Surrogates – Mein zweites Ich (2009) Filmkritik

Filmherum:4/54 von 5 Sterne von Dominik
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3,67 von 5 Sterne (3 Bewertung(en))

Bruce Willis, die härteste Schweinebacke von allen, in einem Film mal jung, mal alt – das kann nur „Surrogates“ sein!

Ich hatte mir von dem Film nicht viel erhofft und war nach dem Ansehen mehr als positiv überrascht. „Surrogates“ ist ja sozusagen eine der vielen Vorlagen für „Avatar„. Menschen in Sesseln steuern irgendwelche Maschinen durch den Alltag. Dadurch altern sie (öffentlich) nicht, sehen immer toll aus, werden nicht krank und können sogar fühlen, was ihr sog. Surrogate so erlebt. Blöd nur, wenn urplötzlich jemand einen Weg findet, über die mehrfach abgesicherten Surrogates die navigierenden Sesselpupser zu killen.

„Surrogates“ ist spannend und überzeugt durch starke Effekte. Vor allem die verjüngten Darsteller sehen großartig aus. Das wachsartige Glänzen der Haut macht sich in diesem Film weitaus besser, als beispielsweise in „Tron: Legacy„. In „Surrogates“ unterscheidet man dadurch die Maschinen von den Menschen. In „Tron: Legacy“ hingegen sollten die Wachsfiguren echte Schauspieler darstellen. *Kopfschüttel*

Bruce Willis, das Zugpferd schlechthin, hat mich wieder einmal überzeugt, obwohl ihm das Drehbuch hier und da einen kleinen Riegel vorgeschoben hat. Mit dem Riegel meine ich zum Beispiel die Geschichte um seinen verstorbenen Sohn, die schon sehr aufgesetzt wirkt. Zudem hatte Bruce nicht unbedingt den besten Oneliner-Schreiber und er durfte nur seine bekannten Gesichtszüge einsetzen. Das klingt jetzt dümmer, als es ist, aber wenn ihr den Film seht, wisst ihr was ich meine.

Insgesamt ist „Surrogates“ ruhiger als erwartet ausgefallen. Mir hat diese perfekte Welt, die eigentlich keine ist, gut gefallen. Und obwohl es diese Thematik schon öfter zu bestaunen gab, funktioniert sie auch hier sehr gut. Zudem gibt es viele kleine Anspielungen und Kritik auf unsere Gesellschaft. Wenn z. B. ein fetter Typ im Körper eines 20-jährigen Mädchens rumläuft, dann kann sich jeder denken, dass es diese Situationen vor allem in Chats zuhauf gibt. Die wenigen Actionszenen sind absolut sehenswert. Vor allem durch die Roboter und deren Fähigkeiten wirkt die Action gelungen überzogen.

„Surrogates“ überraschte mich mit seinem Ende vor dem Ende. Dort erwartete mich eine geschickte Wendung, auch wenn Bruce Willis danach genau das macht, was ich schon in den ersten Minuten des Films vermutete.

Fazit

„Surrogates“ ist technisch einwandfrei und angenehm spannend. Der Film wird zwar nicht in die Geschichte eingehen, ist aber perfekt für einen gelungenen Filmabend unter Freunden.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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3 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    Jetzt musste ich doch glatt erst mal bei mir gucken, was ich von dem Film noch hielt 😉

    Ich fand den auch okay, aber auch ein wenig lahm. Wie du schon sagst, dieser Film wird sicher nicht in die Geschichte eingehen, auch wenn die Story an und für sich schon recht spannend ist. Nur leider war sie mir dann doch nicht so umgesetzt, wie ich es vielleicht gerne gehabt hätte 😉

  2. donpozuelo sagt:

    😀 Danke für das Vertrauen!!!

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