The Raid: Redemption (2011) Filmkritik

Filmherum:4.5/54.5 von 5 Sterne von Dominik
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(29 votes, average: 4,21 out of 5)

In „The Raid: Redemption“ macht sich ein SWAT-Team auf, ein von Gangstern besetztes Hochhaus zu räumen. Und ob ihr es jetzt glauben mögt oder nicht, die Story ist damit erzählt. Dass der Hauptdarsteller zusammen mit seiner Frau ein Kind bekommt oder eine klitzekleine Verschwörung im Hintergrund läuft, ist vielmehr Mittel zum Zweck, um ein atemberaubendes Actionfeuerwerk loszulassen.

„The Raid“ schert sich einen Dreck um Logik oder ein vernünftiges Ende. Das Hauptaugenmerk liegt auf den Adrenalin fördernden Kämpfen und Actionszenen, bei denen die Darsteller keineswegs zimperlich sind und ausreichend Blut spritzt und Knochen brechen. Der Kampfstil überrascht mit nie zuvor gesehenen Schlagkombinationen, die Choreographie ist großartig und die Kamera hält einfach nur drauf. Da Kullern selbst beim heftigsten Muskelprotz die Freudentränen. Unterstützt wird die nur selten unterbrochene Schlacht von einem teils treibenden Soundtrack mit Technobeats und atmosphärischen Maschinen-Sounds, die für die nötige Gänsehaut sorgen.

Hauptdarsteller Iko Uwais ist eine wahre Kampfsau und wird uns wohl demnächst noch öfter beglücken. Doch wie das bei Hauptdarstellern eben so ist, gehen zumeist nur die Bösewichte kaputt. Man hat sich zwar erlaubt, ihn kurz einmal torkeln zu lassen, was aber letztendlich – Überraschung! – zu noch heftigeren Angriffen seinerseits führt. Es ist nicht wirklich störend, dass er, sowie eine Handvoll anderer Darsteller, scheinbar unverwundbar sind. Der Umstand führt aber zwangsläufig dazu, die gewollt realistischen Kämpfe zu hinterfragen. Zahlreiche Schurken landen mit dem Rücken auf Einrichtungsgegenständen und knallen mit ihrem Kopf gegen die Wand, woraufhin es für sie heißt: K.o. in der 1. Runde. Iko Uwais darf das selbe über mehrere Runden einstecken, marschiert daraufhin aber locker-flockig durch die Gegend. Dieses bekannte Action-Phänomen darf erwähnt werden, wertet den Film aber nicht ab, sondern sorgt einfach für unzählige, fantastisch inszenierte Kämpfe, die die flachen Charaktere, sowie die notwendige Geschichte mühelos tragen.

Fazit

„The Raid“ ist hart, gnadenlos und sinnlos. Also genau das Richtige um den verkümmerten Adrenalinspiegel der metrosexualisierten Männerwelt ohne Umwege über Standardniveau zu pushen!

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P. S. Über ein US-Remake wird bereits nachgedacht. Gareth Evans wird dort nur noch als Executive Producer tätig sein. Für das Drehbuch soll (der relativ unbekannte) Brad Ingelsby verantwortlich sein. Der Kinostart ist angeblich 2014 und das US-Rating PG-13, was im Endeffekt heißt, dass die Actionschraube irgendwo zwischen Teletubbies und „Avatar“ festgezogen wird.

Plakat: Koch Media

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan… Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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10 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    Willkommen im Club der „Raid“-Fans.

    Die Sache mit dem Ende fand ich jetzt doch ganz okay… guter Abschluss des Films und Platz genug für die folgenden Teile (schließlich soll es ja trotz des US-Remakes auch zwei Fortsetzungen von Evans selbst geben)

    Dieser Unverwundbarkeitszauber ist wohl aus Action-Filmen nicht mehr wegzudenken. Aber hier hat mich das nicht so gestört. Ich fand schon, dass der gute Iko noch genug auf die Nase bekommt… den Rest erklären wir uns mit dem wahnsinnigen Adrenalin-Schub und dem unglaublichen Wunsch, zu seiner Frau und dem noch ungeborenen Kind zurück zu kehren 😉

    • Danke! Muss ich eine Prüfung bestehen? 10 Schläge in die Magengegend? 😀

      Ja, (nahezu) 1:1-Fortsetzungen sind jetzt durchaus möglich. 😉 Aber wie du schon sagst, das Ende „war doch ganz okay“. Mehr auch nicht.

      Begeistert bin ich auf jeden Fall! 🙂

  2. donpozuelo sagt:

    10 Schläge in die Magengegend oder ein sauberer Sprung aus dem dritten Stock mit Punktlandung auf einem Bösewicht. Kannst du dir aussuchen 😉

  3. donpozuelo sagt:

    Das kommt später. Wenn du ins Club-Haus einziehen möchtest 😀

  4. Marco sagt:

    Hmm…ich war von dem Film echt nicht so überzeugt: Die Choreographien haben sich am laufenden Band wiederholt. Hinzu kommen diverse Logikbrüche und dämliche Zwischensequenzen (Kampf Mad Dog vs. Brüder).

    Außerdem finde ich, dass viel zu viele latente Handlungsstränge aufgerissen werden, die im Endeffekt gar keine Beachtung finden.

    The Raid ist ein ganz guter No-Brainer, aber definitiv keine Referenz. Meine Meinung 🙂

    Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich nach dem Trailer total überhöhte Erwartungen hatte.

  5. Dominik Schuierer sagt:

    Ich hatte den Film nach 10 Minuten wegen Langeweile abgebrochen. Da zieh ich mir lieber einen MI4 rein 😉

    • Tim sagt:

      ich weiß ja nicht was für krasse filme du sonst so schaust, aber action gibts hier eigtl am laufenden meter.

      fand den film super. vier von fünf sternen von mir. story und umsetzung sind cool, war für mich ne komplett neue erfahrung. alles limitiert auf ein einziges gebäude, das hat mich ein wenig an The Cube erinnert (ansonsten gibts jedoch kaum ähnlichkeiten xD).

    • Wobei Cube dann doch gaaaaaaaaaaaaaaanz anders ist. 😉

  6. kay sagt:

    Wenn man sich manche Kommentare so durch liest….
    Wenn man nen Film mit Handlung schauen will sollte man nach dem Trailer und dem Blick auf die Altersfreigabe vllt doch eher die Finger davon weg lassen und sich was anderes anschauen.
    Steht man auf Action, und 1A choreografierten Kampfsport dann ist dieser Film wohl doch eine sehr gute Referenz! Hab mir den Film grade zum 2ten Mal angeschaut und bin noch immer sehr begeistert, was nicht heißt dass ich etwa nur auf Hirnloses Actiongeballer steh. Nur zu empfehlen!

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