Snow White and the Huntsman (2012) Filmkritik

Filmherum:3.5/53.5 von 5 Sterne von Dominik
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3,83 von 5 Sterne (6 Bewertung(en))

Die Geschichte von Schneewittchen sollte eigentlich jedem bekannt sein. Wobei, wenn ich kurz nachdenke und die heutige Jugend betrachte, möchte ich vielleicht doch vorweg die Geschichte erläutern.

Es war einmal… eine böse Königin, die nur ihre Schönheit im Sinn hatte. Als ihr Spieglein, Spieglein an der Wand ihr eines Tages sagte, dass sie nicht mehr die Schönste im Land sei, machte sie sich auf, das wunderschöne Schneewittchen hinter den sieben Bergen, bei den sieben Zwergen zu suchen und zu töten.

Heute ist einmal… die Geschichte frei erweitert und modernisiert worden. Die böse Königin, gespielt von Charlize Therone, ist zwar immer noch eine Hexe, geht aber weitaus öfter über Leichen, als im Märchen. Schneewittchen, gespielt von Kristen Stewart, ist zwar immer noch das unschuldige Mädchen, zieht sich aber heutzutage eine Rüstung an und steht auf bärtige Jägersmänner.

„Snow White and the Huntsman“ ist eine – sagen wir – harte Märchenverfilmung, wie es den Gebrüdern Grimm ursprünglich vielleicht sogar gefallen hätte. Durch den Trailer hat man eigentlich schon mitbekommen, dass vom Märchen nur noch Schlüsselszenen und die Namen übrig sind. Der Rest ist frei interpretiert, einmal durch die Wackelkamera geschüttelt und mit jeder Menge Action versehen. Heraus gekommen ist ein absolut massentauglicher, leicht gruseliger und teils amüsanter Märchen-Actioner, der vor allem den Twilight-Fans zusagen sollte. So böse das jetzt auch klingen mag, Kristen Stewart kommt von ihrem Vampirmädchen-Image nicht weg. Das liegt nicht an der Rolle, sondern an ihrer fehlenden Vielseitigkeit. So ist sie als Schneewittchen vielleicht nicht besonders schön, aber immerhin besonders. Ebenso besonders ist ihre Gabe, ca. 95% des Films ihre Hasenzähne mitsamt dem immergleichen Gesichtsausdruck in die Kamera zu drücken. Zum Glück gibt es da noch Chris Hemsworth, der zwar immer noch aussieht wie Thor, sich aber immerhin etwas anders verhält und für den einen oder anderen Lacher sorgt. Die 7 Zwerge sind cool und vor allem gut besetzt. Schade, dass man sie nicht öfter zu Gesicht bekam, was aber garantiert nicht daran lag, dass einfach die Kameraeinstellung zu hoch war. Kommen wir zu Charlize Therone, die zwar eine wunderbar böse Hexe abgibt, die Rolle aber etwas übertrieben spielt. Vielleicht ging aber einfach hier und da das Märchen mit ihr durch. So gern ich sie auch mag und achte, hier enttäuschte sie mich ein wenig durch unnötiges Overacting.

„Snow White and the Huntsman“ ist ein actionreicher Fantasy-Film, der – wie bereits gesagt – nur Schlüsselszenen aus dem Märchen verwendet und diese mit Schwert und Schild verbindet. Wenn man sich selbst als weltoffenen Menschen bezeichnen kann, wird einem der Film ganz sicher gefallen. Es gibt grandiose Schauplätze, Kulissen und Kostüme zu bestaunen, die Effekte sind – bis auf wenige Ausnahmen – nahezu perfekt und der Techno-Klassik-Soundtrack fügt sich hervorragend ins Geschehen ein. Sehr schade fand ich die allzu beliebte Wackelkamera in den Actionszenen. Diesen Trend soll mal einer verstehen. Wenn das Märchen schon so viel auf Action und Kampf setzt, dann sollte das zumindest gut eingefangen sein. Ebenso beschweren möchte ich mich über manche – im Nachhinein – sinnlose Szenen. Oftmals geschieht etwas, vor allem optisch imposantes, bleibt aber dann leer im Raum stehen. Ich denke dabei zum Beispiel an die Milchbad-Szene aus dem Trailer, die man mit genau diesem vollständig gesehen hat.

Fazit

Mir hat „Snow White and the Huntsman“ Spaß gemacht. Der Film ist bei weitem kein Meisterwerk und hätte noch einiges an Feintuning und vor allem eine bessere Schneewittchen-Darstellerin vertragen, weiß aber als eigenständiges Werk durchaus zu gefallen. Wie gesagt, für das „große“ Vergnügen sollte man sich den Vergleich zum Märchen ganz klar sparen!

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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7 Responses

  1. Owley sagt:

    Die 7 Zwerge? Welche? Die, die nach dem Tod des achten Zwerges noch übrig waren? 😀 Ganz ehrlich, auf so einen Mist muss man erst einmal kommen. Passt aber zum Film selber: Mist.

  2. donpozuelo sagt:

    Endlich mal jemand, der den Film auch nicht soooo schlecht fand. Klar ist es kein Meisterwerk und klar ist Kristen Stewart die falsche Besetzung, aber so im Großen und Ganzen durchaus anschaubar.

  3. Xander sagt:

    Grad mal vom Media Monday Beitrag hierhin geklickt, da du scheinbar die gleiche Meinung zum Film hast wie ich. Hast du aber nicht, denn du findest ihn scheinbar wirklich mehr oder weniger gut. Und das ist er leider nicht. Schade…

    • Ja, das ist meine mehr oder weniger relativ objektive Meinung. Ich denke, dass ich damit sehr die Masse treffe und dennoch auch meinen Standpunkt vertrete.

      Für einmal Ansehen war er ja recht nett. Nicht mehr, nicht weniger…

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