Prisoners (2013) Filmkritik

Filmherum:5/55 von 5 Sterne von Dominik
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(5 votes, average: 4,80 out of 5)

Zwei junge Mädchen sind verschwunden – so beginnt „Prisoners“. Was tun Eltern, um ihre Kinder wiederzufinden? Die einen verzweifeln und ziehen sich zurück, die anderen ziehen in den Krieg und tun einfach alles, was nötig ist. So zumindest dem Film nach.

Trailer, Inhaltsangabe und sonstige Infos, mit „Prisoners“ konnte ich lange Zeit nichts anfangen, war aber stets interessiert. Nun habe ich den Film endlich gesehen und bin so entsetzt wie begeistert. Regisseur Denis Villeneuve schuf ein verstörend-geniales Werk um zwei Männer, die auf ihre ganz eigene Art und Weise versuchen, die verschwundenen Mädchen wiederzufinden. In diesen Rollen brillieren Hugh Jackman und Jake Gyllenhaal, beides große Namen. Dabei gibt Jackman das Pulverfass mit Ladehemmung und Gyllenhaal den ehrgeizigen Anstandswauwau. Diese beiden Konterparts kreuzen hin und wieder ihre Wege, ermitteln aber zumeist auf eigene Faust. Beinahe möchte man meinen, das Schicksal erlaubt sich einen Scherz mit ihnen.

„Prisoners“ ist ein unglaublich spannender Thriller. Der Film ist dramatisch und eigentlich nie lustig. Ein äußerst ernsthaftes Werk, das zu Erfurcht und Erstaunen gleichermaßen verführt. Mir persönlich gelang es bis zum Ende nicht wegzusehen und irgendwie schäme ich mich dafür. Die Geschichte rund um Kindesentführung wirkt so echt, dass man beim Ansehen immer wieder daran denken muss, dass sich solch ähnliche Geschehnisse auch im wahren Leben abspielen. Ein Umstand, der den Film leicht taktlos erscheinen lässt, sofern man sich nicht weit genug davon distanzieren kann.

Spannend, brutal und ehrlich. Drei Eigenschaften, die „Prisoners“ ausmachen. Bedenkt man, dass sich der Film in nur wenigen Häusern und Gebieten abspielt, ist man umso mehr über den Ausgang erstaunt. Das Setting wird beherrscht von Kälte, Regen und dunklen Farben. Alles steht auf Depression, von Lichtblicken keine Spur. Und so ist man am Ende weder begeistert, noch enttäuscht, sondern einfach nur froh, dass man diese 153 Minuten heil überstanden hat. Im positiven Sinne natürlich.

Fazit

Eine Wertung fällt mir schwer. Ist der Film nun großartig oder abartig? In gewisser Weise beides, vor allem aber ein düsteres Schauspiel mit großartigem Cast und einer beängstigend realistischen Story. Warum also irgendwie abwerten, wenn es sich um einen der großartigsten Thriller der letzten Jahre handelt? 5/5!

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan… Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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4 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    Ja!!! Mein Reden!!! Grandioser Film, einfach unglaublich, wie der Film einen fesselt. Ich fand besonders Gyllenhaal hat mich schwer begeistert…

  2. Chris sagt:

    Dominik, hier sind wir uns aber so was von einig! Hatte auch in meiner Kritik geschrieben, dass das einer der besten Thriller (mit „Verblendung“ von Fincher) der letzten jahre war!!Freut mich, dass du das auch so siehst!!

  3. Jolie sagt:

    Hugh Jackman und Paul Dano waren einsame spitze. Der gesamte Cast war gut aber die zwei waren am beeindruckendsten. Liegt natürlich auch an den Rollen. Und der Alex ist schon ein armes Schwein, er tat mir sehr leid…

    Ich sitze noch an der Rezension und mir fällt die Bewertung auch extrem schwer. :/ 5 Sterne werde ich wohl allerdings nicht vergeben…

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