The Guest (2014) Filmkritik

Filmherum:4/54 von 5 Sterne von Dominik
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Es klingelt an der Tür, eine von Trauer erfüllte Frau und Mutter öffnet diese. Sie sieht in die strahlend blauen Augen eines attraktiven jungen Mannes, der sich als guter Freund und Ex-Kamerad ihres bei einem Einsatz getöteten Sohnes ausgibt. Dieser Mann wird hereingebeten und nennt sich David. David bekommt ein Glas Wasser und schon bald das alte Zimmer ihres Sohnes. David stellt sich als sympathischer Helfer in der Not heraus, der dabei allerdings oftmals etwas zu hart zur Sache geht. Und schon bald passieren Dinge in der nahe liegenden Kleinstadt, die vermutlich mit Davids Auftauchen zu tun haben.

„The Guest“ ist ein cooler Film. Und im Grunde wäre damit eigentlich alles gesagt. Mir gefiel die unorthodoxe Geschichte, der Style, die Musik und allen voran Dan Stevens in der Rolle des undurchschaubaren (Anti-)Helden. Er mimt den neuen Freund der Familie mit Hingabe. Dabei greift er auf sein sowohl verführerisches als auch verräterisches Lächeln zurück, darf seine Bauchmuskeln zum Besten geben und mit seinen kräftigen Armen massenhaft Schädel einschlagen. „The Guest“ ist nicht gerade zimperlich. Extrem gerne bricht David irgendwelche Knochen und geht irgendwann sogar noch weiter.

Der Film lebt von seinem Hauptdarsteller und der wirklich gut erzählten Geschichte, die zwar irgendwann in gewissem Maße vorhersehbar endet aber dennoch ihr volles Potential zu entfalten weiß. Ich mochte den Ausgang sehr, tat mich bis dahin aber von Minuten zu Minute schwer und schwerer, Davids Entwicklung zu akzeptieren. Seine Wandlung macht diesen Film besonders. Seine Wandlung macht diesen Film gleichermaßen liebens- und hassenswert.

„The Guest“ ist keiner dieser 08/15-Filme. Hier erhält der vom Mainstream genervte Filmfan endlich einmal wieder frisches B-Movie-Futter auf sehr hohem Niveau. Regisseur Adam Wingard hat verdammt viel richtig gemacht und trifft mit seiner – im Ansatz – „Drive„-Machart zumindest bei mir voll ins Schwarze.

Werde ich mir den Film nochmal ansehen? Ja!

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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