Spider-Man 3 Filmkritik

Filmherum:4/54 von 5 Sterne von Dominik
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1,00 von 5 Sterne (1 Bewertung(en))

Die Vorpremiere hätten wir überstanden. Und tatsächliche gab es eine einstimmige Meinung von uns 2 filmherumlern. Und was das ist? Lest mal weiter…

Ein Glück/Pech(?!), dass ich die Comics gelesen habe

Wie oben schon beschrieben fasst Spider-Man 3 ganze 3 Gegner. Jeder dieser Gegner ist gut dem Comicvorbild nachempfunden. Eine Ausnahme macht da höchstens Harry mit seinem neuen Outfit. Stört aber nicht unbedingt. Ein Problem für mich haben die 3 Charaktere allerdings trotzdem dargestellt. Der Film hatte mit seinen 139 Minuten knapp Überlänge. Trotz alledem passten meiner Ansicht nach nicht alle in den Film hinein. Auf die einzelnen Gegner wurde viel zu wenig eingegangen. Vor allem Venom kam mir da viel zu kurz. Dieses schwarze Irgendwas aus dem Weltall wurde auch nicht wie in den Comics aus dem Weltall mitgebracht, sondern… [schaut selbst… 😉 ]. Wie im Trailer bereits zu erahnen war, gab es die Kirchenturmszene, in der sich Spidey diesen Symbionden vom Leibe reisst und damit Eddie Brock „infiziert“, der wiederum zu Venom wird. Das wurde fast originalgetreu den Comics nachempfunden und vor allem auch überragend gemacht.

Damit ganz kurz ein Bruch in meinen Ausführungen. Die Effekte des Filmes setzen mal wieder Maßstäbe. Venoms hässliche Fresse wurde wirklich grandios in Szene gesetzt. Man hätte schwören können, dass es ihn wirklich gibt. Der Sandmann zerfiel, baute sich wieder in etwas anderes auf, wie man es sich nicht hätte besser wünschen können. Vor allem wenn der Sandmann zum Sandmann wird, erlebt man Computeranimationen par excellence. Flint alias Sandmann versucht dann das erste mal aufzustehen, zerfällt aber gleich wieder in sämtliche Einzelteile. Wunderbar anzusehen und mit passender Musik unterlegt. Überhaupt gefiel es mir, wie schnell der Sandmann einen Hammer anstatt der Hand hatte, wie Spidey durch ihn hindurch schlägt, wie sich Sandy in (Sand-)Luft auflöst. Hier gibt es wahrlich nichts zu meckern. Effektfans kommen mit Teil 3 der Spider-Man Reihe absolut auf ihre Kosten!

Einziger Wermutstropfen: Die geile lange Zunge von Venom kam etwas wenig zum Einsatz. Dabei ist das doch ein großes Aushängeschild dieses ultimativen Gegners.

Ja, Aushängeschild. Das ist das Problem. Venom ist wohl DER Spider-Man Gegner schlechthin. Selbstverständlich hat er sich in den Comics umso mehr mit dem Green Goblin rumgeschlagen, aber irgendwann kam dann Venom und es wurde eine komplette Saga daraus. Im Film kommt er hier definitiv viel zu kurz. Selbst der Sandmann hatte mehr Auftritte als Venom. Es ist zwar somit immer wieder ein Erlebnis, wenn das schwarze Ekelvieh auftritt, aber mir persönlich war es zu wenig.

Ein Gegner weniger bitte

Wie ihr herauslesen könnt, wurden in einen Film definitiv zu viele Gegner gesteckt. Es kam jeder zu kurz. Man hätte noch viel besser auf die Geschichte der Einzelnen eingehen können. So kommt es auch, dass man krampfhaft versucht hat noch eine Liebesstory in den Film hineinzubringen. Liebesstory – ja gerne. Es hat in Teil 1 und 2 recht gut geklappt. In Teil 3 wird man hin und her gerissen. Man soll plötzlich glücklich sein, im anderen Moment traurig. Ich konnte es den Darstellern dieses mal einfach nicht abkaufen, dass es Ärger gibt, oder das alles gut läuft in der Liebe. Urplötzlich streiten sich M. J. und Peter, beide weinen. Die Szene ist allerdings superkurz und schon wenige Augenblicke später passiert etwas anderes, sodass man seine Gefühle komplett umlenken muss. Na dat hat nisch so geklappt wa?

Spaßkino

Na genug gemotzt. Mir war es im vorneherein klar, dass 3 zuviel sind. Trotz alledem macht der Film Spaß. Und das schon alleine wegen Venom. Jeder war scharf schließlich scharf drauf ihn mal im Spidey-Film zu haben. Und siehe da – wir haben ihn! Man wartet sehnsüchtig auf die nächste Szene mit ihm. Am Ende bekommt man dann auch noch einen fullminanten Endkampf zu sehen, in dem alles drunter und drüber geht. Ob es dann auch noch ein Happy End gibt? Tja, ihr habt doch in einem Trailer mal gesehen, wie ein Reporter sagt „Das könnte das Ende von Spider-Man sein“… schaut ihn euch an und seid gespannt!

Sehr schön jedenfalls, dass wieder Bruce Campbell und Stan Lee ihre Auftritte im Film hatten. Der Spider-Man Running-Gag sozusagen. Bruce diesmal als schusseliger Franzose und Stan Lee mit einem klugen Spruch auf den Lippen.

Fazit:

Für Spidey-Fans ein absolutes Muss. Die Effekte sind überragend. Die Gegner sehr geil, wenn auch zu viel in einem Film, sodass jeder etwas zu kurz kommt. Trotzdem hat der Film sehr viel Spaß gemacht und er schließt gut an die vorherigen Teile an. Wenn es eine Rangfolge der besten Spidey-Filme geben würde, müsste ich sagen, zuerst Teil 1, dann Teil 3, dann Teil 2. Das allerdings nur, weil ich ein übelster Venom-Fan bin.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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1 Response

  1. Fabian sagt:

    Der Zweite im dynamischen Spiderman-3-Vorpremiereduo war meiner einer…

    …und eigentlich hat Dominik in der Review schon so gut wie alles gesagt. Aber ein kurzes Resumé will auch ich mir trotzdem nicht nehmen lassen. 😉

    Drei Gegner sind mindestens einer zu viel… jedenfalls wenn alle Drei in 139 Minuten genug Platz finden sollen. Venom – über dessen Entstehung bzw. Herkunft man von Peters Uni-Tutor gerade mal in einigen sekundenlangen Szenen ein paar wissenschaftliche Theorien präsentiert bekommt – hätte wesentlich mehr Zeit und Tiefgang verdient gehabt.

    Gut gestreute Gags geben dem Film den typischen Spidey-Humor, wie man ihn schon aus den ersten beiden Teilen kennt.

    Die Berg- und Talfahrt der Gefühle ist diesmal für meinen Geschmack teilweise ein kleines bisschen zu krass ausgefallen. Nach zwei bis drei Überschlägen weiß man dann doch nicht mehr wo oben und unten ist, ob man sich jetzt freuen oder weinen soll…hin und wieder will beides nicht so recht klappen. Will heißen, auch hier schlägt sich der 139-Minuten-für-drei-Gegner-Faktor nieder.

    Die Effekte… kurz und bündig: einfach nur vom Feinsten.

    Alles in Allem, ein guter – leider nicht überragender – Film. Mein Ranking für die Spidey-Filme: Teil 2, Teil 1, Teil 3.

    Ihr seht…die Geschmäcker sind doch ein bisschen verschieden. 😉

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