Männer im Wasser Filmkritik

Filmherum:3/53 von 5 Sterne von Dominik
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2,50 von 5 Sterne (2 Bewertung(en))

Schwedens Publikumsliebling „Männer im Wasser“ schafft es endlich auf die deutsche Kinoleinwand. Die Geschichte um ein paar Männer mitten in der Midlife-Crisis, die zur Synchronschwimm-WM fahren, ist auf jeden Fall etwas neues! Aber lohnt sich der Sprung ins kalte Wasser ins Kino? Findet es jetzt heraus!

Story

Fredrik, arbeitsloser Redakteur und ambitionierter Freizeit-Sportler, steckt tief in der Midlife-Crisis. Die Ehe liegt in Scherben, seine Frau will die aufmüpfige Teenager-Tochter bei ihm abladen, um ihrer Karriere nachzugehen und zu allem Überfluss ist es auch noch um die Zukunft seines heiß geliebten Hockeyteams schlecht bestellt. Eine neue Herausforderung muss her! Aus einer Schnapsidee heraus eröffnet sich für Fredrik ein neues Betätigungsfeld: Synchronschwimmen. Zuerst glauben die Jungs aus seinem alten Hockey-Team an einen schlechten Scherz, aber Fredrik leistet harte Überzeugungsarbeit. Und nicht nur das: Kaum sind alle mit im Boot, träumt Fredrik, typisch Mann, auch gleich von der Teilnahme an den Synchronschwimm-Weltmeisterschaften in Berlin – als Schwedens offizielles männliches Team. Das Projekt unter dem Motto »Go for Gold« hat nur einen kleinen Schönheitsfehler – die Truppe hat keinen blassen Schimmer vom Synchronschwimmen…

Wassertaufe?

Sowohl Idee wie auch Umsetzung des Filmes haben mir gut gefallen. Männer, die partout nicht einsehen wollen, dass sie die nächste Altersstufe erreicht haben. Ihnen wird ihr liebstes Hobby, Hockey, genommen. Was sollen sie nur tun? Aus Spaß an der Freude ziehen sie sich Badeanzüge an und schwimmen synchron. Wieso also nicht weitermachen und zur WM nach Berlin?

Ich bin froh, endlich mal wieder etwas „neues“ gesehen zu haben. Frischer Wind aus anderen Ländern. Und so verwundert es nicht, dass die Darsteller hier in Deutschland weitgehend unbekannt sind. Trotzdem machen sie ihr Sache so gut wie möglich. Einen Strich durch die Rechnung macht ihnen nur hin und wieder das Drehbuch…

Als ich den Trailer sah, dachte ich, dass da wohl gleich eine Komödie abgespielt würde. Weit gefehlt. Männer im Wasser ist mehr eine Sammlung an Lebensgeschichten auf Zelluloid gebannt. Und so erlebt man vielerlei kleinere Einzelschicksale der Freunde. Schade, dass genau diese Einblicke einfach zu kurz kamen. Und zu allem Überfluss konnte mich gerade der Hauptdarsteller mit dem größten Storyanteil am wenigsten beeindrucken. Was jetzt allerdings nicht heißt, dass der Film schlecht ist. Ihm fehlt nur hier und da ein bisschen mehr Herz, Seele und Detailverliebtheit. Und als Komödie darf man den Film nun wirklich nicht sehen. Hin und wieder gibt es einen guten Lacher, aber direkt darauf ausgelegt ist der Film nicht.

Man könnte sagen, dass der Film eine kleine Überraschung ist. Auf den Trailer sollte man diesmal nicht gehen. Er verfälschte in meinen Augen den Film. Männer im Wasser hatte viele comichafte Szenen. Und das nicht im überzogenen Sinne, sondern Bilder, die an sich abgeschlossen waren, im Kopf aber weiter abgespielt wurden.

Fazit

Männer im Wasser war zumindest für mich ein bisschen etwas neues und erfrischendes. Trotzdem hat er bei weitem nicht das Zeug zum Klassiker. Ihm fehlt es einfach an Witz und Charme. Was bleibt ist ein guter Film für alle, die die Nase voll vom ewigen Mainstream haben!

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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