Die Tribute von Panem – Mockingjay: Teil 1 (2014) Filmkritik

Filmherum:3.5/53.5 von 5 Sterne von Dominik
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3,75 von 5 Sterne (4 Bewertung(en))

Wenn ich bei der Ankündigung eines letzten Teils einer Reihe lese, dass dieser in zwei Filme aufgesplittet wird, läuten bei mir die Alarmglocken. Äußerst selten geht genau das gut, da das Buch zwar zumeist mehr hergibt, aber nicht ausreichend für eine Aufsplittung. So auch geschehen bei Die Tribute von Panem – Mockingjay: Teil 1, der als langer Trailer für Die Tribute von Panem – Mockingjay: Teil 2 zu sehen ist. An und für sich unterhaltsam und sehenswert, aber letztendlich doch nur Vorbereitung für den Showdown.

Die Tribute von Panem – Mockingjay: Teil 1 ist leider etwas langatmig geworden. Die 123 Minuten Film hätten gut und gerne in 90 Minuten oder weniger gepackt werden dürfen. Aber gut, nun ist es schon so und wir wollen uns nicht aufregen. Nein, nicht aufregen. Nein,… nein……. ach, ich kann nicht anders. Mich regt diese Splittung dermaßen auf! Nun muss ich also ein Jahr auf den wahren letzten Teil warten. Und das schlimmste daran? Teil 3/1 verführte nicht wirklich dazu, gebannt im Kinosessel zu verbleiben. Im Gegenteil. Kaum war der Abspann ersichtlich, leerte sich der Kinosaal mit rasender Geschwindigkeit – schneller als sonst üblich.

Es ist nicht alles schlecht. Jennifer Lawrence darf diesmal sehr viel weinen. Verdammt viel. Dazu kommen ein paar nette darstellerische Einlagen sowohl von ihr, als auch von allen anderen. Aber abgesehen davon ist außer dem Krieg im Kopf nicht viel passiert. Die einzig nennenswerte Actionszene kennt man aus dem Trailer zum Film. Mehr passiert tatsächlich nicht – sorry für den Spoiler. Aber wie gesagt, der Krieg im Kopf, sprich die beständig bedrückende Atmosphäre einer verwüsteten und am Abgrund stehenden Welt, ist packend und zumeist auch mitreißend, wenn auch nicht vom Formate eines Schindlers Liste. Auch die Rebellen mitsamt ihrer Propaganda und der allgemeine Verlauf der Geschichte wissen im Grunde zu gefallen.

Die Tribute von Panem – Mockingjay: Teil 1 ist etwas ganz anderes, und das wäre im Grunde auch gut so. Weniger gut hingegen ist schlicht und ergreifend die Aufsplittung in zwei Teile. Damit vermiest man dem gebannten Zuschauer sehr viel. Waren Teil 1 großartig und Teil 2 immer noch sehr gut, fällt Teil 3/1 enorm ab. Und sieht man die Reihe 2015 dann schließlich als Ganzes, ärgert man sich zukünftig stets über Teil 3/1 (versprochen).

Der letzte Teil einer (zumeist) Trilogie wird zur schlechten Gewohnheit. Und der Schuldige hierfür ist schnell benannt: Das Geld. Natürlich nehme ich als Verleger die doppelte Summe ein, da jeder Fan sich sowohl Teil 1 als auch Teil 2 ansehen wird. Ihm bleibt ja auch nichts anderes übrig. Es ist nur schade, dass aufgrund der Geldgier die Filmqualität leiden muss.

Und somit ist Die Tribute von Panem – Mockingjay: Teil 1 ein Film unter vielen, der zwar durchaus zu unterhalten weiß, aber eben nicht in dem Maße, wie es Teil 1 und 2 seinerzeit vermochten.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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2 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    Danke. Ich sehe das mit der Zweiteilung vom letzten Teil genau wie du. Dann können sie auch gleich aufhören, es eine Trilogie zu nennen.

    Ich fand diesen Teil jetzt wenig unterhaltsam, viel zu lang und einfach viel zu gewollt. Man merkt irgendwie ganz genau, dass das hier eigentlich auch in 45 Minuten hätte erzählt werden können, um dann zum eigentlichen Finale überzugehen. Naja… schauen wir mal, was uns dann nächstes Jahr erwartet…

    • Dominik sagt:

      Das stimmt, 45 Minuten hätten gereicht, oder eben ein letzter Teil und dieser dann meinetwegen 2 oder 2 1/2 Stunden lang. Alles wäre besser gewesen als das. So macht man eine bis dato gelungene Trilogie beinahe zunichte.

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