Need for Speed (2014) Filmkritik

Filmherum:4/54 von 5 Sterne von Dominik
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4,00 von 5 Sterne (1 Bewertung(en))

Wenn ein Videospiel verfilmt wird, hat das zumeist einen bitteren Beigeschmack. Schließlich gibt es bereits zahlreiche „Perlen “ wie beispielsweise „Far Cry“, „Hitman“ oder „Tekken“. Nun ist also „Need for Speed“ aus dem Hause EA an der Reihe. Ein Arcade-Rennspaß, der seit dem ersten Teil aus dem Jahre 1994 (mehr oder weniger) für Begeisterung sorgt. Die Verfilmung mit Aaron Paul in der Hauptrolle stand schon vor dem Kinostart in keinem guten Licht. Doch ich habe seit der ersten Ankündigung an sie geglaubt und wurde nicht enttäuscht!

Im Film geht es um den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse. Tobey Marshall (Aaron Paul) und Dino Brewster (Dominic Cooper) sind Feinde seit der Schule. Als Dino Tobeys besten Freund bei einem Rennen sterben lässt, sinnt Tobey auf Rache. Beim sogenannten De Leon werden sie die Sache ein für allemal klären.

An vielen Fronten sorgt die Story an sich für Unbehagen. Als zu flach und beiläufig wird sie abgetan. Aber wenn man ehrlich sein soll, gab es da schon Filme mit bedeutend schwächeren Geschichten, die dennoch großen Ruhm erlangten. In „Need for Speed“ geht es um die gute alte Rache. Warum auch nicht? Und inmitten der Thematik finden sich einige der großartigsten Rennen der letzten Zeit wieder, Handmade sozusagen. Diese werden bestritten in den begehrenswertesten Autos unserer Zeit. Ich persönlich habe mich ja in den Mustang Shelby GT500 verliebt, das knapp 3 Millionen Dollar schwere PS-Monster mit dem unbarmherzigen Sound.

Die Action ist wirklich fantastisch und vor allem auch mitreißend. Ich habe mich selbst dabei ertappt, wie ich mir vor Spannung das eine oder andere Mal die Fingernägel in die Handinnenseite trieb. Hervorzuheben sind dabei nicht nur die aufregenden Kamerafahrten und -einstellungen, sondern auch die Anlehnung an die Spiele. Vor allem beim De Leon am Ende werden viele Zocker der Vorlage voll auf ihre Kosten kommen. Seien es nun die unbezahlbaren Wagen oder die Strecken über Land und durch Wälder mitsamt der Polizei im Nacken, hier wurde wirklich an alles gedacht.

„Need for Speed“ ist Action mit einer Portion Drama, viel Witz und vor allem Herz. Aaron Paul schöpft aus seinem Potential, was das Drehbuch zulässt und Imogen Poots als seine „bessere Hälfte“ weiß einfach nur zu gefallen. Wenn sie beispielsweise aus vollem Herzen lacht, weil sie den Mustang Shelby fahren darf, muss man unweigerlich mitlachen. Die beiden werden gestützt durch einige Jungdarstellern, die nicht immer überzeugen können, aber zu jeder Zeit mit viel Sympathie glänzen. Einzige Ausnahme: Dominic Cooper, dem man den Bösewicht nicht so ganz abnimmt.

Fazit

„Need for Speed“ ist ein äußerst unterhaltsamer Action-Racer. Euch erwarten großartige Rennszenen mit bestens aufgelegten Darstellern in einer gut überschaubaren Geschichte.

PS: Für mehr Tiefgang empfehle ich ein Bad im Atlantik.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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3 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    Ein schöner Auto-Porno. Die Dialoge und die ganze Story fand ich ehrlich gesagt ziemlich schlecht. Die Action war dafür aber richtig gut…

  2. Bjoern Ireland sagt:

    Ich werde mir bald selbst ein Bild dazu machen können:)

  3. Friendly sagt:

    Hat das Zeug zu einem Klassiker. Ganz ehrlich: im Wettrennen-Film lenken schauspielerisches Können nur vom Geschehen ab, und das ist Gas, Bremse, Powerslide…

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