Für immer Adaline (2015) Filmkritik

Filmherum:3/53 von 5 Sterne von Dominik
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3,00 von 5 Sterne (1 Bewertung(en))

Ewige Jugend – jeder hat schon mindestens einmal im Leben daran gedacht. Doch dieser Traum wendet sich schnell zum Albtraum, wenn Liebschaften sterben und Probleme damit einhergehen, dass man selbst sich nicht verändert. Schnell würde man als Laborratte in irgendeinem geheimen Labor untergebracht und dort regelrecht auseinander genommen. Nein, nein nein, ewige Jugend ist nicht wirklich das Wahre – das möchte auch „Für immer Adaline“ uns zeigen. Warum der Film das aber nicht so ganz schafft… das erzähle ich euch jetzt.

Ewige Jugend (leichte Spoiler)

Adaline ist 29 Jahre alt und kommt im Jahr 1937 von der Straße ab, landet in einem Gewässer und wird vom Blitz getroffen. Der Erzähler erklärt, dass im Jahr 2038 (oder war es 2035?) die Kompression von ähm… durch elektrostatische uhm… ja wie auch immer, der Film erfindet eine Lösung für die Problematik. Adaline altert fortan nicht mehr, sodass ihre Tochter sie Jahr für Jahr überholt.

In all den Jahren wechselt Adaline regelmäßig ihre Behausung, ihren Job, sowie ihren Namen, um nicht weiter aufzufallen. Nur so kann sie als ewig 29-jährige überleben. Doch was ist das Leben ohne Liebe? In der Gegenwart trifft sie auf Ellis, in den sie sich verliebt. Doch auch hier versucht sie erst die Flucht zu ergreifen, und ich verrate wohl nicht zuviel wenn ich sage, dass all ihre Bemühungen zum Reißaus schnell nach hinten losgehen.

Adaline – im Augenblick nennt sie sich Jenny – baut sich ein Leben mit Ellis auf und trifft in diesem auf Ellis‘ Vater, der sich als ihr früherer Verlobter herausstellt.

Fantastische Idee akzeptabel umgesetzt

„Für immer Adaline“ ist in erster Linie eine Romanze. Deshalb stört es auf den ersten Blick auch kaum, dass man sich mit Erklärungen zu ihrem Umstand nicht weiter beschäftigt. All das „Magische“ wird blitzschnell abgehandelt. Doch mit fortschreitender Zeit stört gerade diese Ungewissheit immer mehr. Die Thematik des Films versinkt im Gefühlschaos. Zwar darf Adaline einmal mehr um ihren (ohne sie alt gewordenen) Hund trauern, doch auch diese Szene geht viel zu schnell vorbei. In erster Linie erleben wir eine leicht dramatische Romanze, die auch ohne das Grundgerüst so funktioniert hätte, wie sie es mit tut. Sie ist leicht schnulzig, leicht durchschaubar und leicht langatmig, zumindest stellenweise.

Ich mochte „Für immer Adaline“ dennoch. Mir gefiel die Optik, sowie die vielen kleinen Gedanken zur Grundthematik, die immer wieder eingestreut aber nur selten weiter verfolgt wurden. Was ich weniger mochte war das Ende, das so vorhersehbar wie überkitschig ausfiel. Da hätte man sich sehr wohl etwas besseres und überraschenderes einfallen lassen können.

Blake Lively gibt die leidgeplagte junge alte Frau mit Hingabe – da führt kein Weg dran vorbei. Auch Harrison Ford gefiel mir in seiner Rolle unheimlich gut. Michiel Huisman als Adalines Freund hingegen erschien mir etwas austauschbar.

Fazit

„Für immer Adaline“ präsentiert liebevoll verpacktes und verspieltes Potential. Die Geschichte der ewigen Jugend weicht zu sehr einer dramatischen Romanze, was zwar – nachdem man den Film gesehen hat – nachvollziehbar scheint, aber insgesamt doch eher schade ist. Dennoch gefällt „Für immer Adaline“ auf besondere Art und Weise und platziert sich damit in meiner überaus großen Reihe der ok-Filme.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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