Haywire (2011) Filmkritik

Filmherum:3.5/53.5 von 5 Sterne von Dominik
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3,00 von 5 Sterne (4 Bewertung(en))

Erwartung und Realität. Zwei Wörter, deren Bedeutung oftmals nicht unterschiedlicher sein könnte. Erwartet man bei „Haywire“ einen unglaublichen Actionfilm, liegt man leider völlig daneben. Doch ist die Realität, die der Trailer verschweigt, damit automatisch schlechter?

Stars, Stars und Gina Carano

Lasst euch bitte folgendes auf der Zunge zergehen: Michael Fassbender, Ewan McGregor, Bill Paxton, Antonio Banderas und Michael Douglas. In meinen Augen mehr oder minder großartige Schauspieler, die die Mixed-Martial-Arts-Kämpferin und Hauptdarstellerin Gina Carano ganz schön dumm da stehen lassen. Der Rache-Thriller mit Actionelementen leidet unter seiner Hauptdarstellerin. Wie peinlich ist das denn? Gina Carano ist keine Schauspielerin. Das merkt man ihr zu jeder Sekunde an. Sie gibt sich zwar sichtlich Mühe, das reicht aber zu keiner Zeit. Durch diesen Umstand verkommt „Haywire“ beinahe zu einem B-Movie, wäre da nicht die erwähnte Starriege, die mehrere Fehler fast verschmerzen lässt.

Wie bereits erwähnt ist „Haywire“ ungewöhnlich ruhig und zudem auf 70’s-Style getrimmt. Dazu tragen die ungewöhnlichen Kameraeinstellungen, sowie die zwar originalgetreue, aber auch nervige Musik bei. Hier hat „Drive“ mit seinem modernen 80er-Setting die Motorhaube um Meilen vorne. Oftmals verharrt die Kamera gefühlt mehrere Minuten an ein und derselben Stelle, filmt ein Gesicht, eine Person oder eben die wenigen Actionszenen. Dieser Umstand ist sowohl negativ, als auch positiv. Bei den realistischen Kampfszenen bleibt die Kamera erstaunlich ruhig und fängt somit die authentischsten Kämpfe der letzten Zeit ein. In stillen Momenten führt die feste Kameraposition leider fast immer zu Langeweile.

Nicht alltäglicher Durchschnitt

„Haywire“ erfindet das Rad nicht neu und die vielen Stars wurden einmal mehr als Zugpferde eingesetzt. Dennoch hat der Film seine Höhepunkte. Vielleicht nicht unbedingt, wenn Gina Carano wie ein nasser Sack versucht Häuserfassaden empor zu klettern. Wenn sie aber völlig paranoid die Straße entlang geht und man genau weiß, dass sie verfolgt wird, sich aber über längere Zeit nichts tut, ja, dann ist das wirklich spannend!

Ansehen oder auslassen?

Irgendwie ist „Haywire“ gut, irgendwie aber auch nicht. Ein klassischer „passt schon“-Film.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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2 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    Sehr schön. So ähnlich ging es mir mit dem Film auch. Und ich fand’s auch extrem schade, dass die ganzen großen Namen in winzig kleinen Nebenrollen verschwinden mussten.

  2. Zumindest haben sie es geschafft mit ihren klitzekleinen Nebenrollen den Film noch ein gutes Stück zu pushen. 🙂

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