John Wick Filmkritik

Filmherum:2.5/52.5 von 5 Sterne von Dominik
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2,33 von 5 Sterne (3 Bewertung(en))

Keanu Reeves war einmal richtig großartig und könnte es auch heute noch sein. Ich glaube, das Problem liegt darin, dass er sich für falsche Rollen entscheidet oder Drehbücher nur überfliegt. Denn „John Wick“ mag zwar ein guter Actioner sein, bietet aber null Mehrwert, keine Message, geschweige denn eine grundsolide Story. Bei „John Wick“ handelt es sich schlichtweg um einen Rachethriller, der den Thrill vergessen hat.

Im Film verliert John Wick erst seine Frau, dann seinen Hund und seinen Wagen. Grund genug für den Ex-Killer wieder ins Business einzusteigen und gehörig aufzuräumen. Wer hätte das gedacht, jetzt habe ich sozusagen den Film gespoilert. Denn ab sofort geht es nur noch darum, Keanu Reeves auf seinem Rachefeldzug zu folgen, dessen Action irgendwo zwischen lächerlich und ansehnlich schwankt.

Schuss und Schluss

Ihr werdet lachen, aber mein Highlight beim Film war, wie John Wick mit der Waffe hantiert. Irgendwie sieht das schon speziell-cool aus. Keanu gibt einen geschickten Killer mit stets sitzenden Handgriffen, der nur selten einen Fehler macht. Doch immer wenn er einen macht, kommt es knüppeldick für ihn. Er muss gehörig einstecken und ist nur selten ein Superheld. Vielmehr ist John Wick verletzlich, was ihn irgendwie menschlich und sympathisch macht, abgesehen von Keanus Einheitsgesichtsausdruck. Wie bereits gesagt, Keanu könnte soviel mehr, durfte oder wollte aber scheinbar nicht. Anstatt dessen schießt er mit diversen Waffen, schlägt und tötet als gäbe es kein Morgen mehr. Da bleibt kein Genick gerade.

Außer der vielleicht noch ansehnlichen Optik kann ich kaum noch etwas Gutes am Film finden. Er dümpelt trotz Dauerfeuers vor sich hin, verzettelt sich in Nebensächlichkeiten und erklärt essentielle Punkte viel zu wenig. Ebenso als Problem sehe ich, dass sich der Film selbst viel zu ernst nimmt. Wäre man hier etwas lockerer ran gegangen, hätte man ihm als Zuschauer vielleicht auch das eine oder andere verziehen.

Fazit

„John Wick“ ist kurz und knapp nur ein durchschnittlicher Actionfilm, der viel zu schnell in Vergessenheit gerät. Es ist mir persönlich ein Rätsel, warum ein zweiter Teil gedreht wird. Denn es ist ja nicht so, dass etwas offen wäre, vielmehr wurde nicht wirklich etwas erzählt. Möchte man das mit Teil 2 korrigieren?

Würde ich mir den Film nochmal ansehen? Nein.

„John Wick“ erscheint am 4. Juni 2015 auf DVD, Blu-ray und Digital.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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2 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    Hach… danke… ich dachte schon, ich bin der einzige Mensch, der mehr zu nörgeln als zu feiern hatte bei diesem Film. Ich fand ihn auch okay, aber nicht umwerfend. Den Anfang fand ich echt noch gut, danach flachte es für mich zusehends ab… warum man davon einen zweiten Teil braucht, verstehe ich auch nicht wirklich.

    Dann doch lieber „Dredd 2“ 😀

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