Der geilste Tag (2016) Filmkritik

Filmherum:3/53 von 5 Sterne von Dominik
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3,00 von 5 Sterne (2 Bewertung(en))

Den geilsten Tag,… den hatte ich gestern im Kino nicht, als ich mir „Der geilste Tag“ ansah. Die deutsche Produktion mit Matthias Schweighöfer und Florian David Fitz (auch Regisseur) in den Hauptrollen war einer von den Filmen, die man mal gesehen haben kann. Obgleich der doch eher bedrückenden Ausgangslage unserer Protagonisten ist der Film mehr Komödie und Roadmovie als Dram(a)ödie. Wenn man auf mehr Dramatik und gleichzeitig auch Komödie in einem ähnlichen Umfeld aus ist, legt man sein Hauptaugenmerk doch lieber auf Filme wie „50/50“ oder „Ziemlich beste Freunde„.

„Der geilste Tag“ erzählt die Geschichte von zwei todkranken Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Der eine ein Hypochonder mit Lungenfibrose (Schweighöfer), der andere ein Draufgänger mit dem Hang zum Wegnicken dank Tumor im Kopf (David Fitz). Die Charaktere könnten nicht unterschiedlicher sein und unsere Hauptdarsteller bringen das auch durchaus überzeugend rüber. Sie freunden sich an und machen dann – wir kennen das aus „Knockin‘ on Heaven’s Door“ – vor dem großen Abgang nochmal richtig einen drauf. Und so schön das auch alles in Bild und Ton sein mag, nicht selten fragte ich mich, ob ich jetzt schon mehrere Stunden im Kino sitze. Die Zeit vergeht über weite Strecken kaum, zumindest immer so lange nicht, bis etwas wirklich nennenswertes oder mitunter auch sehr witziges passiert. „Der geilste Tag“ hat mehrere Momente, die durchaus zu gefallen wissen. Oft spielt man mit den Nebenwirkungen der Krankheiten und zieht diese dabei zwar nicht ins Lächerliche, aber immerhin respektvoll durch den Kakao. Und genau das macht den Film auch deutlich lustiger als dramatisch. Schließlich wollte Mitgefühl meinerseits zu wahrlich keiner Sekunde aufkommen. Demzufolge stellt sich eine Frage: War es Absicht, den Film so zu machen oder gingen die dramatischen Minuten ungewollt unter?

Ich vertrete ja grundsätzlich die Meinung, dass die Thematik an sich auch ein gutes Stück weit dramatisch vermittelt werden sollte, aber vielleicht bin ich in der Hinsicht einfach nur altmodisch oder ich habe die Intention des Regisseurs nicht so ganz verstanden.

Zusammenfassend fand ich den Film durchaus unterhaltsam, wenn auch immer wieder fühlbar langgezogen. „Der geilste Tag“ war stellenweise amüsant, regte aber selten bis nie zum Nachdenken an.

Würde ich mir den Film nochmal ansehen? Nein.

© 2016 Warner Bros. Ent.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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3 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    Um sowas mache ich ja generell einen weiiiiiiiten und großen Bogen. 😀 Ich finde so deutsche Komödien irgendwie nie wirklich witzig und immer so gewollt… und Onkel Schweighöfer hat’s bei mir auch nicht gerade leicht

    • Dominik sagt:

      Ach, es gibt durchaus gute deutsche Komödien. Wie ist’s mit „Lammbock“? Den fand ich ziemlich gut. Und der gute Onki Schweighöfer spielt in diesem Film erstaunlich unaufdringlich-überzeugend. Dennoch, „Der geilste Tag“ ist Durchschnitt.

  2. Christian sagt:

    Der Film war durchaus lustiger, als ich es mir vorgestellt habe. War zuerst voreingenommen von diesem Film, aber schlecht ist er nicht. Natürlich gibt es in diesem Film auch traurige Momente.

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