Madagascar 3 (2012) Filmkritik

Filmherum:3/53 von 5 Sterne von Dominik
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2,50 von 5 Sterne (2 Bewertung(en))

Dreamworks‘ „Madagascar“ schaffte es tatsächlich in die dritte Runde. Kein Wunder nach dem gelungenen Erstling. Und obwohl Teil 2 etwas abfiel, hat man sich dazu überwunden Teil 3 zu machen und diesen in eine gänzlich andere Richtung zu lenken. Raus aus der perfiden Umwelt und rein in das quietschbunte Zirkusabenteuer. Ob sich der Abstecher in den „Afrozirkus“ gelohnt hat, dürft ihr jetzt gerne nachlesen.

In „Madagascar 3“ möchten die lieb gewonnenen Helden zurück in ihren Zoo nach New York. Sie haben genug vom Urwald und der Wüstenlandschaft und warten einfach nur auf ihren Abholdienst, Air Pinguin. Da dieser aber nicht auftaucht, machen sie sich selbst auf den Weg. Und der beste Weg zurück nach New York führt über einen Zirkus. Dass unsere 4 Helden eigene Talente haben und den Zirkusalltag gehörig auf den Kopf stellen, verwundert wenig. Genauso wenig wie die unmenschliche Tierschützerin gegen die der Terminator wie ein Teletubbie aussieht.

Alex, Marty, Melman, Gloria und die hoch motivierten Pinguine sind sauber animierte Sympathiebolzen, die durch ihre jeweiligen Macken bereits in Teil 1 schnell ans Herz gewachsen sind. Diesmal rocken sie zu Katy Perry’s „Firework“ den Zirkus und liefern eine Show ab, die Epileptiker zum Breakdance auffordert. Knallig bunte Neonfarben und völlig unrealistische Showeinlagen rufen einem sofort folgendes ins Gehirn: Dieser Film ist für Kinder gemacht! Denn anders als vertraute Dreamworks- oder Pixar-Abenteuer, die sowohl für Erwachsene als auch für Kinder gemacht sind, bemüht sich „Madagascar 3“ nur selten darum, den Kindern jenseits der Altersgrenze von 18 auch nur ansatzweise Anspruch entgegen zu bringen. Die Gags bewegen sich zwischen dämlich und annehmbar und das allgemein bunte Setting erinnert auch mehr an Bällchenbad als an grafischen Hochgenuss.

Ich hatte es ja bereits erwähnt: Was wäre ein Film ohne Bösewicht? Die Tierfängerin Bubois sieht aus wie eine Boje auf Landgang und verhält sich auch dementsprechend. Aber seien wir mal ehrlich, diese Frau ist nur dazu da, dass überhaupt ein Gegensatz im Film erscheint. Sie ist allgegenwärtig und dennoch so unnötig wie ein Pickel. Andererseits muss ich zugeben, dass man vor Langeweile den persönlichen Flohzirkus auf dem heimischen Hund bevorzugen würde, käme sie gar nicht vor. Die Story ist – ich muss es sagen – vorhersehbar und langweilig. Es passiert im Grunde genommen nichts, was die Welt bewegen würde. Schade, sehr schade. Denn die Animationen sind klasse und Marty in seinen 3 Afrozirkus-Sekunden ist großartig. Nur war es das bis auf wenige Ausnahmen eben.

Fazit

„Madagascar 3“ ist ein Film für Kinder und genau denen wird er auch sehr gut gefallen. Animationsfans mit Anspruch dürfen allerdings gerne einen Bogen um diesen sich bewegenden Farbklecks machen.

DVD und Blu-ray erscheinen am 14. Februar 2013. Ich habe die DVD getestet und war vom sehr guten Bild und dem tadellosen (Surround-) Sound absolut begeistert.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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5 Responses

  1. maloney sagt:

    Sogar 1 Punkt wäre noch zuviel für den Film :/

  2. donpozuelo sagt:

    Also ich fand den ja echt gut. Im Gegensatz zum furchtbaren zweiten Teil fühlte ich mich hier echt gut unterhalten.

  3. Chris sagt:

    Habe mir Madagaskar mal abgesehen…das was du hier schreibst ist ja noch viel zu nett. Nach cca 20 Minuten purer Dummheit und extrem dummer, übertriebener Handlung musste ich den Film ausschalten.
    Nun..das passiert mir echt selten. Ich denke, ich würde ihn nicht einmal Kindern empfehlen… So viel Primitives…

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