Jack Ryan: Shadow Recruit (2014) Filmkritik

Filmherum:2.5/52.5 von 5 Sterne von Dominik
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3,00 von 5 Sterne (1 Bewertung(en))

Chris Pine ist Jack Ryan, und damit nach Alec Baldwin, Harrison Ford und Ben Affleck der mittlerweile 4. Mann, der die Rolle des gleichnamigen Titelhelden aus den Romanen von Tom Clancy übernimmt. Die Blu-ray und DVD zum Film erscheinen diese Woche am 17.07.2014, was Grund zum Anlass gibt, eine kleine Kritik zum Film zu verfassen.

Im Film gerät Jack Ryan vom Krieg in die Wall Street und zurück in den Krieg. Frisch bei der CIA muss er einen Anschlag verhindern, der verheerend für die Welt wäre. Und so ist Chris Pine als Jack Ryan in den ersten Minuten der große Held, danach ein Weichei erster Güte und später erneut der große Held. Diese Wandlung auf Berg- und Talfahrt meistert er wie auf der Schauspielschule gelernt. Und genau so geht es auch weiter. Auf eigenes Talent muss Chris Pine im Film nicht setzen. Auch dann nicht, wenn er auf die Größe Kevin Costner trifft, die im Film einfach nur altbacken wirkt.

Die Geschichte möchte eine Mischung aus Spannung und Action sein, kann allerdings auf beiden Ebenen nicht vollends überzeugen. Schlimmer noch, dem offensichtlichen Vorbild „Mission: Impossible“ reicht „Jack Ryan: Shadow Recruit“ zu keiner Zeit das Wasser. Dazu wirkt die Action zu vertraut, konstruiert und irgendwie auch langweilig, und Spannung will eher selten bis gar nicht aufkommen. Schuld daran sind vor allem die Schauspieler, die aufgrund des mäßig durchdachten Drehbuchs die verheerenden Folgen des anstehenden Anschlags zu keiner Zeit zu vermitteln wissen. Und so schlägt man sich durch schier endlose Minuten Wortbrocken, wird durch kurz eingestreute Action einigermaßen wachgerüttelt und schüttelt letztendlich beim vorhersehbaren Ende einfach nur mit dem Kopf, wie der Präsident Jack Ryan die Hand.

„Jack Ryan: Shadow Recruit“ ist so ein typischer für-Zwischendurch-Film. Ein Werk, das man sich ansieht, wenn nichts gutes im Fernsehen läuft. Und genau das ist äußerst schade. Ich denke dabei an die früheren Jack Ryan-Filme mit oben genannten Darstellern. Sei es nun „Jagd auf Roter Oktober“ oder „Die Stunde der Patrioten“, ein jeder hatte das gewisse etwas und konnte in gewissem Maße überzeugen. „Jack Ryan: Shadow Recruit“ hingegen ist nichts halbes und nichts ganzes, wenngleich er doch spürbar viel mehr sein möchte. Hier hakt es einfach an allen Ecken und Kanten.

Fazit

Nur selten aufregender 08/15er, kaum überzeugend, dafür aber in den seltenen Actionszenen so unrealistisch wie das Monster von Loch Ness.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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1 Response

  1. Da ich vor ner guten Stunde mit meinem eigenen Artikel fertig geworden bin, konnte ich wieder ohne schlechtes Gewissen bei dir reinlesen und muss feststellen, dass wir uns schon wieder einig sind. Speziell das „Finale“ fand ich auch sehr grenzwertig, aber auch die vielen logischen Brüche und die mehr als offensichtlichen Anleihen zu – wie du ja selbst sagst – bspw. „Mission: Impossible“, aber ja tatsächlich auch an „The Dark Knight Rises“, wenn man mal an diese ganze Wallstreet-Thematik und deren Ausgestaltung denkt…

    Und es stimmt, man merkt dem Film an, dass er so gerne mehr gewesen wäre, dass er es regelrecht versucht hat, aber eben am miesen Skript grandios scheitert.

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