In Time – Deine Zeit läuft ab (2011) Filmkritik

Filmherum:2.5/52.5 von 5 Sterne von Dominik
Besucher:1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
(9 votes, average: 3,44 out of 5)

Die Grundidee von „In Time“ ist große Klasse und hat mir im Trailer schon sehr gut gefallen. Menschen werden körperlich nicht älter als 25 Jahre und müssen sich weitere Zeit zum Leben verdienen. Gut für die Reichen, denn diese schwimmen in Zeit und können so ewig leben. Schlecht für die Armen, denn diese leben lediglich von Tag zu Tag, oder besser von Minute zu Minute, bis ihre Zeit abgelaufen ist.

Selbstverständlich ist da ein Hauch von Gesellschaftskritik zu spüren. Und im ersten Drittel des Films wird das auch konsequent mit viel Action, Spannung, Spaß und auch Drama verziert. Das Problem ist dann der Rest des Films. Vieles wiederholt sich einfach zu oft. Auch scheint der Film hier dann seinen roten Faden zu verlieren. Die Ansichten von Will Salas (Justin Timberlake) kann man zwar verstehen, aber nicht zu jeder Zeit teilen. Somit stellt er eine Art gekünstelten Antihelden dar. Denn obwohl sich Justin Timberlake sichtlich Mühe gibt, ist er noch nicht zu einem hochkarätigen Schauspieler aufgestiegen.

„In Time“ hat durchaus seine Höhepunkte und Tiefen. Unter anderem zählt zu den Tiefen ein Autounfall, den Will Salas mit seiner neuen Kutsche verursacht. Das ist dermaßen schlecht gemacht, dass man meinen könnte, es wurde ein Matchbox-Auto irgendwo runter geworfen. (Sogar Timberlake mitsamt Beifahrerin fehlen beim Unfall im Cabrio (!!!))

Wie bereits erwähnt, ist das gefühlte erste Drittel des Films ein Genuss. Die Atmosphäre ist gut, die Story stimmig. Doch das darauffolgende Katz und Maus Spiel mag einfach nicht so richtig passen. Zu schnell geht das alles. Zu wenig Zeit für Hintergründe oder Auflösungen. Keine frischen Ideen oder richtige Spannung mehr. Klar, die Zeit läuft bei Timberlake und seiner Mitstreiterin mehr als einmal ab und es soll damit so etwas wie Spannung aufgebaut werden. Das funktioniert aber aus dem Grund nicht, da die zwei als viel zu große Helden dargestellt werden, die ja schließlich nicht sterben können. Nicht ganz unschuldig daran ist Will Salas, der innerhalb kürzester Zeit zu James Bond mutiert und perfekt im Umgang mit Waffen und Kampftechniken ist. Wieso weshalb warum? Man weiß es nicht.

Fazit

Was soll man von „In Time“ halten? Man hätte verdammt viel draus machen können. Aber irgendwo beim Drehbuchschreiben ist wohl die Katze über die Tastatur gelaufen. Somit bleibt ein lediglich durchschnittlicher Film. Es fehlt einfach an Eigenständigkeit, ein bisschen mehr Action und besseren Darstellern.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan… Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

Jetzt bei Amazon einkaufen und sparen

Das könnte dir auch gefallen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.