Machete Kills (2013) Filmkritik

Filmherum:3/53 von 5 Sterne von Dominik
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3,00 von 5 Sterne (1 Bewertung(en))

Machete passiert.

Was wie eine schlechte Ausrede klingt, ist in Wahrheit einer der markantesten Sprüche aus dem Film. Und so ist „Machete Kills“ nicht nur ab 16 ungeschnitten (und trotzdem extrem brutal), sondern eine gelungene Fortsetzung, die allerdings nicht mehr ganz mit dem Original mithalten kann.

Robert Rodriguez‘ „Machete“ war 2010 ein Überraschungshit. Entstanden aus einem fiktiven Trailer innerhalb der sog. Grindhouse-Filmreihe („Death Proof“, „Planet Terror“), entwickelte sich Machete zum einzig wahren Grindhouse-Film mit fetzigen Sprüchen, einem coolen Danny Trejo, viel blutiger Action und außerordentlich viel Nonsens. Dieser Erfolg führte letztendlich dazu, den mittlerweile 70 Jahre alten Danny Trejo in einer Fortsetzung erneut seinen Namensgeber, die Machete, schwingen zu lassen.

Jessica Alba macht’s nicht lange, Mel Gibson kann in die Zukunft sehen, Charlie Sheen legalisiert Marijuana und Lady Gaga sieht einfach nur schrill aus. Also (fast) wie immer, oder? In „Machete Kills“ nehmen sich zahlreiche Stars selbst auf den Arm und haben sichtlich Spaß dabei, allen voran Mel Gibson, der schon lange nicht mehr so witzig war. Und dann wäre da natürlich noch Danny Trejo, der als Schauspieler der C-Garde allen die Schau stiehlt. Paradox von Anfang bis Ende, so wie von Machete eben gewohnt. Regisseur Robert Rodriguez gelang es demnach erneut ein bewusst schlecht-gutes Werk abzuliefern, dem es allerdings etwas an Einfallsreichtum mangelt.

Die zahlreichen, schrägen Todesarten wissen durchaus zu gefallen, aber sonst ist die Weltuntergangsgeschichte leider nicht mehr ganz so gelungen wie die einfach gehaltene Rachestory des ersten Films. Das größte Problem mag hier die fehlende Einzigartigkeit sein, die den ersten Film noch auszeichnete. Nun ist Machete schlichtweg zu vertraut. Seine Sprüche wirken etwas ausgelutscht und allgemein wirkt Danny Trejo deutlich müder, es sei denn er reitet auf einer Rakete. (Mein persönliches Highlight des Films.)

„Machete Kills Again… In Space!“ steht laut Trailer im Film bereits an und wäre definitiv nicht notwendig. Dummerweise führt das Ende von „Machete Kills“ genau dort hin, sodass ich bereits vorweg abwinken muss. Denn sollten sich die angeteaserten Szenen bewahrheiten, habe ich definitiv keine Lust darauf. In der Fortsetzung soll unter anderem „Star Wars“ auf den Arm genommen werden, worüber ich nicht mehr lachen kann und will. Denn eines, was man „Machete“ aus dem Jahr 2010 hoch anrechnen musste war, dass er bodenständig blieb. Zwar absolut abgedreht, aber dennoch bodenständig und einzigartig. „Machete Kills“ machte bereits kleine Schritte in Richtung Parodie, allerdings noch in einem akzeptablen Rahmen.

Fazit

Der Überraschungseffekt bleibt aus. „Machete Kills“ ist schlichtweg eine, dem Erfolg des Originals geschuldete, Fortsetzung. Danny Trejo wirkt so müde wie manch ein Gag, sorgt aber dennoch für ausreichend Spaß und Gemetzel. Damit ist und bleibt „Machete Kills“ einfach nur Fanservice.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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1 Response

  1. donpozuelo sagt:

    Seh ich irgendwie ähnlich. Man darf über diesen Film nicht weiter nachdenken… der ist einfach nur noch trashiger und noch „blöder“ als der erste, was dann ja auch schon fast wieder eine Steigerung ist 😀

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