Non-Stop (2014) Filmkritik

Filmherum:3.5/53.5 von 5 Sterne von Dominik
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3,50 von 5 Sterne (2 Bewertung(en))

Liam Neeson macht es einem guten Wein gleich. Auch er wird mit dem Alter immer besser. Mit mittlerweile 62 Jahren lässt er in „Non-Stop“ nach „96 Hours“ 1 und 2 erneut seine Muskeln spielen und setzt auf seine markant-vertraute Mimik. Diesmal gibt er den qualmenden und trinkenden Air-Marshal, der sich mit seiner Flugangst zweifellos den falschen Job gesucht hat. Auf einem seiner Begleitflüge gerät er beängstigend schnell selbst in den Verdacht, einen Terroranschlag verüben zu wollen. In den gerade einmal 106 Minuten Film versucht er daraufhin nicht nur sich selbst aus dem Rampenlicht zu rücken, sondern weit über 100 Passagieren das Leben zu retten. Und jetzt der Marketing-Satz schlechthin: Ein Spiel auf Leben und Tod beginnt!

„Non-Stop“ ist ein Dreiphasenfilm. Er beginnt interessant, wird dann bis zu einem gewissen Punkt äußerst spannend und macht selbst nach der daraufhin eintretenden Erkenntnis noch bis zur letzten Sekunde Spaß. Somit ist „Non-Stop“ ein wohligen geschnürtes Gesamtpaket und nicht der zuerst erwartete „96 Hours“-Luftabklatsch.

Wer hat Angst vorm Fliegen? Nach diesem Film wird es garantiert nicht besser. Klischees werden bedient und der obligatorische Katastrophenfall darf natürlich auch nicht fehlen, wenngleich genau dieser nicht besonders realistisch ausgefallen ist. Bis es allerdings dazu kommt, wissen vor allem die ersten 30 Minuten zu fesseln. In diesem guten ersten Drittel des Films verfolgen wir den bloßen Austausch von Textmessages. Und glaubt mir, selten war SMS-Schreiben und – Lesen spannender. Man fiebert regelrecht mit dem Air-Marshal mit. Man wünscht sich geradezu herauszufinden, wer der Übeltäter ist. Ja, man ist sogar versucht hineinzuinterpretieren, dass er es selbst sein könnte, irgendwo im schwebenden Zustand zwischen Vollrausch und Schlafmangel. Ob es so dann letztendlich auch ist, das verrate ich nicht. Was ich allerdings verrate ist, dass es einen Point of no Return gibt, an dem man spätestens bescheid weiß, wie der Hase läuft. Und da scheinbar auch der Autor, sowie der Regisseur das wussten, wendet sich das Blatt vom Thriller hin zum Notfallactioner. Getreu dem Motto, Neeson mit Waffe in der Hand geht immer. Und so wird geschossen, geschlagen und explodiert was das Zeug hält, bzw. die Flugzeugwand verträgt. Womit wir in Phase drei angekommen wären, in der man zwar immer noch amüsiert zusieht, aber irgendwie auch Phase eins und zwei zunehmends vermisst.

Fazit

Unterhaltung „Non-Stop“. So könnte man den Film titelbezogen umschreiben. Anfangs noch sehr gut bis großartig, dann aber zu selbstverliebt und letztendlich leider doch nur aufgewärmt. Aber was soll’s, wer Neeson mag, wird auch diesen Film mögen.

Ab 24. Juli auf DVD, Blu-ray und Blu-ray Steelbook!

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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7 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    Ich muss ja gestehen, ich fand den furchtbar langweilig. Mir hat das Miträtseln gefehlt…. statt sich nur auf Neeson zu konzentrieren, hätte ich lieber noch ein paar der Mitreisenden in den Vordergrund gestellt, sodass man selbst Detektiv spielen kann. So war’s zwar ne nette Idee, aber mich konnte sie nicht überzeugen.

    • Dominik sagt:

      Das glaube ich dir sogar. Non-Stop ist kein Brüller, hat mir aber einfach gefallen. Vll. wegen des großartigen Anfangs, der vieles im späteren Verlauf wett gemacht hat.

  2. Jan sagt:

    Fand den Film angenehm spannend und unterhaltsam und größtenteils frei von Flugezugwand-großen Logiklöchern. Dass Neeson allerdings auf seine alten Tage immer besser würde, würde ich so vielleicht nicht unterschreiben. Aber es ist schon interessant, wie er seine Karriere entwickelt: Vom Charakterdarsteller, zum Mentor, zum Actionhelden.

    • Dominik sagt:

      Ja, dass Neeson besser wird, war vll. falsch formuliert. Er wird als Actionheld jedenfalls nicht schlechter. Zuvor in Schindlers Liste oder Rob Roy war er schon erste Sahne.

  3. Willy sagt:

    Klingt eigentlich recht spannend. Mich würde interessieren, ob er mit FLIGHTPLAN vergleichbar ist?! Der war ja tendenziell auch nicht übel, was die erste Hälfte anbelangt, aber die Auflösung war halt ein wenig „langweilig“. Irgendwie habe ich dieselbe Befürchtung bei NON-STOP, auch wenn ich mir den jetzt dennoch mal anschauen werde.

    • Dominik sagt:

      Flightplan kenne ich nicht. Daher kann ich dir darauf leider keine Antwort geben. Die Auflösung zu Non-Stop könnte für dich allerdings auch „etwas langweilig“ ausfallen. Ebenso fällt die erste Hälfte von Non-Stop besser aus als die zweite. Viele Parallelen wie es scheint. Dennoch: Schau ihn dir an und berichte mir wie er dir gefallen hat. Ich bin sehr gespannt!

    • Willy sagt:

      Das werde ich tun! Hab‘ vielen Dank für Deine schnelle Antwort. 🙂

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