Mission: Impossible – Phantom Protokoll (2011) Filmkritik

Filmherum:4.5/54.5 von 5 Sterne von Dominik
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4,40 von 5 Sterne (5 Bewertung(en))

Wie gerne erinnere ich mich an den ersten Mission: Impossible Film zurück. Ein Agententhriller durch und durch mit ein paar richtig coolen und abgedrehten Actionszenen. Teil 2, der Woo-mäßige Ausrutscher war nicht wirklich schlecht, aber viel zu actionreich. Da ging es zu wie auf dem Taubenschlag. Nun, nachdem ich Teil 3 leider noch nicht gesehen habe, lief „Mission: Impossible – Phantom Protokoll“ vor mir ab und lieferte ein Actionfeuerwerk, das aktuell seinesgleichen sucht. Wir besuchen mit Ethan Hunt (Tom Cruise) unzählige Drehorte und fantastische Szenerien. Zumindest da weiß der Film schon einmal zu überzeugen. Aber reicht das wirklich..?

Um es kurz zu machen, nein, es reicht nicht. Aber zum Glück bekommen wir abseits von Knall und Fall auch zahlreiche Gadgets geboten, die einen den Agentenalltag versüßen. Und Kontaktlinsen mit Gesichtserkennung oder integrierter Kamera sind dabei noch Peanuts.

Mich hat der Film vor allem durch seine grandiosen Actionszenen überzeugt. Ob es sich dabei nun um die Verfolgungsjagd im Sandsturm in Dubai handelt oder den Gefängnisausbruch zu Beginn des Films, alles ist effektreich und gekonnt in Szene gesetzt. Wer hier zwinkert, der verpasst etwas! Man muss dazu sagen, dass der Film ungefähr so realistisch wie ein Perpetuum mobile ist. Wenn man aber genau das ausblendet und als enormen Spaßfaktor hinnimmt, wird man diesen Film lieben!

Die Story des Films ist weder neu, noch uninteressant. Es werden Raketenabschusscodes entwendet, um einen 3. Weltkrieg zu starten. Das Team unter Ethan Hunt muss das natürlich verhindern, bekommt aber dank dem „Phantom Protokoll“ keine Unterstützung mehr von oben. Sie sind auf sich allein gestellt. Und genau das hat im Film relativ gut geklappt. Vieles geht schief, ohne die Möglichkeit Unterstützung anzufordern oder neue Geräte zu erhalten. Und trotzdem sind sowohl Ethan, als auch seine Kollegen übermenschlich motiviert, jede noch so ausweglose Situation in den Griff zu bekommen. Hier wären wir wieder bei Realismus und Schwachsinn angekommen, die man wirklich ausblenden muss.

Die Darsteller im Film harmonieren perfekt. Simon Pegg sorgt für den Großteil an Gags in Film. Diese sind zum Glück zumeist passend. Paula Patton soll wohl den Blickfang für die Männerwelt darstellen und Neuzugang Jeremy Renner spielt den mysteriösen Analytiker mit dunkler Vergangenheit. Tom Cruise, sichtlich gealtert, bewegt sich geschmeidig wie ein 20-jähriger, wenn er viele seiner Stunts selbst macht. Das weiß zu gefallen und gibt Bonuspunkte! Ebenso gefallen hat mir, dass auf eine Wackelkamera größtenteils verzichtet wird. Hier wird skrupellos mit der Kamera drauf gehalten!

Fazit

„Mission: Impossible – Phantom Protokoll“ ist für Fans der Reihe ein Muss! Er bietet fantastische Schauplätze, großartige Actionszenen und zudem eine zwar überschaubare, aber interessante Story. Der Film ist nicht perfekt. Er ist unrealistisch und nicht vergleichbar mit dem großartigen ersten Teil. Aber dennoch ist „Mission: Impossible – Phantom Protokoll“ ein bildgewaltiger Blockbuster!

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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1 Response

  1. Dominik Schuierer sagt:

    Ich würde nicht sagen, dass der Film „unrealistisch“ ist. Er ist einfach nur selbstironisch. Und das liebe ich so an ihm:

    Die Szene „Diese Nachricht zerstört sich … selbst“. Und es klappt nicht. Göttlich.
    Oder die Sache mit dem Iris Scan am losfahrenden Zug. Genial.

    Da hatte man endlich mal den Mut, die Serie soweit zu übertreiben, dass es immer noch Spass macht, man aber erkennt, dass es jetzt „over the top“ ist.

    Übrigens am unrealistischten fand ich die „Ballonsache“. Das Ding würde vom Wind niemals an die richtige Stelle getragen 😉

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