Einfach zu haben (2010) Filmkritik

Filmherum:4.5/54.5 von 5 Sterne von Dominik
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3,91 von 5 Sterne (11 Bewertung(en))

Wie schnell etwas in der Gerüchteküche überkochen kann, erlebt der anständige Zuschauer im zumindest verbal versauten „Einfach zu haben“ mit Emma Stone. Ein sehr amüsantes Filmchen abseits vom „American Pie“-Humor und damit glücklicherweise fernab von Ekelszenen.

Olive (Emma Stone) ist eine eher unauffällige Schülerin an der Highschool, bis sie das Gerücht in die Welt setzt, sie habe sich entjungfern lassen. Wie das eben nun einmal mit der Stillen Post ist, hat sie wenig später den Ruf eines Flittchens weg. So hat sie aufregende Dreier, macht es mit älteren Männern oder ist für Geld zu haben. Was ihr anfangs noch gefällt, da sie die – wenn auch nicht unbedingt angebrachte – Aufmerksamkeit genießt, ist später eine Katastrophe. Denn wie findet man als scheinbar unanständiges Mädchen einen anständigen Jungen?

Was haben wir gelacht! Vor allem, da weder Emma Stone, noch ihre verrückte Familie oder der Rest des Pausenhofs auf den Mund gefallen ist. Geniale Sprüche von vorne bis hinten. Von Ironie durchzogen, bitterböse und aberwitzig! Und genau das macht „Einfach zu haben“ aus. Selten habe ich Filme gesehen, die mit guten Sprüchen von vorne bis hinten glänzen konnten. Anders bei „Einfach zu haben“. Und so wundert es auch nicht, dass die kesse und freche Emma Stone die Hauptrolle ergatterte und wieder einmal mit ihrer charmanten und verspielten Art zu begeistern weiß. Übrigens gibt Stanley Tucci ihren Vater im Film, der sprüchetechnisch beinahe noch der größere Kracher ist. Aber wie sagt das gute Sprichwort nun einmal? Wie der Vater, so der… äh, so die Tochter.

Sobald Olive ihren Flittchen-Status auf der stolz geschwollenen, aber dennoch flachen Brust trägt, kommen immer mehr verzweifelte Jungs zu ihr, die gegen Geld gerne weitere Lügen mit ihr verbreiten möchten, um so besser dazustehen. Hilfsbereit wie sie nun einmal ist, lässt sie alles über sich ergehen. So verhilft sie einem schwulen Kerl mit einer Runde angeblichen Sex zum Hetero-Status oder macht einem dicken, hässlichen Blähbauch Dank Tittie-Grabschen zum Frauenheld. Aber all das hat natürlich auch seine Kehrseite. Irgendwann rächen sich die Lügen und sie muss auch für üble Sachen herhalten. Das geht dann sogar soweit, dass sie von mehr Menschen gehasst als geliebt wird. Diese Wandlung ist perfekt umgesetzt und macht wahnsinnig viel Spaß beim Ansehen. Beinahe könnte man Mitleid mit ihr haben, würde nur ganz kurz einmal der Spaß in den Hintergrund rücken. Da es aber nun einmal nicht so ist, darf man von Anfang bis Ende herzlich lachen und sich letzten Endes sogar über ein supidupi Happy End freuen.

Um ehrlich zu sein möchte ich am Film nicht viel kritisieren. Es sollte jedem klar sein, dass die schauspielerischen Leistungen nicht als over the top, sondern mehr als Spaß an der Freude anzusehen sind. Ebenso stört es nicht wirklich, dass die Heiterkeit beständig obsiegt. „Einfach zu haben“ ist trotz dem allseits beliebten Teenie-Komödien-Setting einfach anders und damit richtig gut!

Fazit

Geniales Füllmaterial für euren Wortschatz gesucht? „Einfach zu haben“ einlegen, Sprüche sammeln und dabei köstlich amüsieren!

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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10 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    Ein sehr geiler Film. Fand den auch super. Tolles Skript, tolle Darsteller, geile Mucke, geile Filmzitate… geil, geil, geil.

  2. Worauf genau wirkt sich denn Emma Stones Brustumfang aus?

  3. Weiß ich nicht, ob ich es nicht lieber nicht wissen will. Aber ich liebe sie allein schon für ihre Art und die markante Stimme.^^

  4. Alles. Auch wenn sie ein bisschen zu sehr im Hintergrund bleibt, wie bei Rocker. 😀

  5. Ich mochte ja halt auch den letzten Spiderman. 😉

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