Drecksau (2013) Filmkritik

Filmherum:4.5/54.5 von 5 Sterne von Dominik
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(1 votes, average: 4,00 out of 5)

„Drecksau“ handelt von einem Cop, der aufgrund seiner düsteren Vergangenheit (und des darauf folgenden Drogenkonsums) so ziemlich jeden hinters Licht führt, dadurch allerdings immer tiefer fällt. James McAvoy ist dieser Cop und er verkörpert ihn mit erstaunlicher Hingabe, wenn man das für einen Film dieses Kalibers überhaupt so sagen kann.

Regisseur Jon S. Baird schuf mit „Drecksau“ ein in der Tat versautes Werk. Drogen, schmutzige Sprüche, Gewalt und Sex. Dazu eine Portion Irrsinn und voilà, die Abstrusität mit Hintergedanken ist perfekt.

Zu Beginn des Films hat man noch das Gefühl, ein witziges Etwas zu sehen, aber schon bald wird einem klar, dass es um viel mehr geht, als nur Sex, Drugs und Rock… Fun. Dabei verkörpert James McAvoy den abgehalfterten Cop mit größtmöglicher Hingabe und verleiht ihm ein außerordentlich facettenreiches Gesicht. Von der Drecksau hin zum verängstigten Jungen, James McAvoy überzeugte mich vollends. Dank seinen gut gewählten und agierenden Schauspielkollegen kann sich James McAvoy auslassen, wie es ihm beliebt und das Drehbuch eben vorgibt.

Die Mischung aus kranker Welt, irrsinniger Fantasie und brutaler Realität ist Regisseur Jon S. Baird wunderbar gelungen. Allerdings muss man dazu auch sagen, dass „Drecksau“ kein Film für jedermann sein dürfte. Dafür ist er einfach zu abgedreht. Zwar ist die Story irgendwann schlüssig und trumpft spätestens zum Ende mit einer gelungenen Wendung, aber die eine oder andere Szene zwischendurch dürfte dann doch vielen zu verstörend sein.

Hervorheben möchte ich vor dem Fazit noch die Musikauswahl. Manchmal muss man schon lauthals lachen, wenn der jeweilige Song nur angespielt wird. Die Töne wirken zumeist fehlplatziert, fügen sich nach wenigen Sekunden dann aber doch irgendwie in das hier vorliegende Gesamtbild stimmig ein. Und so darf man nach 97 Minuten Drogenflug und -absturz den gezeichneten Abspann sehen und freut sich darüber, etwas sensationell anderes im Kopf behalten zu dürfen.

Fazit

Krank, ekelhaft und doch so wahr. „Drecksau“ ist soviel mehr, als einem der Trailer weismachen will. Danke James McAvoy für diese grandiose Performance!

Ab dem 25. Februar auf DVD und Blu-ray!

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan… Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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1 Response

  1. Chris sagt:

    Bin sehr gespannt, müsste ihn morgen im Briefkasten haben. Hab alle Bücher von Welsh gelesen und die sind einfach genial!Lieblingswer ist aber immer noch „Porno“ von ihm, quasi der Nachfolger von Trainspotting. „Drecksau“ bin ich noch arg skeptisch, das Buch war auch klass, aber ich hätte nicht gewusst wie verfilmen!Aber deine Wertung mach Mut!!:-)

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