La La Land (2016) Filmkritik

Filmherum:4/54 von 5 Sterne von Dominik
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4,00 von 5 Sterne (1 Bewertung(en))

Ryan Gosling und Emma Stone als singendes, tanzendes, sich liebendes und hassendes Pärchen – so oder so ähnlich kennt der romantisch veranlagte Filmfan das ja bereits. Und so verwundert es, dass die beiden nicht längst auch im wahren Leben zueinander gefunden haben. Nur kurz eingeworfen: Beide harmonisierten vor „La La Land“ bereits in „Gangster Squad“ und „Crazy, Stupid, Love“.

„La La Land“ ist ein Fest für die Ohren, eine Wohltat für die Augen und eine Geschichte, die erst ganz am Ende wirklich zu überzeugen weiß. Hoppla, war Letzteres zu hart? „La La Land“ ist eine der wundervollsten Symbiosen aus unterschiedlichen Stilmitteln. So achteten die Macher furchtbar penibel darauf, dass jegliche Stimmungsschwankung seitens der Erzählung auch optisch perfekt in Szene gesetzt wird. Von leuchtenden und harmonischen Farben über dunkle und stimmungsvoll beleuchtete Fokusaufnahmen – der Einsatz dieser offensichtlichen und dennoch nicht übertriebenen Gestaltungsmittel grenzt tatsächlich an Perfektion. Und auch bei der Musik bewegen wir uns hier auf einem erschreckend hohen Niveau. Während sich die liebliche und eingängige Grundmelodie durch den gesamten Film zieht, verstärken weitere, oftmals stark Jazz-angehauchte Titel, den Eindruck eines tatsächlichen Musicals. Dennoch ist „La La Land“ kein vollwertiger Sing- und Tanzfilm. Allen voran die Tanzszenen bleiben hinter Werken wie „Dirty Dancing“ doch weit zurück. Und bevor nun jemand schreit: Ein Vergleich ist in der Hinsicht absolut unfair, ich weiß. Gosling und Stone singen und schwingen, doch die wahre Leidenschaft hielt sich geduckt aber winkend im Hintergrund.

Die Geschichte. „La La Land“ erzählt eine gelungene „Was wäre wenn“-Geschichte, die gleich beide Seiten der Münze zeigt. Es geht um die wahre Liebe, den persönlichen Erfolg und um die damit verbundene Aufopferungsbereitschaft. Und gerade dieses behandelte Thema zum Aufgeben eines Traumes für einen anderen Traum riss mich aus meiner bis dahin anhaltenden Meinung, dass es sich nur um einen äußerst schönen und gut klingenden Liebesfilm der Marke Schema F handeln würde. „La La Land“ weiß zu gleichen Teilen zu gefallen und nicht zu gefallen. Er ist Harmonie und Disharmonie. Er ist Leidenschaft und Abneigung. Er ist so vieles, dass er eigentlich nur gut sein kann. Und dennoch: Er ist bis zum Ende, bis zu dem Zeitpunkt, an dem alles gelüftet wird, nichts weiter als ein zwar optisch glänzender aber inhaltlich durchschnittlicher Film.

Was werde ich machen? Ich werde mir den Film nochmal ansehen. Mit der Auflösung im Hinterkopf dürfte so manch eine Szene beim zweiten Durchgang noch deutlich schlüssiger und unterhaltsamer ausfallen, da bin ich mir sicher!

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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