The Spectacular Now – Perfekt ist Jetzt (2013) Filmkritik

Filmherum:4/54 von 5 Sterne von Dominik
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3,00 von 5 Sterne (2 Bewertung(en))

Ironie ist, wenn Shailene Woodley und Miles Teller sich in einem Film verlieben („The Spectacular Now – Perfekt ist Jetzt“), sich im anderen aber abgrundtief hassen („Die Bestimmung – Insurgent“). Wenig überraschend hingegen ist die Harmonie zwischen beiden, die – ironischerweise – auch in „Die Bestimmung – Insurgent“ schon spürbar war.

„The Spectacular Now – Perfekt ist Jetzt“ erzählt die Geschichte von Sutter Keely (Miles Teller), der erstens viel zu viel trinkt, zweitens unheimlich beliebt bei Männlein und Weiblein ist und drittens sein Leben trotz Dauerlächelns kaum auf die Reihe bekommt. Zum Glück trifft er nach einer gescheiterten Beziehung auf Aimee Finicky (Shailene Woodley), die schon bald mehr als nur ein Seelentröster für ihn ist. Vielmehr geleitet sie ihn in die richtigen Bahnen.

Diese Tal- und Bergbahnfahrt ist so schön wie dramatisch anzusehen, verführt zum Lächeln und Mitfühlen. Allen voran Miles Teller haben wir es zu verdanken, dass der Film ein überzeugendes Stück Lebensgeschichte darstellt. Er gibt den traumatisierten Teenager mit Hingabe, stets gestützt durch Shailene Woodleys akzeptable Performance mit always-same-Gesichtsausdruck.

Im Nachgang ist es schwierig den Film in eine Schublade zu stecken. Er erzählt einerseits so viel, versteckt sich andererseits aber auch im Gewand eines zum Teil äußerst dramatischen Teenie-Films weit abseits der American-Pie-Schiene. Während die erste Hälfte vor allem zum Lächeln und Wohlfühlen animiert, drückt die zweite spürbar aufs Gemüt. Die tiefsten Ebenen des Menschseins kommen zum Vorschein und wirken stellenweise unangenehm real. Und gerade dieser Bruch in der Mitte macht den Film einerseits interessant, andererseits aber auch etwas enttäuschend. Denn wenn es nach mir ginge, hätte man dem Weg der ersten Hälfte gerne weiter folgen dürfen.

„The Spectacular Now – Perfekt ist Jetzt“ ist für mich allerdings der deutlich bessere „Boyhood“. Denn diese Liebes- und Lebensgeschichte wird deutlich interessanter – weil zum Teil auch rasanter – erzählt. Und wie schon erwähnt, die äußerst gelungene Darstellerwahl macht einige Tiefpunkte schnell wieder wett.

Zusammenfassend unterhält „The Spectacular Now – Perfekt ist Jetzt“ auf den verschiedensten Ebenen des Dramas und der Komödie, überzeugt mit einem hervorragenden Miles Teller und ist definitiv eine der sehenswerteren Buchverfilmungen der letzten Zeit, vor allem in Hinsicht auf dieses jugendlich angehauchte Genre.

Würde ich mir den Film noch einmal ansehen? Ja.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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3 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    Der hat mir auch verdammt gut gefallen. Fand ich sehr natürlich, sehr gut nachvollziehbar…

  2. Charlie sagt:

    Ironie ist, wenn man sich den Film auf DVD aus den USA bestellt und daher wegen des Ländercodes nur am PC angucken kann, und er dann, als die Welt auf einmal Miles Teller und Shailene Woodley kennt, synchronisiert und auch in Deutschland verkauft wird -.-
    Ich habe ihn immer noch nicht gesehen, freue mich aber schon lange drauf, weil ich am Buch genau das mochte, was du hier auch beschreibst: dass es nämlich nicht nur eine typische Zuckerguss-Teenie-Liebesgeschichte ist, sondern auch ein Drama, indem die männliche Hauptfigur nicht der perfekte Held ist. Klar, man hätte sich irgendwie ein anderes Ende gewünscht, aber andererseits ist es auch realistisch.
    Schade, dass du Shailene Woodley nicht so gut fandst. Mich hat sie in den „Die Bestimmung“-Filmen und „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ beeindruckt, aber vielleicht bin ich da auch wegen der Bücher voreingenommen.
    Es war jedenfalls interessant, deine Review zu lesen :).

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