Gangster Squad (2013) Filmkritik

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Filmherum:4/54 von 5 Sterne von Dominik
Besucher: 1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne 4,00 von 5 Sterne bei 3 Bewertung(en)

Der Mafiaboss Mickey Cohen (Sean Penn) übernimmt 1949 Los Angeles. Eine kleine Eliteeinheit, liebevoll „Gangster Squad“ genannt, gefällt das aber gar nicht, sodass sie Mickey und seinen Schergen den Krieg erklärt.

Und so schnell kann eine Geschichte erzählt sein. Es geht um Korruption, Drogen, Prostitution, Geld, Macht und Schießereien. „Gangster Squad“ ist kein besonders tiefgründiger Film, dafür aber witzig und blutig zugleich. Es wird mindestens so oft geschossen wie ins Fettnäpfchen getreten. Dabei achtete man beim Cast auf große Namen, die vielleicht nicht die Leistung ihres Lebens gaben, aber mit vollstem Einsatz den Spaß an der Sache unterstützten.

Charaktertiefe oder -entwicklung darf man nicht erwarten. Dafür aber unzählige Oneliner und zwei besonders nennenswerte Darsteller, die da wären: Josh Brolin und Sean Penn. Sean Penn brilliert in der Rolle des Mafiabosses, dem etwas mehr Tiefe allerdings nicht geschadet hätte. So spielt er zwar all seine markanten Mimik-Trümpfe aus, gleichwohl immer nur soweit, wie es das Drehbuch zulässt. Josh Brolin gibt mit Leichtigkeit den harten und unbestechlichen Cop, Kriegsveteran und ganz nebenbei noch Ehemann einer mehr oder weniger verständnisvollen Frau. Und natürlich dürfen auch die weiteren Mitglieder des Squads nicht unerwähnt bleiben, auch wenn ihre Screentime mehr als bedenklich ist: Ryan Gosling als saufender, aber immerzu strahlender Emma-Stone-Abschlepper, Robert Patrick als comichaft überzogener Westernheld, Anthony Mackie als skrupelloser Brutalo, Michael Peña als mexikanischer Sidekick und Giovanni Ribisi als der abstrakte Mann im Hintergrund. Insgesamt also eine interessante Mischung mit – ich erwähne es gerne wieder – bestens aufgelegten Darstellern, die wunderbar miteinander harmonieren.

So richtig ankreiden kann man dem Film eigentlich nichts. Er versucht erst gar nicht ein tiefgründiger Mafiathriller zu sein, sondern setzt vollends auf Unterhaltung durch lockere Sprüche und noch lockerer sitzende Schießeisen. Wenn man genau das im Hinterkopf behält, wird man sehr viel Spaß mit diesem hervorragend ausgeleuchteten, vertonten und detailgetreuem 50s-Gangster-Actioner haben!

Fazit

Tatenreicher Gangster-Klamauk für einen gelungenen Männerabend.

PS: Eine gelungene Alternative mit mehr Tiefgang: „Lawless„!

Dominik

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3 Responses

  1. mr. stone sagt:

    Neuerdings wird wohl Overacting als Brillanz angesehen… Sean Penn, den ich normalerweise für einen begnadeten Schauspieler halte, zeigt in dieser Gurke von Film, dass auch er nicht unfehlbar ist.
    Der Rest des Films passt aber zu dessen Leistung, von daher passt´s!

  2. donpozuelo sagt:

    Nachdem du mir ja „Lawless“ empfohlen hast, habe ich den natürlich auch geguckt. Und mittlerweile muss ich sagen, dass mir der echt sehr, sehr viel besser gefällt als „Gangster Squad“. Aber auch „Gangster Squad“ fand ich sehr unterhaltsam!

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