Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger (2012) Filmkritik

Filmherum:4/54 von 5 Sterne von Dominik
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Zwei Schiffbrüchige: Ein Junge und ein Tiger. So die Geschichte, so meine Vorstellung vor dem Ansehen. Nach dem Ansehen allerdings war ich um eine Erfahrung reicher.

In „Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger“ erzählt Piscine Molitor Patel, kurz Pi, die Geschichte seines Lebens, bei der er sich nach einem Sturm ein Rettungsboot mit einem Tiger teilen musste. Ein Buchautor hört ihm dabei aufmerksam zu und wird genauso wie der Zuschauer am Ende überrascht.

Wie anfangs erwähnt, hatte ich nicht besonders viel vom Film erwartet. Die Buchvorlage kenne ich nicht und ansonsten war mir nur bewusst, dass der Film optisch ziemlich gelungen sein soll. Doch über eine Stunde Mann und Tiger auf einem Boot anzusehen erschien mir doch immer etwas zu langweilig. Aber genau diese Zeit war überraschend gut. Langweilig hingegen waren die Minuten zuvor, in denen man Pis Leben vor dem Schiffsunglück kennen lernte. Das Problem mit seinem Namen, sowie die Lösung dafür, seine Liebe zu mehreren Religionen und natürlich die Beziehung zu seiner Familie. Irgendwie scheint genau diese Einführung essentiell gewesen zu sein, ich persönlich empfand sie aber als deutlich zu lang geraten. Danach allerdings heißt es Spannung und Beachtung. Das künftige Zusammenleben mit dem Tiger gestaltet sich schwierig, aber nicht aussichtslos. Nach einiger Zeit kann Pi den Tiger soweit möglich zähmen und teilt sich fortan mit ihm das Rettungsboot. Zu dieser überzeugenden Darbietung kommen einige aufregende Bilder, wie das von den Sternen hell erleuchtete Meer, Stürme oder der Sprung eines Wals. „Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger“ lässt wirklich keine Gelegenheit aus, den Zuschauer ins Staunen zu versetzen.

Diese lange Zeit auf dem Boot ist definitiv sehenswert. Die Optik ist fantastisch und die Geschehnisse wirken gleichzeitig verrückt und nachvollziehbar. Doch das Tüpfelchen auf dem i ist letztendlich die Auflösung, bei der man dem Zuschauer überlässt, was sich nun wirklich abgespielt hat. Ich persönlich habe mich aufgrund mehrerer Aussagen und Geschehnisse im Film für eine Wahrheit entschieden, wenngleich man womöglich genau das nicht tun soll, da sich der Film sehr auf den Glauben an sich konzentriert. Was glaubt man, was weiß man? „Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger“ ist in dieser Hinsicht mehr als gelungen.

Fazit

Ein zäher Einstieg, ein optisch und schauspielerisch überzeugender Hauptteil und ein überraschend gutes Ende – „Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger“ ist schlichtweg gut!

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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2 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    😀 Ja, das mit dem zähen Einstieg hat mich auch etwas gestört, aber wenn’s dann so richtig losgeht… WOW!!! Echt toll!!! Grandioses CGI, tolle Geschichte!

  2. Ein atemberaubender Film!! Habe ihn mir gleich 2 mal im Kino angeschaut! Leider wird er auf meinem kleinen TV nicht so gigantisch rüberkommen 🙁

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