The Fast and the Furious: Tokyo Drift (2006) Filmkritik

Filmherum:1.5/51.5 von 5 Sterne von Dominik
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4,00 von 5 Sterne (2 Bewertung(en))

Man nehme einen unbekannten Hauptdarsteller, viele ungeeignete Nebendarsteller und ein belebtes, buntes Land. Heraus kommt der „Fast and Furious“-Film, der lediglich den Namen, ein paar aufgemotzte Schlitten und gefühlte 3 Sekunden Vin Diesel mit den anderen Filmen dieser Reihe teilt.

In „Tokyo Drift“ erleben wir Sean Boswell (Lucas Black), der aus so ziemlich jedem Land rausgeflogen ist, da er gerne Rennen fährt. (Hä?) Für den Film wird er in die Mikrobleibe seines Vaters in Tokyo verbannt. Es dauert keinen Tag, schon kennt er die Untergrundszene, hat neue ungünstige Freunde und Feinde und lernt innerhalb einer Woche besser zu Driften als der dort ansässige Yakuza und DK (Drift King).

Lucas Black, mir bis dato völlig unbekannt, ist ein absolut unsympathischer und talentfreier Möchtegernschauspieler. Er beherrscht insgesamt 3 Gesichtsausdrücke: Grimmig schauen, enorm grimmig schauen und verführerisch grinsen. Natürlich ist es unglaublich realistisch, dass dieser zugewanderte „Bro“ innerhalb kürzester Zeit einen nagelneuen Schlitten verschrotten darf und dadurch den Freund seines Lebens kennen lernt. Dass er sich zudem in die Yakuzabraut verliebt und diese sich (natürlich!?) auch in ihn, ist besonders hilfreich, da man somit nicht nur Ärger mit den Yakuza bekommt, sondern auch die Chance erhält, alles in einem einzigen, abschließenden Rennen wieder gut zu machen.

Der Film beherbergt fast alles, was den ersten „The Fast & The Furious“ ausmachte. Geile Autos, heiße Hasen und krasse Checkermusik. Das Problem ist, dass er unglaublich unrealistisch und sinnfrei ist. Zudem überzeugt eigentlich nur ein Darsteller, den man zu guter Letzt sterben lässt.

Das größte Problem von „Tokyo Drift“ ist nicht unbedingt das überzogen tighte Jo-Man-Setting, welches bewusst nur eine gewisse Zielgruppe anspricht. Vielmehr sind es die miserablen Darsteller, welche durch das dünne Drehbuch in ihrer Unkunst noch bestärkt wurden. Was bleibt, sind ein paar nette Stunts und abgedrehte Kamerafahrten, die so schnell vergessen sind, wie der Name Lucas Black.

Fazit

„Tokyo Drift“ ist riesengroßer, präpubertärer Quatsch mit netten Rennszenen und Darstellern aus der Reserve.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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