das Mysterium zu lösen und vielleicht zurück ins Leben zu kehren. Doch die Uhr tickt gegen ihn…

Drama-Thriller mit romantischem Tiefgang

Wer bei Unsichtbar einen 08/15 Film um einen unsichtbaren Typen erwartet, der von einem Schlamassel ins nächste gerät, liegt diesmal falsch. Der Film ist schon fast todernst. Wer witzige Momente sucht, ist hier absolut fehl am Platz. Es erwartet einem genau das, was als Beschreibung dort steht: Drama und Thriller. Die Geschichte um Nicklas zeigt das auf, wie es tagtäglich auf dieser Welt zugehen könnte. Verdächtigungen, Prügeleien, bis hin zum ungewollten Tod. Das alles zwar nicht brutal, aber sehr real erscheinend in Szene gesetzt. Nicklas erkennt während des Filmes, dass er in dieser Art Zwichenwelt „lebt“. Dummerweise bleibt man dort nicht für immer, sodass er genau diejenige damit beauftragt ihm zu helfen, die ihn umgebracht hat. Es ist natürlich klar, dass sie das anfangs nicht will. Zum Ende hin wendet sich das Blatt zwar, aber nicht so, wie man es von Happy-End-Filmen gewohnt ist.

Der Film schafft durchgängig eine harte, bedrückende Atmosphäre. Man fühlt mit Nicklas mit. Man fühlt genauso mit dem Mädchen mit, das ihn umgebracht hat. Denn sie plagen schon bald starke Gewissensbisse, die ihren Lebensstil komplett ändern. Das alles wird von den Schauspielern richtig gut in Szene gesetzt. Sie bringen genau das rüber, was man sehen und glauben soll. Die 2 Hauptakteure sind noch relativ jung, aber doch absolut talentiert, was das Schauspielern angeht.

Unsichtbar ist nicht mit anderen Filmen, wo es um Unsichtbare geht zu vergleichen. Einzig und allein „Ghost – Nachricht von Sam“ ist mir da eingefallen. Die Filme sind sich nicht total ähnlich, es gibt aber Parallelen. Auch Sam lebt in einer Zwischenwelt und muss noch etwas verhindern. Wer hier einen Popcorn-Streifen erwartet ist ebenfalls im falschen Saal gelandet. Es wird Mitgefühl vom Zuschauer erwartet. Es wird erwartet, dass sich der Zuschauer in den Film mit einlebt, die dunklen Seiten mit durchlebt. Es wird erwartet, dass man mit den Schauspielern mitgeht, sich einfach fallen lässt und mitfühlt. Wie schon erwähnt gibt es fast nichts zu lachen bei diesem Film. Vieles ist absolut traurig. Es gibt allerdings auch eine wunderschöne Wendung im Film, die mir absolut gefallen hat. Wenn man das wahre Gesicht gewisser Personen auf einmal erkennt.

Fazit

Unsichtbar – Zwischen zwei Welten ist genau das, was ich erwartet hatte. Ein Film, der mitreisst! Und genau das schafft er. Er zieht einen in seinen Bann, sofern man es zulässt. Er ist eine Berg- und Talfahrt der Gefühle. Wer Lust hat auf einen Film, der voll auf die Gefühle des Zuschauers abzielt, liegt hier richtig. Wer derzeit lieber Spaß im Kino hat, ist bei Jack Sparrow wohl besser aufgehoben.

Mich hat der Film absolut begeistert. Man darf keine tollen Effekte erwarten, weil Nicklas unsichtbar ist, es geht hier um die Geschichte und die Atmosphäre, die dieser Film schafft.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan… Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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