Die Eiskönigin – Völlig Unverfroren (2013) Filmkritik

Filmherum:4/54 von 5 Sterne von Dominik
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4,00 von 5 Sterne (2 Bewertung(en))

Willst du einen Schneemann bauen?

Der Winter 2013/2014 ließ uns in Sachen Schnee ziemlich verzweifeln. Nicht, weil wir zuviel davon hatten, im Gegenteil. Umso schöner war es doch, als „Die Eiskönigin – Völlig Unverfroren“ voll auf die Macht der weißen Pracht setzte und uns mit Musik und sehr viel Herz verzauberte.

Elsa kann durch Zauberei Schnee und Eis erzeugen. Als Kind hat sie ihre Fähigkeiten allerdings noch nicht vollends im Griff, sodass sie ihre Schwester Anna verletzt. Anna wird zwar wieder gesund, aber Elsa zieht sich fortan zurück. Und als sie letztendlich zur Königin von Arendelle gekrönt wird und durch ein Missgeschick ihre Kräfte entfesselt, flüchtet sie ins Exil. Anna allerdings hat ihre Schwester nicht aufgegeben und versucht sie mit Hilfe des hübschen Kristoff, seines Rentiers Sven und des verzauberten Schneemanns Olaf wieder nach Hause zu holen.

Norwegen

Das Königreich Norwegen galt als Inspiration für den Film, und genau das spürt man auch an jeder Stelle. Vor allem wenn der Winterzauber beginnt und die Nordlichter erstrahlen, fühlt man sich dem wahren Norden sehr verbunden. Optisch ist der Film damit ein wahres Sahnestück. Grafisch ist ebenso alles perfekt, allerdings auch sehr an „Rapunzel – Neu verföhnt“ angelehnt. Vergleiche bleiben zu keiner Zeit aus. Ob nun das Rentier Sven oder die Pferde im Film, ständig hat man das Gefühl, so etwas schon einmal gesehen zu haben. Schlimm ist das allerdings nicht, da das computergenerierte Leben stets zum Liebhaben animiert.

Der Grundtenor des Films wandelt sich auf Annas Reise. Anfangs begnügt man sich mit einer relativ langen Einführungsgeschichte, die gerne mit viel Gesang präsentiert wird. Im Mittelteil kommt dann der Schneemann Olaf hinzu, der als treibende, humoristische Kraft für zahlreiche Lacher sorgt. Und schließlich landen wir beim teils dramatischen Happy End mitsamt einer kleinen, aber gelungenen Wendung. Diese drei Teile gehen nahtlos ineinander über und sorgen natürlich für Abwechslung, vor allem aber ein durchweg gelungenes Filmerlebnis.

Frauen an die Macht

Ähnlich wie in „Rapunzel – Neu verföhnt“ oder „Merida – Legende der Highlands“ ist auch hier eine Frau die Heldin des Geschehens. Ihr männlicher Begleiter Kristoff hingegen mag zwar furchtlos sein, dafür aber auch leicht trottelig und damit so gar nicht wie beispielsweise Flynn Rider aus „Rapunzel – Neu verföhnt“. Kristoff ist auch nicht unbedingt der Hübscheste im ganzen Land, nein, er ist ein ganz normaler Typ mit großem Herz. Dieser Umstand sorgt für sehr viel Wohlgefallen, da schließlich nicht jeder Superman sein kann und soll. Als ebenso erfrischend empfand ich es, dass der mutmaßliche Bösewicht im Film eigentlich gar keiner ist. Respekt!

„Die Eiskönigin – Völlig Unverfroren“ ist einmal mehr ein sehr schönes Disney-Märchen, das sich allerdings mehr als viele andere Filme des Studios auf die Weihnachtszeit beschränkt, natürlich der eisigen Thematik geschuldet. Die vielen Musical-Einlagen sind ein Schritt zurück zu Disneys Wurzeln und mögen nicht jedem Animationsfan zusagen. Allerdings muss man hierzu betonen, dass vor allem das Titellied nicht umsonst einen Oscar gewann. „Let It Go“ von Demi Lovato ist wunderschön und auch – um auf meine Einleitung zurückzukommen – „Willst du einen Schneemann bauen?“ von Valeska Gerhart geht einem nicht mehr aus dem Kopf.

Fazit

Ein Titel aus dem Score zum Film lautet „Manche Menschen Sind Es Wert Für Sie Zu Schmelzen“. Und auch wenn „Die Eiskönigin – Völlig Unverfroren“ nicht der beste Disney-Film sein mag, zum Dahinschmelzen ist er allemal.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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