Ein Quantum Trost Filmkritik

Filmherum:4/54 von 5 Sterne von Dominik
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1,00 von 5 Sterne (2 Bewertung(en))

Daniel Craig alias James Bond, Mr. 007, Herr der Gadgets, Meister der Wodka Martini (geschüttelt, nicht gerührt) ist zurück. Und verzichtet gleich mal auf all diese wunderbaren Bond-Gepflogenheiten.

Aber zuerst…

„Ein Quantum Trost“ setzt etwa 30 Minuten nach „Casino Royale“ an. Bond düst mit seinem Aston Martin DBS durch einen Tunnel und verschrottet bei der actionreichen Fahrt nicht nur diesen. Seine Verfolger, wild feuernd, schaltet er in Bondmanier einen nach dem anderen aus. Ein kurzes Treffen mit M, und schon spurtet er einem Bösewicht über die Dächer Italiens hinterher. Dabei kracht und scheppert es gewaltig, ganz wie wir es von „Casino Royale“ gewohnt waren. Daniel Craig ist einfach ein harter Bond. So muss er auch diesmal wieder gehörig was einstecken. Teilt allerdings auch dementsprechend aus.

Was durfte in keinem Bond Film jemals fehlen?

Richtig, das Bond-Girl. Einer der wenigen Punkte, die sie nicht von der Das-gibts-in-jedem-Bond-Film-Liste gestrichen haben. Bond trifft auf die attraktive Camille und bestreitet mit ihr einen Großteil des Filmes. Was sie tun? Sie jagen einen gewissen Dominic Greene. Dabei geht es nicht wirklich darum, was Greene so treibt, sondern eher um darum, herauszufinden, um welche geheimnisvolle Organisation es sich handelt, von der Mr. White sprach. Was man im Vorfeld schon oft gehört hat, bewahrheitet sich beim Ansehen des Filmes auch. Es handelt sich um eine Fortsetzung von „Casino Royale“. Eine eigenständige Story sucht man mit der Lupe.

Spannung

Was man hingegen nicht suchen musste, das war die Spannung. Endlich hat es mal wieder ein Film ins Kino geschafft, der von Anfang bis Ende spannend blieb. Auch die vielen kleinen Wendungen taten dem Film gut. Doch was wäre ein Bond ohne Liebe, Drama oder Humor? Auch diese Bereich wurden abgedeckt. Es gibt wieder einige markante Sprüche. Diverse Szenen, über die man auch später noch sprechen wird. Dramatische Momente, die einen ans Herz gehen.

Bond, James B… ach ne

Auch darüber wird man später noch sprechen. Kein geschüttelt, nicht gerührter Martini. Keine Gadgets. „Ein Quantum Trost“ sollte darauf verzichten. Gesagt, getan. So wartet man vergeblich auf das, was die Bond Filme seit eh und je ausgemacht hat. Die wunderbaren kleinen Anekdoten fehlen komplett. Komplett, bis auf das Bond-Girl und eine riesengroße Anspielung auf einen alten Bond Film, auf die ich hier allerdings nicht weiter eingehen möchte. Ihr sollt es selbst herausfinden und staunen, warum auf den Martini verzichtet wird, auf diese Szene aber nicht.

Ich verließ das Kino mit gemischten Gefühlen. Erstens, weil die Vorpremiere erst eine halbe Stunde später startete, als angegeben – scheiß Kino. Zweitens, weil der Film soviel anders war als sein Vorgänger. Es war 1000 und 1 Nacht. Die Darsteller waren die gleichen, doch was ist der Atmosphäre des ersten Teils passiert? Warum ist der Stil soviel anders? Warum ist die Action jetzt im Bourne-Stil verwackelt ohne Ende? Warum hat man sich nicht doch noch eine bessere Story einfallen lassen?

Actionfazit

Man verlässt das Kino mit vielen Fragen. Und das nicht nur wegen dem offenen Ende. Ich bin mir sicher, dass viele den Film lieben werden. Andere hingegen werden ihn hassen. James Bond hat sich mit diesem Film zu einem reinen Actionhelden gewandelt. Er schießt und wütet. Charme und Stil mussten zurückstecken. Das mag zwar wegen der „Rachestory“ passend sein, sollte in Zukunft allerdings nicht beibehalten werden.

Fans des Vorgängers sollten ihn sich ansehen. Ganz große Bond-Fans müssen diesen Film ein bisschen mit anderen Augen betrachten. Denn es wird eine Frage offen bleiben: Entweder man wird alt, oder die Reihe entwickelt sich in die komplett falsche Richtung.

Nichts desto trotz ist Daniel Craig ein sehr guter Darsteller. Und „Ein Quantum Trost“ trotz allem einer der besseren James Bond Filme, den man zumindest einmal gesehen haben sollte.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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3 Responses

  1. Herr-S sagt:

    Wie jetzt Jaguar hä? Was für eine Russin. Ich habe glaube ich einen anderen Film gesehen.

  2. Dominik sagt:

    Ah, schön. Wollte nur mal testen, ob die Artikel auch richtig durchgelesen werden. 🙂 Hat also geklappt.

    Wobei eigentlich nur der Jaguar der große Fehler war. Camille ist ja eine russisch-bolivianische Agentin. Somit war das mit der „Russin“ nicht gar so falsch… 😉

  3. Hein Blöd sagt:

    Der schlimmste Bond den ich je gesehen habe.
    Ich HASSE ihn so abgrundtief.
    So gings mir mit dem Casino scheiss auch schon
    ÄÄÄÄÄTZEND BUAH WIEDERLICH
    Wie kann man nur………………………………………

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