Silver Linings (2012) Filmkritik

Silver Linings
Filmherum:
4.5/5
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    35 Bewertung(en)

“Silver Linings” ist eine dieser Überraschungen, auf die ich im Normalfall 365 Tage im Jahr warte. Es sei denn(!!) es ist Schaltjahr, dann auch gerne mal einen Tag länger. Nicht immer, aber immer öfter gibt es dann diesen einen Moment in Form eines Films, der mich glauben lässt, dass nicht einfach alles nur aufgewärmte 08/15-Standardware ist.

Story

Das Leben verläuft nicht immer nach Plan…

Pat Solatano (BRADLEY COOPER) hat alles verloren: sein Haus, seinen Job und seine Frau. Und so findet er sich, nachdem er gerade auf gerichtliche Anweisung acht Monate in einer psychiatrischen Anstalt verbracht hat, plötzlich zuhause bei Mutter (JACKI WEAVER) und Vater (ROBERT DE NIRO) wieder. Pat ist fest entschlossen, positiv zu denken und damit sein Leben wieder auf die Reihe zu bekommen und seine Frau zurückzuerobern. Doch dann lernt Pat die rätselhafte Tiffany (JENNIFER LAWRENCE) kennen und alles beginnt, sich erneut zu verkomplizieren… denn Tiffany bietet ihm ihre Hilfe bei der Rückeroberung seiner Frau an. Einzige Bedingung: ein Tanzkurs. Im Zuge ihres ungewöhnlichen Deals kommen sich die beiden auf überraschende Weise näher – und plötzlich tun sich am Horizont unerwartete Silberstreifen auf…

Filmkritik

In “Silver Linings” zeigen Bradley Cooper, Jennifer Lawrence und Robert De Niro, dass man sie schnellstmöglich als ernsthafte Schauspieler wahrnehmen sollte. Moment, sagte ich das gerade wirklich? Vor allem bei Robert De Niro und Jennifer Lawrence sollte genau das mittlerweile klar sein. Worüber ich mir bisher aber immer etwas im Unklaren war, das war Bradley Coopers Talent, das ich hiermit bestätigen kann. Es ist da, es überzeugt und es weiß zu gefallen! Wie er und Jennifer Lawrence das verrückt-verliebte Pärchen geben, ist ein Augenschmaus. Und das schönste daran? Die Geschichte ist in der Tat etwas besonderes, die erst gaaaanz zum Ende hin in die vertraut-gehasste Schnulzenschiene abrutscht. Allerdings auch nicht so tief, dass es weh tun würde.

“Silver Linings”, ein Film über Macken und Liebe. Als hätte es davon nicht schon genug gegeben. Aber so einen gab es bis jetzt noch nicht. Der perfekte Einklang zwischen Drama, Komödie und schauspielerischen Talent macht diesen Film aus. Man fühlt sich von der ersten bis zur letzten Minute bestens unterhalten und ist stellenweise sogar gespannt, wie der Film ausgehen könnte. Beinahe ungewöhnlich für eine Liebes-Komödie, die keine ist. Vielmehr ist “Silver Linings” eine gelungene Symbiose aus zahlreichen Genres, die allerdings nicht nur fadenscheinig angeschnitten werden, sondern perfekt in die Geschichte eingearbeitet sind.

Ich glaube ihr merkt es schon: “Silver Linings” hat mir sehr gut gefallen. Und da fand ich es nicht einmal schlimm, dass trotz seiner Andersartigkeit das Ende mehr als gewöhnlich ausgefallen ist. Nein, ich muss sogar sagen, dass ich froh darüber bin. Denn hätte man hier in die Vollen gegriffen und etwas gänzlich Eigenständiges auf die Beine gestellt, wären die meisten wohl enttäuscht aus dem Kino gegangen. So aber hat man die Chance, sich in die Darsteller und damit den Film zu verlieben, der sich interessanterweise nur in wenigen Räumlichkeiten abspielt. Vermutlich merkt man gerade daran, dass es nicht immer auf die schönsten Locations ankommt, sondern auf das, was man aus ihnen macht.

Fazit

Ein Fazit fällt nicht schwer: “Silver Linings” ist eines der ungewöhnlichsten und gleichzeitig schönsten Liebesdramen der letzten Jahre.

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Filminfos:

  • Darsteller: Bradley Cooper, Jennifer Lawrence, Robert De Niro, Jacki Weaver, Chris Tucker, etc.
  • Regisseur: David O. Russell
  • Genre: Komödie | Drama | Romanze
  • Premierendatum: 03.01.2013
  • Altersfreigabe: ab 12
  • Laufzeit: 122 Minuten
  • Deutscher Titel: Silver Linings
  • Originaltitel: Silver Linings Playbook

Mehr zum Film:

2 Kommentare

  1. ERGO 6. Januar 2013

    klingt ja grossartig!!! muss baldigst auch ins kino! bin vor allem gespannt auf jennifer in so einer rolle!

    Hierauf antworten

    • Dominik Höcht (Filmherum) 6. Januar 2013

      Ist auch großartig! :) Du solltest allerdings nicht aufgrund ihrer deutschen Synchronstimme erschrecken. Diese ist erst gewöhnungsbedürftig, passt aber im späteren Verlauf sehr gut.

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