Ein Mann und seine Maus – Die Walt Disney Story (2014) Filmkritik

Filmherum:1.5/51.5 von 5 Sterne von Dominik
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1,00 von 5 Sterne (1 Bewertung(en))

Oh schade, ein sog. Trailerblender…

„Die Walt Disney Story“ erzählt eigentlich genau das, was der Titel auch aussagt, doch in Wahrheit sehr viel weniger. Der Trailer suggeriert einen tiefgreifenden Einblick in das Leben Disneys, allen voran natürlich auch die Entstehung von Micky Maus & Co. Doch weit gefehlt. Der Film zeigt Walt’s Lebensweg von seiner Kindheit bis hin zum Laugh-O-Gram-Studio, mit dem seine Karriere langsam aber sicher begann. Darin trifft er auf eine Maus, die allerdings – anders als gedacht – nicht als Motivation für die wohl berühmteste Maus der Welt galt. Andererseits kann man genau das nicht sagen, da der Film zu diesem Zeitpunkt sein jähes Ende findet.

Mir persönlich fällt es sehr schwer, den Film positiv hervorzuheben. Da wären die durch die Reihe weg schlechten Darsteller, die ganz offensichtlich nur aus dem Drehbuch ablesen können, und selbst das nicht besonders gut. Erst als Olan Rogers als älterer Walt Disney ins Spiel kommt, wendet sich das Blatt ein klein wenig. Da er allerdings den einzigen schauspielerischen Lichtblick abgibt, ändert sich am allgemein laienhaften Feeling des Films nichts.

„Ein Mann und seine Maus – Die Walt Disney Story“ kämpft mit einem ganz besonderen Problem: Der Film behandelt eine Zeit Disneys, die nur wenige interessieren dürfte. In gewisser Weise ist es interessant zu sehen, wie Walt Disney sich durch das Leben hin zu dem Menschen kämpfte, der er eigentlich schon immer war. Doch damit war es das auch schon. Mir fehlte schlichtweg das Interesse an dieser Zeit, sowie seinem kurzen Ausflug in den Ersten Weltkrieg. Ich wollte sehen, wie er Micky Maus erfindet oder den ersten Disney Park aufbaut. Aber gut, hier spielen nun einmal Erwartung gegen Realität.

Eigentlich ist damit alles gesagt. „Ein Mann und seine Maus – Die Walt Disney Story“ ist ein beinahe uninteressantes Laienspiel, das schlichtweg die falsche Lebenszeit eines eigentlich sehr interessanten Menschen beleuchtet.

Würde ich mir den Film noch einmal ansehen? Nein.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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6 Responses

  1. Gnislew sagt:

    Mhh. Ist ja auch ein wenig komisch, dass ein Film über Walt Disney eben nicht von der Disney Company kommt.

  2. Barbara sagt:

    Ich habe von dem Film vorher noch gar nichts gehört und bin jetzt völlig hin- und hergerissen. Nach der Bewertung hört es sich ja extrem öde an, aber die Idee dahinter finde ich trotzdem spannend :/ Hm :/

  3. Hape sagt:

    Gerade wenn er nicht von Disney kommt sollte er interessant sein. 🙂
    Eine der Geschichten, die ich gerne mal (gut) verfilmt sehen möchte.

  4. Gnislew sagt:

    @Hape: Gut verfilmt ist das Leben von Walt Disney sicher interessant. Das der Film eben laut der Review hier nicht gelungen ist, mag aber wie gesagt daran Leben, dass er eben nicht von Disney ist. Ein Disney-Variante würde zwar vermutlich den guten Walt als Helden darstellen, aber eben auch die Phase beleuchten die in der Rezension gewünscht ist. Zumal durch das Archivmaterial was bei Disney liegt auch ganz andere Aspekte aus dem Leben von Walt Disney gezeigt werden können als bei einer Nicht-Disney Produktion. Vermutlich hatte dieser Film gar nicht zeigen dürfen wie Walt Oswald und Mickey zeichnet.

    Einen kleinen Einblick in das Leben von Walt Disney bekommt ja auch zum Glück bei „Saving Mr. Banks“ und da zeigt die Disney-Company, dass man sich durchaus kritisch mit seinem Gründer auseinander setzen kann, wenn auch nur am Rande.

    • Dominik sagt:

      Saving Mr. Banks muss ich mir nach diesem Film definitiv noch ansehen.

      Und ich denke auch, dass man die Frühzeit Walt Disneys besser hätte beleuchten können. Hier hätte wohl Disney mehr rausgeholt. So aber ist dieser Film äußerst ermüdend.

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