Prometheus – Dunkle Zeichen (2012) Filmkritik

Prometheus – Dunkle Zeichen
Filmherum:
4/5
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    4 Bewertung(en)

Die Suche nach unserem Schöpfer wird ins All verlagert. Wer glaub in der nahen Zukunft schon noch an Gott, wenn andere Wesen allgegenwärtig sind? Und irgendeine Spezies muss ja schließlich so klug gewesen sein, uns vor langer Zeit erschaffen zu haben, oder? Elizabeth Shaw (Noomi Rapace) ist der festen Überzeugung und bei einer Expedition mit dem Raumschiff Prometheus stößt sie mitsamt einer kleinen Gruppe, rund um den Androiden David 8 (Michael Fassbender), auf eine böse Überraschung.

Ridley Scott war irgendwann gezwungen, die Vorgeschichte zur weltbekannten “Alien”-Reihe zu erzählen. Nun ist sie da, genannt “Prometheus”, und wirkt gelungen. Nur gelungen, ja. Perfekt ist der Film bei weitem nicht, dafür scheint er zu abgekupfert, nur wenig eigenständig und dazu viel zu flapsig erzählt. Die Geschichte wirkt erzwungen und lückenhaft Lediglich ein paar Effekte, sowie manch eine darstellerische Leistung reißen so einiges.

“Alien”-Flair kommt nur selten auf, was mich persönlich allerdings nur wenig störte. Von Anfang an sah ich den Film als äußerst eigenständig und nicht unbedingt als Vorgeschichte, was die letzten Minuten versuchten zunichte zu machten. Da müssen wieder 1-2 Minuten herhalten, um einen Bezug zur “Alien”-Reihe herzustellen. Och nö… Doch abgesehen von den bereits angesprochenen Punkten, wusste zumindest die Atmosphäre zu begeistern, die sich dank den engen Höhlengängen, die man die meiste Zeit bereist, unmittelbar auswirkt. Natürlich ist es etwas schade, dass man mit den aktuellen, technischen Möglichkeiten nicht mehr an Effekten abfeuerte, aber das hier abgelieferte wirkt stimmig und gut.

Kommen wir auf die nette Darstellerriege zurück. Natürlich ist der eine oder andere von der ersten Minute an offensichtliches Kanonen-, äh Alien-Futter, aber die Hauptcharaktere Noomi Rapace und vor allem Michael Fassbender machen ihre Sache mehr als gut. Fassbender als Android ohne Gewissen wirkt geradezu beängstigend, wenn er nur Befehlen folgt und zwar einerseits hilfsbereit ist, andererseits aber nur an das Ziel seiner Mission denkt. Der Junge hat’s einfach drauf, anders kann man das nicht sagen. Und Noomi Rapace? Ein würdiger Sigourney Weaver-Ersatz würde ich sagen. Stark und mutig, aber dennoch allein und ängstlich. Gut gespielt Noomi!

Fazit

“Prometheus” ist ein atmosphärischer Sci-Fi-Streifen mit aufgesetzt wirkender Geschichte, die auf ein unbefriedigendes Ende hinarbeitet.

PS: Auch wenn sich “Prometheus 2″ scheinbar bereits in der Vorproduktionsphase befindet und direkt an Teil 1 anknüpfen soll, ändert das (zumindest im Augenblick) nichts am Ende dieses Films.

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Filminfos:

  • Darsteller: Noomi Rapace, Michael Fassbender, Charlize Theron, etc.
  • Regisseur: Ridley Scott
  • Genre: Adventure | Mystery | Sci-Fi
  • Premierendatum: 09.08.2012
  • Altersfreigabe: ab 16
  • Laufzeit: 124 Minuten
  • Deutscher Titel: Prometheus – Dunkle Zeichen
  • Originaltitel: Prometheus

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7 Kommentare

  1. bullion 18. August 2013

    Für mich kam in dem Film beständig “Alien”-Flair auf. Schon alleine das Produktionsdesign, der Score, die Konstellation der Crew usw. Fand ich alles großartig! Fantastischer Film, auch wenn ich mit der Einschätzung ziemlich allein bin…

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    • Dominik (Filmherum) 26. August 2013

      Naja, ich fand ihn ja auch ziemlich gut. Oder habe ich tatsächlich etwas anderes geschrieben?

    • Jack 31. August 2013

      Ich würde Prometheus auch nicht als schlecht bezeichnen aber er hat halt einige Schwächen.
      Darunter die 2 Typen die sich verlaufen obwohl sie die Dronen mitgebracht haben die ne Karte von der Anlage erstellen sollte…
      Oder die Szene wo sie vor dem Schiff weglaufen und das in die selbe Richtung in das es fällt.
      Oder das totale aufgesetzt wirkende Alien-Cameo am Ende.

      Naja, wenn es tatsächlich zu einem 2.Teil kommt wird dieser hoffentlich besser.

  2. donpozuelo 19. August 2013

    Ich konnte mich nie mit dem Film anfreunden, aber das liegt wahrscheinlich auch wieder sehr stark daran, dass ich als großer “Alien”-Fan einfach mehr (zu viel) erwartet hatte. Die Story fand ich auf jeden Fall echt lahm, dafür sah das ganze natürlich optisch verdammt gut aus.

    Vielleicht muss ich den noch einmal schauen…

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    • Dominik (Filmherum) 26. August 2013

      Ja, tu das doch. Ich finde, dass vor allem Fassbender einen zweiten Blick wert ist.

  3. Xander 19. August 2013

    Ich fand den Film ok, aber was du schon geschrieben hast: Der “Alien”-Bezug wirkte erzwungen. Mal sehen, in nicht all zu ferner Zukunft ist die Zweitsichtung eingeplant, vielleicht seh ich das dann etwas anders.

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    • Dominik (Filmherum) 26. August 2013

      Mein Dad hat ihn jetzt nach mir angesehen und fand ihn richtig toll, also muss doch was dran sein, wenn die ganze Familie Höcht angetan ist. ;)

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