London Has Fallen (2016) Filmkritik

Filmherum:3/53 von 5 Sterne von Dominik
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(1 votes, average: 2,00 out of 5)

Ich gehöre zu der kritischen Masse, die „Olympus Has Fallen“ den Stempel gut und unterhaltsam aufdrückte. Dementsprechend gespannt war ich auch auf die Fortsetzung, die mit ihrer Thematik leider genau das beinahe schon allgegenwärtige Schicksal trifft. Im Film konzentriert sich der Terror allerdings auf London, bzw. gegen die versammelten Weltmächte, die sich alle auf einem Fleck versammelt haben. Und so konstruiert das im ersten Augenblick auch wirken mag, denkbar wäre es durchaus.

Der/die Held(en) der 80er

Der Film fokussiert sich einmal mehr auf den US-Präsidenten Benjamin Asher (Aaron Eckhart) und seinen Leibwächter Mike Banning (Gerard Butler). Beide bestehen soweit wacker in einem hart umkämpften, bzw. in die Knie gezwungenen London. Die dahinterstehende Grundidee manifestiert sich aus aus der Thematik des Krieges, ganz egal in welche Richtung. Krieg ist schließlich Krieg. Und so ist es letztendlich ein großer Waffenboss, der nach einem Drohnenangriff auf seine Familie mächtig böse ist und die Großmächte der Welt auf einen Schlag ausradieren möchte, Kollateralschäden erwünscht und eingeschlossen.

Einerseits ist es erschreckend, was man da zu sehen bekommt, andererseits einfach nur Standard-Actionkost auf durchschnittlichem Niveau. Schließlich wartet der Film nicht besonders lange, bis er ans Eingemachte geht. Fortan kracht es an allen Ecken und Enden. Überall explodiert etwas, überall fallen Leute um, nur eben nicht der Präsident und sein Leibwächter. Dadurch lässt sich ein gewisses und allen voran schönes „Stirb langsam“-Feeling der 80er nicht abstreiten. Doch zählt man die 3 coolen Sprüchen seitens Butler hinzu, war es das dann auch schon. Es wird geschossen, gemetzelt und zerfetzt, gerne auch in Großaufnahme und beinahe schon erschreckend brutal. So macht Gerard Butler als eiskalter Personenschützer eine gute, wenn auch verstörend-extreme Figur.

Story, Action und Thematik – alles schon mal dagewesen. Dem Film fällt es enorm schwer, sich von seinen Genrevertretern abzuheben. Damit schafft er genau das nicht, was dem Erstling eben schon gelungen ist. Und vielleicht ist „London Has Fallen“ gerade deshalb nichts weiter als nette Actionkost für Zwischendurch.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan… Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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3 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    Ich habe nicht einmal den ersten gesehen… bzw. nur zwanzig Minuten, dann ging mir das irgendwie auf den Keks. Und das obwohl ich dann wiederum mit Emmerichs „White House Down“ sehr viel Spaß hatte… vielleicht muss ich den „Fallen“-Filmen irgendwann nochmal ne Chance geben 😀

  2. Sebastian sagt:

    Oooh ja, diese Oneliner, die so gar nicht witzig waren… und das durch den ganzen Film. Die CGIs, die einfach nur grottig daher kamen (im Ernst, die von der einstürzenden Brücke purzelnden Autos? Ging gar nicht, sah aus wie Half Life.) Am allerschlimmsten fand ich aber dieses „Amerika ist mächtig, Amerika ist groß, Gott schütze Amerika, Amerika hier, Amerika da“-Gelaber. Das war im ersten Teil meiner Meinung nach noch nicht so extrem.

  1. 10. August 2016

    […] Filmherum: 3/5 Sterne Medienjournal: 7,5/10 Punkten Myofb: 6/10 Punkten […]

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