The Book of Eli Filmkritik

Filmherum:3.5/53.5 von 5 Sterne von Dominik
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5,00 von 5 Sterne (1 Bewertung(en))

Ein Mann und seine Bibel. „The Book of Eli“ wird derzeit überall zerrissen. Das konnte ich mir nun nicht mehr länger gefallen lassen und habe mir den Film gnadenlos gegeben. Was dabei raus kam? Weiterlesen!

In „The Book of Eli“ geht es um (Trommelwirbel!!) Eli. Eli, gespielt von Denzel Washington hat nur eine Mission. Er geht mit seiner Bibel Richtung Westen. Warum er das tut, das ist lange nicht klar. Aber, ein Mann, eine Bibel, ein Wort: „Ich geh da jetzt hin!“ Ok,… waren mehrere Wörter. Jedenfalls ist die Welt ziemlich kaputt, nachdem ein paar Atombomben so ziemlich alles in Schutt und Asche gelegt haben. Die wenigen Überlebenden der Explosion, unter anderem Eli, kämpfen sich durch eine Welt, bestehend aus Wassermangel, Nahrungsmangel, Vergewaltigung, Mord und Tod.

Endzeitfeeling

Uuuuuuuuuuh, wie ich das liebe. Deshalb ist wohl auch „Children of Men“ einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Endzeit! Auch in „Book of Eli“ gibt es ein großartiges Endzeit-Setting zu bestaunen. Überall verrostete Autos, heruntergekommende Häuser, Wüste ohne Ende und dazu alles in Braun- und Beigetönen gehalten. Ja, dem Film hab ichs glatt abgekauft, dass alles im Eimer ist. Schön gemacht, schön umgesetzt!

Action vs. Langeweile

Schon in den ersten Minuten wird klar, dass mit Eli nicht zu spaßen ist. Als er von ein paar Räubern angegriffen wird, zückt er schnell sein zu lang geratenes Messer und bringt die Jungs ohne mit der Wimper zu zucken unter die Erde. Dieser Kampf ist sozusagen wunderbar als „Schattenspiel“ umgesetzt. Auch hat man keine Schnittorgie zu befürchten – hier wird drauf gehalten! Das ist ein fetter Pluspunkt in Zeiten von hektischen Schnitten. Zudem gehts natürlich nicht gerade zimperlich zu. Blut spritzt, Hände werden abgehackt, Personen werden von Pfeilen durchbohrt oder erschossen. „The Book of Eli“ ist nichts für Kinder – aber dafür sorgt ja der FSK16-Aufkleber.

So „geil“ die Actionszenen auch sind, so gering fallen sie auch aus. Man kann sie an einer Hand abzählen. Die meiste Zeit geht es straight forward, bzw. Eli geht nach Westen. Es passiert im Grunde genommen nicht wirklich viel. Auch erwähnenswerte Gespräche sucht man vergeblich. Da hatte „Children of Men“ mehr zu bieten!

Bibelfilm?

Natürlich ist „The Book of Eli“ ein Bibelfilm. Schließlich geht es darum, dass er die Bibel an einen bestimmten Ort bringt. Natürlich wird viel aus der Bibel zitiert, und natürlich gibt es viele Sachen und Szenen im Film, die immer wieder auf die Bibel, Jesus, Gott oder die Kirche schließen lassen. Warum auch nicht? Ich verstehe hier andere Kritiker nicht, die genau das kritisieren. Schließlich ist das die große Story des Films. Übertrieben wird hier nichts. Eli ist eben ein gläubiger Mann. Das gab es in tausenden Filmen vorher auch schon.

Toll gemacht?

Ja, toll gemacht! Der Film ist wirklich interessant. Vor allem das Ende hat mich unglaublich überrascht! Wer auf interessante Filmenden steht, sollte sofort den Bogen ins Kino machen! Die Darsteller sind sehr gut ausgewählt. Gary Oldman ist und bleibt eben ein wunderbarer Schurke. Er ist wie geboren für die „bösen“ Rollen. Und Denzel Washington… naja, ein super Darsteller eben! Auch hier zeigt er wieder einmal, was für ein Talent er besitzt, auch wenn ihm das Drehbuch öfter mal einen Riegel vorschiebt.

Fazit

Manchmal war ich gelangweilt, manchmal war ich gespannt, manchmal war ich interessiert, manchmal wieder amüsiert. „The Book of Eli“ ist kein Film für Zwischendurch. Er ist kein fantastischer Avatar oder witziger Police Academy. The Book of Eli ist einfach ein wirklich interessanter Film mit einem super Filmende!

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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