Rango (2011) Filmkritik

Filmherum:4/54 von 5 Sterne von Dominik
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3,50 von 5 Sterne (6 Bewertung(en))

Kleines Chamäleon auf der Suche nach sich selbst und dem gri-gra-großen Abenteuer. „Rango“ ist ein reifer und vor allem saukomischer Animationsfilm, sofern man sich mit der Western-Thematik anfreunden kann.

Rango hat keine Ahnung wer er ist und was er mit seinem Leben anfangen soll, bis es ihn eines Tages nach Dreck verschlägt. Eine kleine Stadt im Wilden Westen mit merkwürdigen Gestalten und einem Wasserproblem. Rango gibt sich als Revolverheld aus und schafft es binnen kürzester Zeit zum Sheriff ernannt zu werden. Somit darf er sich nicht nur um das Wasserproblem kümmern, sondern auch eine bitterböse Verschwörung aufdecken.

2 Kannibalen: Hab gestern nen Clown gefressen. – Und? – Schmeckt komisch.

„Rango“ ist von Gags und Anspielungen wie ein schlechtes Stück Fleisch nur so durchzogen. Selten vergeht eine Minute ohne Lacher, auch wenn nicht jeder sitzt. Dieses Feuerwerk an Spaß und Ironie ist sowohl Segen, als auch Fluch. Ich für meinen Teil habe mich beim Film gekugelt. Allerdings bin ich mir auch ziemlich sicher, dass nicht jeder den Fußboden während des Films begrüßen wird. „Rango“ übertreibt es fast und setzt dabei auf nur eine Art von Humor, die nicht jedermanns Sache sein wird.

Abseits der Gags überzeugt „Rango“ mit seiner gut durchdachten, wenn auch leicht durchschaubaren, Story und den grandiosen Animationen, bzw. einer ausgereiften Grafik. Selten waren Texturen schöner, realistischer und schmutziger als in diesem Film. Die tierischen Darsteller bewegen sich herrlich flüssig und wirken erschreckend menschlich.

Spiel mir das Lied vom Depp

Pluspunkt: Johnny Depp! Er, bzw. sein deutscher Sprecher David Nathan, machen dieses Western-Abenteuer erst so richtig amüsant. Beide wissen genau, wie man in jeder Szene zu reagieren hat und erwecken somit den Hauptdarsteller mit dem schiefen Blick gekonnt zum Leben. Lediglich bei der Glaubwürdigkeit, bzw. der Charakterentwicklung Rangos wurde ein wenig geschlampert, was aber definitiv auch am Drehbuch liegt. Die Verwandlung vom hässlichen Chamäleon zum strahlenden Westernhelden ist vorhersehbar und schon viele Male dagewesen. Mir ist klar, dass es sich hierbei um eine Hommage an die guten alten Western-Filme handelt, der aber, trotz der gelungenen Entwicklung mitsamt Rückschlägen, ein klein wenig mehr Eigenständigkeit gut getan hätte.

Fazit

„Rango“ ist, sofern man den Wilden Westen liebt und genau den Humor des Films mag, zu 87% saukomisch und zu 100% hervorragend gemacht.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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3 Responses

  1. maloney sagt:

    Rango ist genial! Surreal, chaotisch, witzig, liebevoll und genial animiert…dem Studio verpsreche ich bei solchen Filmen eine rosige Zukunft! zudem war die sprecherwahl von Johnny Depp, Bill Nighy oder Ilsa Fisher einfach top

  2. donpozuelo sagt:

    Rango ist super. Einfach nur herrlich schräg!!!!

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