Doctor Strange (2016) Filmkritik

Filmherum:5/55 von 5 Sterne von Dominik
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3,00 von 5 Sterne (2 Bewertung(en))

Strange(r) Things laufen nicht nur auf Netflix. Mit „Doctor Strange“ haut uns Marvel einen „Superhelden“ um die Ohren, der sich ENDLICH einmal vom Rest der agilen Dauerkämpfer unterscheidet. Doctor Strange wird nicht grün, er wirbelt keinen Hammer und er hat auch keine Adamntium-Krallen. Er ist ein Magier auf dem Gebiet der Chirurgie. Doch nicht nur da spielt er mit „Zauberkräften“. Nach einem verheerenden Unfall ist er auf der Suche nach Heilung. Doch – und da schlägt die Erziehungskeule zu – erklärt uns der Film, dass er auf der Suche nach mehr ist. Und so kommt es, dass Doctor Strange hinter die Fassaden des Multiversums blicken kann, nur um mitten in seiner Ausbildung der vermutlich größten Bedrohung des letzten Jahres entgegen zu treten. Doch ein Held wäre kein Held, würde er nicht mit Bravour bestehen. Ein paar Blessuren hier, ein wenig atemberaubende Action da, Marvel bleibt seinem Schema F treu. Das stört bei diesem Film allerdings selten bis gar nicht, da er sich dank seiner Optik, der Thematik und zahlreichen Neuerungen von seinen Genrekollegen abzuheben weiß.

Als ich zum ersten Mal hörte, dass Benedict Cumberbatch in die Rolle eines Marvel-Charakters schlüpfen sollte, war ich doch ziemlich kritisch. Der Schauspieler mag in den unterschiedlichsten Bereichen großartig sein, doch würde er zum bisherigen – und hervorragend eingespielten – Avengers-Team passen? Oh ja, Cumberbatch passt nicht nur in dieses erschaffene Universum wie eine Eins, sondern allen voran in diese Rolle. Nachdem ich den Film gesehen habe, war ich mir sicher, dass man keinen besseren Darsteller hierfür hätte wählen können. Cumberbatch‘ Schauspiel ist fantastisch. Mit Witz und Dramatik gleichermaßen verleiht er der Figur das gewisse Etwas, ganz abgesehen von seiner optischen Erscheinung.

Und wenn wir schon bei der Optik sind, so stellt „Doctor Strange“ alles bisher Dagewesene in den Schatten. Hier übertreibe ich nicht, der Film ist absolut unglaublich. Die Verdrehung der Wirklichkeit ist eine unglaubliche Mischung aus „Inception“ und Kaleidoskop. Jegliche Bewegung zwischen den Welten raubte mir den Atem. Selten habe ich etwas schöneres bei einem Film der aktuellen Generation gesehen. Alleine der Effekte wegen ist der Film schon jeden Eintritts-Cent wert.

„Doctor Strange“ kann auf unzähligen Ebenen überzeugen. Ob nun die Darsteller, die Story oder die Effekte, dieser Marvel-Film ist nahe der Perfektion. Mit seinem treffsicheren Witz, der stets angebracht eingesetzten Dramatik und natürlich den absolut überzeugenden Actionszenen ist dieser Superheldenfilm der, auf den die Fans gewartet haben. In diesem Sinne also: Solltet ihr bisher kein Interesse an der Figur gezeigt haben, gebt euch einen Ruck – ihr werdet es nicht bereuen. Allen voran deshalb schon nicht, weil Doctor Strange in zahlreichen zukünftigen Marvel-Filmen (tragende) Rollen übernehmen wird.

Werde ich mir den Film nochmal ansehen? Mehrfach!

PS: Aus gegebenem Anlass lese ich aktuell mehrere Doctor Strange Comics, die ich natürlich demnächst auch hier vorstellen werde. Ich bin jetzt schon gespannt, ob mich die Werke genauso überzeugen werden.

PPS: Einzig der Score von Michael Giacchino konnte mich bei diesem Film nicht überzeugen. Dieser dümpelte irgendwo im Hintergrund dahin, viel zu unauffällig und nur selten mit erkennbarem Unterschied zu seinen sonstigen Werken.

© MARVEL

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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7 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    Ja und ja. Vollste Zustimmung. Geiler Film. Ja, Schema F durch und durch, aber das stört bei diesem Film wirklich nicht. Ich bin jetzt schon gespannt, wie das Treffen zwischen Tony Stark und Stephen Strange ablaufen wird… das wird ein Fest.

  2. Gleich mehrfach anschauen?
    Na, dann musst mal schreiben, wie das war. Denn meistens werden FIlme bereits beim zweiten Mal eintönig und repetitiv. Abgesehen von Inception, den ich mir tatächlich fünf Mal im Kino angeschaut habe.

    • Dominik sagt:

      Ich werde versuchen nach der Zweitsichtung nochmal zu schreiben. Aber 1. wird das dauern, mindestens bis dahin, wenn die DVD/Digital raus ist und 2. gibt es zu dem Zeitpunkt bestimmt andere Sachen zu rezensieren. 😉

      Zum Thema mehrfach anschauen: Da bin ich eigentlich Meister darin. Fight Club > 20x, Matrix > 10x usw. usw. Meine Lieblingsfilme hatte ich damals auf VHS so oft gesehen, bis nur noch Streifen zu sehen waren. 😉

  3. Illegitim sagt:

    Interessant – das ist das erste Mal (außer evtl. „The Avengers“), dass mir der Score bei einem Marvel-Film positiv (oder überhaupt) aufgefallen ist. Nicht, dass er im Gedächtnis bleibt, aber er war zumindest passend. Auch wenn Giacchino wohl ein bisschen bei seinem „Star Trek“-Score abgekupfert hat.

    • Dominik sagt:

      Auch schön, dass jemand auf meinen Score-Kommentar eingeht. 😉

      Giacchino klingt in letzter Zeit zu sehr nach Giacchino, meiner Meinung nach kaum Abwechslung. Und bei diesem Film fiel er mir nur sehr selten auf. Anders zum Beispiel bei „Drive“, der durch seinen Soundtrack/Score auflebte.

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