Retroactive – Gefangene der Zeit Filmkritik

Filmherum:3/53 von 5 Sterne von Dominik
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Und täglich grüßt der Psychopath.

Zuletzt habe ich mir den Zeitreise-Roadtrip-Movie „Retroactive – Gefangene der Zeit“ mit James Belushi als durchgeknallten Psychopathen angesehen und ihn für gut befunden. Und damit meine ich James Belushi, nicht unbedingt den Film an sich. Schließlich spielt Belushi hier mehr als nur überzeugend einen völlig unberechenbaren Typen ohne jeglichen Skrupel. Die weiteren Darsteller in diesem Schauspiel hingegen sind akzeptables Beiwerk.

Schlimmer und schlimmer

Im Film bleibt das Auto der Polizeipsychologin Karen (Kylie Travis) inmitten der texanischen Wüste liegen. Sie wird daraufhin vom Ehepaar Frank (James Belushi) und Rayanne (Shannon Whirry) aufgelesen. Und genau damit beginnt der Höllentrip. Frank ist unberechenbar, mordet sich durch die Gegend und ist letztendlich auch hinter Karen hier. Diese allerdings flüchtet zu einer geheimen Anlage, inmitten derer sie 20 Minuten zurück in die Vergangenheit geschickt wird. Erst nach und nach versteht sie, dass sie da wohl in eine Zeitmaschine geraten ist und versucht fortan Frank von seinen Taten abzuhalten, allerdings mit erschreckendem Ergebnis. Mit jedem neuen Zeitsprung werden die Ereignisse schlimmer. Frank wütet und tötet, immer mehr, immer brutaler. Das Ganze geht dann soweit, bis auch Frank zurückreisen kann und sich damit ebenso an alles erinnert. Und jetzt der wohl passende Werbespruch hierzu: Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt!

„Retroactive – Gefangene der Zeit“ greift voll auf das „Und täglich grüßt das Murmeltier“-Schema zurück, verwendet dieses allerdings in ganz anderer Art und Weise. Hier wird einem ganz schnell klar, dass Zeitreisen und Einmischungen in die Zeit nicht erwünscht sind. Karen befindet sich inmitten eines unendlichen Horror(road)trips.

Roadtrip

Die Zeitreisekomponente nimmt im Film einen großen Teil ein, versteckt sich allerdings ein wenig hinter den Roadmovie-Elementen. Abgelegene Gegenden, schießwütige Texaner und eine ausweglose Situation nach der anderen. Dabei überzeugt vor allem James Belushi als eiskalter Psychopath. Hauptdarstellerin Kylie Travis hingegen überzeugt allerhöchstens mit ihrem knallengen Tanktop. Wenn man denn so will, ist „Retroactive – Gefangene der Zeit“ eine Belushi-One-Man-Show und alleine aus diesem Grund sehenswert.

„Retroactive – Gefangene der Zeit“ hat leider keine Chance auf eine Topplatzierung inmitten meiner Zeitreise-Lieblingsfilm-Liste. Dazu ergibt er in dieser Hinsicht zu wenig Sinn. Zudem habe ich mich selbst dabei ertappt, wie ich nach einer Stunde auf die Uhr schaute und erschrak, als ich erkannte, dass der Film noch lange nicht vorüber sei. Die Zeit zieht sich – amüsante Aussage bei einem Zeitreisefilm. Wie gesagt, der wahre Schauwert hier ist Belushi. Punkt. Aus. Amen. Ende.

Blu-ray

Der Film erscheint am 12.05.2016 erstmalig auf Blu-ray, die ich mir bereits angesehen habe. Und siehe da, die Qualität ist mehr als überzeugend. Zumeist wurden mir prickelnd scharfe Szenen vorgesetzt, dazu ein wirklich klarer, wenn auch nicht absolut hochwertiger Klang.

Die Aufbereitung hier ist wirklich sehr gelungen. Wenn ihr den Film also mögt oder irgendwann einmal ansehen möchtet, bitte zur Blu-ray greifen, das lohnt sich wirklich. Aber bitte folgendes im Hinterkopf behalten: Diverse Verschmutzungen gehören dennoch zur Tagesordnung. Für einen Film von 1997 für mich aber mehr als akzeptabel, zumal es das allgemeine Setting sowie die Atmosphäre im Film maßgeblich unterstützt.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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2 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    Haha… du scheinst es aber in letzter Zeit mit Zeitreise-Filmen zu haben. Ich find’s ja schön, wenn sie mal so alte Filme ausgraben und neu veröffentlichen. Von dem hier hatte ich tatsächlich noch nie was gehört. Zeitreise-Filme als Roadmovie getarnt klingt ja eigentlich erstmal nach einer ziemlich coolen Idee… schade, das nicht mehr draus geworden ist.

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