Die Tribute von Panem – The Hunger Games (2012) Filmkritik

Filmherum:5/55 von 5 Sterne von Dominik
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(25 votes, average: 4,00 out of 5)

Wenn Kinder und Jugendliche, Mädchen und Jungen zwischen 12 und 18 aufeinander losgehen, dann nicht wegen Konzertkarten für einen Biber, sondern aufgrund der sog. „Hungerspiele“, bei denen jeder der 12 Distrikte zwei seiner unfreiwilligsten Kämpfer bereitstellt. Von den 24 Auserwählten kann nur einer überleben.

„Die Tribute von Panem“ ist kein gewöhnlicher Teenie-Film, vermutlich schon deshalb nicht, da auch das Buch nicht mit Spannung und Blut geizt. Der Film ist nicht nur spannend, sondern unglaublich spannend, mitreißend und unterhaltsam. Das liegt an der musikalischen Untermalung, den wunderschönen, teils recht einfachen Kulissen und den Darstellern, allen voran Jennifer Lawrence und Woody Harrelson. Wo Lawrence ein Feuerwerk an Emotionen loslässt, weiß Harrelson – eigentlich wie immer – einfach nur perfekt zu unterhalten.

Müsste ich „Die Tribute von Panem“ in einem Wort bewerten, so wäre das nicht schwer. Schließlich lag mir den ganzen Film über der perfekte Begriff auf der Zunge: intensiv! Das Wald-Setting, sowie schon alleine die Idee, Kinder in einem Kampf auf Leben und Tod gegeneinander antreten zu lassen, jagen den Puls gnadenlos in die Höhe.

Ja, ich bin begeistert und hatte unglaublich viel Spaß in Form von Schweißperlen auf der Stirn. Der Film reißt mit und schockiert, verliert aber nie die Liebesgeschichte aus den Augen, auch wenn diese dem Kampf in fast allen Belangen weichen muss.

Ich habe das Buch (noch) nicht gelesen, obwohl es bereits vor mir liegt. Daher kann ich nicht sagen, ob es sich um eine gelungene Buch-Verfilmung handelt. Wenn ich aber ausnahmsweise ohne Buchkenntnis bewerten darf, so fällt das Urteil sehr großzügig aus. Denn nie waren moderne Märchen härter, schöner und fesselnder. „Die Tribute von Panem“ ist ganz großes Kino und ebnet vielen Darstellern den Weg in eine ruhmreiche Zukunft, wenn sie nicht eh schon ein paar Schritte dorthin gegangen sind.

Fazit

„Die Tribute von Panem – The Hunger Games“ ist ganz großes Kino ohne Wenn und Aber. Packend inszeniert kämpfen talentierte Jungdarsteller um ihr Leben und die Liebe. Flauschiweich-Twilight war gestern, „Die Tribute von Panem“ haben gesiegt!

Studiocanal (Poster)

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan… Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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10 Responses

  1. Rob sagt:

    „Intensiv“ trifft es genau, finde ich. Lustigerweise hatte ich mir wie du auch schon während des Films vorgenommen, den Begriff in mein Review einzubauen, eben weil er so gut passt. Ich teile deine Begeisterung und wundere mich, warum der Film bei vielen doch so schlecht wegkommt. Allein an der Wackelkamera kann es eigentlich nicht liegen 😉

    • Ich hatte mir während des Schreibens noch überlegt, etwas zur Wackelkamera zu sagen. Allerdings fand ich, dass es diesmal wirklich zu vernachlässigen ist. Zudem sind es ja nur wenige Stellen, in denen der Kameramann einen Anfall hatte.

  2. maloney sagt:

    Spannend ist er wirklich vor allem in der zweiten Hälfte…und die Twilightvergleiche die von den Medien anstellt wurden sind wirklich mehr als fehl am Platz…zudem sind die Schauspieler durch Band weg überzeugend

    • donpozuelo sagt:

      Twilight-Vergleiche werden doch nur aus zwei Gründen gemacht: Klick-Zahlen erhöhen und Twilight-Fans ins Kino locken 😉

      Ansonsten stimme ich Dominik zu: Ein toller Film. Und ich kann auch hier nur meinen Rat wiederholen, sich dazu mal „Battle Royale“ anzuschauen!!! 😉

  3. maloney sagt:

    Ich glaube bei Hunger Games können aber Männer zugeben, dass sie sie gelesen haben ohne mit brennenden Fackeln aus den Städten gejagt zu werden.

  4. samira sagt:

    Ich kann nicht verstehen, was so gut daran ist zuzusehen wie Kinder einander abschlachten. Wir werden in diesem Film genau in die Rolle des stupiden Zuschauers dieser Show veresetzt. Wir ergötzen uns an diesem fürchterlichen Spektakel. Die Gewalt unter Jugendlichen wird in meinen Augen verherrlicht.
    Mag ja sein, dass die Schauspieler eine glänzende Leistung lieferten und die Spannung die ganze Zeit anhielt, doch wo bleibt die Botschaft? Warum wehrt sich niemand gegen dieses System und beendet diese grausamen Spiele? In diesem Punkt fehlt mir eindeutig eine klare Aussage des Filmes/Buches. Ohne diese, ist der Film schlicht eine moderne Darstellung früherer Gladiatorenkämpfe, wobei es jedoch Kinder sind, die Schwerter schwingen und Köpfe rollen lassen. Irgendwie doch krank.

    • Hi samira, deine Meinung kann ich voll und ganz verstehen. Und wenn man es realistisch betrachtet ist es natürlich nicht gut, dass sich Kinder gegenseitig abschlachten. Der Film vermittelt in meinen Augen aber, dass diese Hungerspiele nicht in Ordnung sind. Nur leider bleibt den Kindern nichts anderes übrig als zu kämpfen, wenn sie eh schon dort sind. Der Überlebenswille zwingt einen selbst zu den abscheulichsten Taten.

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